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«Ich spüre viele Sympathien»

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«Ich spüre viele Sympathien»

Bernadette Hänni (SP) ist die einzige Staatsratskandidatin aus dem Seebezirk

Weil ihr die Unterstützung der Bürgerlichen aus dem eigenen Bezirk versagt bleibt, hofft Bernadette Hänni auf die Sympathien der Bevölkerung. Als Staatsrätin möchte sie sich stark machen für familienbegleitende Massnahmen und freiwillige Zweisprachenprojekte an den Schulen.

Autor: Mit BERNADETTE HÄNNI sprach PATRICK HIRSCHI

Der Seebezirk müsse nach 15 Jahren endlich wieder im Staatsrat vertreten sein, hört man immer wieder. Warum gerade durch Sie?

Es ist wichtig, dass jede Region abwechslungsweise im Staatsrat vertreten ist, damit sie ihre Anliegen direkter einbringen kann. In erster Linie muss eine Staatsrätin jedoch die Interessen des ganzen Kantons vertreten. Ich bringe gute Voraussetzungen für dieses Amt mit, ich habe das richtige Alter, eine wertvolle berufliche Erfahrung, bin hier verwurzelt und verfüge über eine gute Ausbildung.

Die bürgerlichen Parteien des Seebezirks haben aber klar signalisiert, dass sie Sie nicht unterstützen.

Es waren vor allem die Parteipräsidenten, die sich negativ geäussert haben. Im Interesse des Seebezirks sollten wir das aber erst nach dem 5. November analysieren.

Glauben Sie, dass das Stimmvolk im Seebezirk auf diese Parteiempfehlungen hört?

Auch das sehen wir am 5. November. Ich spüre viele Sympathien.

War es ein Fehler, im Voraus die bürgerlichen Parteien anzuschreiben und um Unterstützung zu bitten?

Ich denke nicht. Ich hatte von bürgerlicher Seite ein Signal erhalten, dass Interesse an einer Anhörung da sei. In besagtem Schreiben vom Monat August hatte die SP See lediglich das Gespräch gesucht. Wir gingen davon aus, dass das Parteidenken bei den Staatsratswahlen weniger im Vordergrund steht als bei den Grossratswahlen. Unser Versuch, die Kräfte zu bündeln, ist aber zum Teil nicht auf gutes Echo gestossen.

Was entgegnen Sie jenen, die Ihnen mangelnde politische Erfahrung vorwerfen?

Ich war vier Jahre im Verfassungsrat. Ansonsten habe ich Politik immer mitverfolgt. Wichtige Elemente bringe ich auch von meiner beruflichen Tätigkeit mit. Sehr wertvoll ist die Erfahrung in der Familie. Ein chinesisches Sprichwort sagt offenbar, dass es schwieriger sei, eine Familie zu führen als ein Königreich.

Sie präsidierten im Verfassungsrat jene Kommission, die sich unter anderem mit der Sprachenfrage beschäftigt hatte. Wo sehen Sie Handlungsbedarf bei diesem Thema?

Bei der Sensibilisierung der Bevölkerung für beide Sprachen. Immersion darf man den Schulen aber nicht aufzwingen. Besser wären Versuche auf freiwilliger Basis, die nach Nachahmung rufen und eine Welle der Sprachlernbegier auslösen. Unsere Jungen wissen, dass sie mit guten Sprachkenntnissen grössere Chancen bei der Arbeitsplatzsuche haben. Ich halte es nicht für nötig, dass Romands Schweizerdeutsch lernen. Das Problem ist, dass wir Deutschschweizer Mühe haben mit Hochdeutsch.

In welche Richtung soll sich der Kanton Freiburg in Zukunft entwickeln?

Es fehlt an Unternehmen mit hoher Wertschöpfung und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Unsere Steuern sind hoch, gleichzeitig ist die Kaufkraft nicht enorm. Eine Steuersenkung drängt sich heute jedoch nicht linear auf, sondern bei den mittleren und unteren Einkommen. Das Geld, das dem Kanton dadurch entgeht, fliesst zurück in die Wirtschaft. Wir müssen jetzt schon eine gute und sinnvolle Umwelt- und Raumplanung machen, damit sich vielleicht eines Tages doch noch ein Unternehmen vom Format Amgen bei uns ansiedelt.

Gemäss Ihrer Homepage ist Ihnen die Familienpolitik ein wichtiges Anliegen. Was möchten Sie in diesem Bereich verändern?

Familienpolitik muss noch mehr der Realität angepasst werden. Junge Frauen haben heute eine ebenso gute Ausbildung wie junge Männer. Es ist volkswirtschaftlich wenig sinnvoll, wenn eine Frau, die durch unsere Steuergelder eine gute Ausbildung genossen hat, zu Hause am Herd bleibt und ihr Potential somit brachliegt. Es braucht in der Gesellschaft eine umfassende Akzeptanz für familienbegleitende Massnahmen.

Was ist Ihr Wunschdepartement?

Mein Wunschdepartement wäre die Erziehung, aber die wird ja wohl weiterhin in guten Händen bleiben. Ansonsten bin ich für alles offen.

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