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«Ich spüre nach dem Parteiaustritt eine grosse Erleichterung»

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Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg«Ich habe es getan», sagt Marie-Thérèse Maradan Ledergerber den FN: «Ich bin aus der sozialdemokratischen Partei ausgetreten.» Sie bereut ihren Schritt nicht: «Ich spüre eine grosse Erleichterung.» Nun müsse sie nicht mehr an Parteisitzungen teilnehmen, «an denen ich mich eh nicht ausdrücken konnte und angegriffen wurde».

«Total undiplomatisch»

«Der Parteiaustritt ist eine Enttäuschung, auch wenn er nicht überraschend kam», sagt SP-Generalrat Thierry Steiert. Er hatte Maradan vor Jahren für den Posten der Gemeinderätin vorgeschlagen. «Sie hat grosse Qualitäten und ihre guten Seiten», sagt Steiert. «Aber sie ist halt auch total undiplomatisch und nicht sehr teamfähig.» Dies hat sich immer wieder an Sitzungen mit den SP-Parlamentsmitgliedern gezeigt. Oft kam es zu lautstarken Konflikten zwischen Maradan und Christoph Allenspach, Präsident der SP Stadt und Generalrat. «Aber nicht nur der Konflikt zwischen den beiden hat zum Parteiaustritt geführt», sagt Steiert.

Maradan habe in gewissen politischen Bereichen – beispielsweise in Integrationsfragen – eine andere Einstellung als die Parteimehrheit. «Und auch ihr Kommunikationsstil ist nicht so evident», sagt Steiert. Vielleicht habe es wegen all dieser Faktoren keinen anderen Ausweg gegeben als den Parteiaustritt, auch wenn es unangenehm sei, ein «Problem» so zu lösen.

Fraktionspräsidentin Andrea Burgener Woeffray sagt, sie erkenne in Maradan drei verschiedene Frauen: Da sei die Frau, die sehr schnell emotional werde und Sitzungen verlasse. Da sei aber auch die Sitzungsleiterin, die sehr gut vorbereitet sei und auch unliebsame Themen angehe. Und da sei die Rosenliebhaberin. Maradan habe eine sehr gute sozialdemokratische Spürnase, sagt Burgener; doch fehle es ihr an der politischen Umsetzung und am politischen Gestaltungswillen. «Und sie hat einen schwierigen Charakter.»

«Ich denke nicht anders»

Für die Generalratsfraktion sei Maradans Austritt «kein Drama», sagt Steiert. «Nun können wir in Ruhe weiterarbeiten.» Doch fürchtet er, nun könnte die linke Mehrheit im Gemeinderat gefährdet sein. Marie-Thérèse Maradan meint dazu: «Ich werde so abstimmen wie bisher – ich denke nicht anders, nur weil ich kein SP-Mitglied mehr bin.» Und sie betont, dass die linke Mehrheit bereits jetzt nicht immer spiele. «Bei der Budgetdebatte im Gemeinderat hat sich nicht die Linke durchgesetzt – und das war nicht ich, die bürgerlich gestimmt hat», sagt Maradan. Die Regierung stellt das Budget 2009 in zwei Wochen vor.

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