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«Ich senke die Tennis-Dosis stetig»

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«Ich senke die Tennis-Dosis stetig»

Davis-Cup-Captain Marc Rosset war zu Besuch in Freiburg

Das Forum Freiburg ist vom 4. bis zum 6. März Austragungsort der Erstrunden-Begegnung im Davis-Cup zwischen der Schweiz und den Niederlanden. Captain Marc Rosset, der im Spätherbst seiner langjährigen Karriere steht, war gestern vor Ort und besichtigte die Infrastruktur.

Von FRANK STETTLER

Marc Rosset, der einer Einladung der Freiburgischen Elektrizitätswerke (FEW) – dem neuen Hauptpartner des Davis-Cup-Teams – Folge leistete, ist vom Forum Freiburg angetan: «Es ist wirklich eine schöne Halle, die Infrastruktur ist ideal und zweckmässig, der Zugang zum Forum einfach. Nachdem wir zuletzt meist in Genf spielten, war es der Wille von Swiss Tennis und den Spielern, mit dem Davis Cup die Schweiz zu bereisen. Das Forum Freiburg ist für einen solchen Anlass prädestiniert.» Marc Rosset hofft trotz der Absage von Roger Federer (siehe Kasten) auf das Freiburger Publikum: «Kommt zahlreich und schenkt der Mannschaft auch ohne Roger das Vertrauen.» Am 20. Januar startet der Ticket-Verkauf.

Wie ein 400-m-Läufer

Marc Rosset ist seit rund zwei Jahren Captain des Schweizer Davis-Cup-Teams. Er, der selbst für das grösste Highlight der Schweiz in diesem traditionsreichen Wettbewerb mitverantwortlich zeichnete (1992 Final-Niederlage in Fort Worth gegen die USA), versucht jetzt seine immense Erfahrung den jungen Schweizern weiterzugeben. Doch Rosset ist mit seinen bald 35 Jahren noch immer selbst aktiv. Der Olympia-Sieger von 1992 in Barcelona und ehemalige Nummer 9 der Weltrangliste spielt immer noch Profi-Turniere. «Seit zwei bis drei Jahren senke ich die Tennis-Dosis stetig», erklärt der Genfer. Die zahlreichen Erstrunden-Niederlagen in den vergangenen Jahren können seine Freude am Sport nicht zerstören. «Viele Spieler wollen ihre Karriere auf dem Höhepunkt beenden. Ich sehe mich eher als 400-m-Läufer. Die letzten 100 m sind die schwierigsten. Was ich jetzt erlebe, ist sicherlich weniger lustig als vor zehn Jahren. Aber auch wenn das Spielniveau oft schlecht ist, gibt es immer wieder Momente, in denen es so richtig Spass macht. Die Herausforderung ist geblieben. Ich will meinen Gegner auf dem Platz bezwingen.»

Marc Rosset hat sich in dieser Saison etwa für die Turniere in Marseille und Moskau angemeldet: «Diese Turniere habe ich immer gerne bestritten. Und mein Wunsch ist es, noch einmal in Gstaad anzutreten. Ich hoffe einfach, dass die Leute nicht denken, ich wolle nochmals gross angreifen …»

Als Captain wenig Einfluss

Seine neue Rolle als Davis-Cup-Captain sieht Marc Rosset nüchtern: «Als Captain hat man nur wenig Einfluss auf das Geschehen auf dem Platz. Der grösste Teil meiner Arbeit ist vor dem ersten Aufschlag getan. Wenn Federer spielt, habe ich praktisch nichts zu tun. Bei den Jungen habe ich etwas mehr Einfluss.» Er sei etwa zu zwei Prozent für den Erfolg verantwortlich. «Ganz anders sieht es natürlich im Falle einer Niederlage aus», so Marc Rosset mit einem Augenzwinkern.
Ohne Roger Federer nur Aussenseiter

Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass Roger Federer, die absolute Weltnummer 1 im Tennis, bei der Davis-Cup-Partie im Forum Freiburg gegen Holland nicht mit von der Partie sein wird. «Dies ist ein Entscheid, den ich als Captain voll respektiere», so Marc Rosset. Er sei zwar etwas enttäuscht, aber nicht überrascht gewesen über diesen Entschluss. «Roger muss bei seinem prall gefüllten Terminkalender Prioritäten setzen. Aber mal schauen, was noch passiert. Er kommt zwar selten auf seine Entscheide zurück, doch hoffen darf man immer.»

Mit Federer wäre die Schweiz in der Favoritenrolle gewesen, nun sei man Aussenseiter, so Rosset. «Diese Situation ist eine Chance für die anderen Spieler im Team, aus dem Schatten von Federer zu treten. Der Davis Cup hat schon viele Spieler zu Helden gemacht. An einem Wochenende kann man seinen Status komplett ändern», erklärt Rosset. Man dürfe nicht vergessen, dass die Rolle als Nummer 2 neben Federer in einem Team keine einfache sei, hält Rosset weiter fest: «Bis anhin war es doch so: Roger gewann seine beiden Einzel. Dann kam es auf das Doppel an, weil die Nummer 2 seine Einzel-Partien meist verlor. Mit dieser Rolle als Verlierer ist es nicht einfach.»
Marc Rosset will das Team erst zwei bis drei Wochen vor dem Anlass in Freiburg nominieren: «Fünf bis sechs Spieler kommen in Frage. Ich werde die aktuelle Form jedes einzelnen berücksichtigen.» fs

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