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«Ich spüre wieder eine ganz andere Einstellung»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Gegensatz zum letzten Jahr ist Gottéron im Vorfeld der diesjährigen Saison nicht allenthalben als Transfersieger und Favorit bezeichnet worden. Wie froh sind Sie darüber?

Man muss realistisch bleiben. Und das scheint dieses Jahr eher der Fall zu sein. Letztes Jahr waren die Erwartungen von Anfang an übertrieben. Klar, wir haben eine gute Mannschaft. Aber es wird niemandem etwas geschenkt. Letzte Saison hat bei uns zudem vieles nicht zusammengepasst.

 

 Wird durch die gesunkenen Erwartungen in dieser Saison wieder mehr zusammenpassen?

Der Druck ist vielleicht eine der Komponenten, die letztlich über die Leistung auf dem Eis entscheiden. Aber nicht die wichtigste. Viel wichtiger ist: Ich spüre bei den Spielern wieder eine ganz andere Einstellung als letztes Jahr. Alle haben gemerkt, dass sie letzte Saison vielleicht ein bisschen zu sehr gedacht hatten, es werde dann schon alles von alleine klappen. Nun haben sie sich wieder dazu entschlossen, hart zu arbeiten. Es weht ein frischer Wind in dieser Gruppe.

 

 Im Team gab es wenige Wechsel. Wie schätzen Sie die Stärke der Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison ein?

Es ist sehr positiv, was uns Kamerzin und Fritsche, die letztes Jahr während der Saison zu uns gestossen sind, ins Team gebracht haben. Die zähle ich deshalb auch noch als halbe Neuzugänge. Tambellini ist natürlich momentan schwierig einzuschätzen. Aber ich hoffe, dass er sein bestes Eishockey möglichst schnell wiederfinden wird. Und Nyffeler im Tor bringt uns sicher viel. Aufder Goalieposition sind wir dieses Jahr auf jeden Fall stärker als letzte Saison. Erstens haben wir mit Nyffeler den besseren zweiten Goalie, zweitens ist Conz viel besser in Form.

 

 Nicht jeder Abgang ist durch einen Zuzug kompensiert worden. Das Team ist somit kleiner als letztes Jahr. Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie schnell einmal ein Problem haben, wenn sich zwei, drei Spieler verletzen?

Unser Budget ist nun einmal, was es ist. Wir mussten auf diese Saison hin wichtige Spieler weiter unter Vertrag behalten. Die Konsequenzen waren, dass wir einige unserer Spieler weggehen lassen mussten und mehr auf Junge setzen müssen. In der Verteidigung bin ich zuversichtlich, dass diese Taktik gut aufgehen wird. Montandon entwickelt sich gut. Ich denke, dass er die Rolle als achter Verteidiger gut ausfüllen kann. Und auch Wildhaber macht einen guten Eindruck.

 

 Und wie schätzen Sie die Situation im Sturm ein?

Da haben wir ein bisschen mehr Mühe. Es gibt zwei, drei Junge, die problemlos ein, zwei Spiele in der NLA absolvieren können. Aber wirklich eine Rolle im Team können sie nicht übernehmen. Deshalb ist es wichtig, dass beispielsweise ein Brügger zu alter Stärke zurückfindet. Er hat zwei schwierige Jahre mit vielen Verletzungen hinter sich. Aber wenn er seine Form wieder findet, ist er einer, der überall spielen und einspringen kann und dadurch sehr nützlich ist. Wichtig ist aber auch festzuhalten: Viele Teams haben mittlerweile sehr viele Spieler unter Vertrag. Sollten wir ernsthafte Verletzungssorgen haben, werden wir sicher einen zusätzlichen Spieler finden. Der Markt dazu ist da.

 

 In den letztjährigen Playoffs schien die Verteidigung höchsten Aufgaben nicht gewachsen zu sein. In dieser Saison ist die Defensive quasi dieselbe. Warum sollte die Qualität plötzlich gross genug sein, um um den Titel mitspielen zu können?

Man kann nicht der Verteidigung die Schuld für die Halbfinal-Niederlage gegen Kloten in die Schuhe schieben. Es hat überall etwas nicht gestimmt. Conz hielt nicht so stark wie im Jahr zuvor, und die Stürmer waren nicht konsequent genug und schossen zu wenig Tore. Ich bin überzeugt, dass die Qualität unserer Verteidigung hoch genug ist.

 

 Letzte Saison, im Jahr eins nach dem Abgang von Captain Shawn Heins, wurde wiederholt mangelnder Leadership in der Mannschaft bemängelt. Hat sich das gebessert?

Ja, andere Spieler haben ihren Platz allmählich gefunden, einige können nun besser mit ihrer Rolle umgehen. Dubé und Kwiatkowski sind wichtige Leader, Timo Helbling muss ebenfalls mehr Verantwortung übernehmen. Oder auch Thibaut Monnet. Möglich, dass er nicht mehr mit der Nationalmannschaft spielt und sich so voll auf uns konzentrieren kann. Bykow und Sprunger hatten letztes Jahr ebenfalls nicht ihre beste Saison. Sie müssen das Team auf dem Eis ebenfalls wieder mehr mitreissen. Ich bin zuversichtlich.

 

 Was bereitet Ihnen für die kommende Saison am meisten Sorgen?

Spezifische Sorgen habe ich keine. Wie gesagt: Auf der Goalie-Position sind wir besser besetzt als letztes Jahr. In der Defensive haben wir vielleicht nicht zehn, aber sicher acht Spieler, die wir einsetzen können. Und im Sturm könnte man zwar immer noch den einen oder anderen zusätzlichen Skorer gebrauchen. Aber ich denke, dass wir in der Offensive dennoch über genügend verschiedene Waffen verfügen.

 

 Letztes Jahr hatten Sie zu Beginn der Saison den Spielern mehr Selbstverantwortung übertragen wollen. Später hatten Sie gesagt, dass Sie letztlich noch nie so viel eingreifen mussten wie in der vergangenen Saison, weil offenbar nicht alle Spieler damit umgehen konnten. Wie handhaben Sie es in dieser Saison?

Eigenverantwortung ist wichtig. Ich bin überzeugt, dass es einen positiven Effekt auf eine Mannschaft hat. Am Schluss liegt es an den Spielern, auf dem Eis die Leistung zu bringen. Dessen sind sich die Spieler auch bewusst. Natürlich kannst du als Trainer immer die Peitsche auspacken. Aber wenn das nicht immer notwendig ist, dann umso besser. Bisher gefallen mir Einstellung und Leistung der Spieler gut. In Sachen Energie und Tempo ist das Training viel besser als in der letzten Saison. Das stimmt mich zuversichtlich.

 

 Viele andere Mannschaften haben aufgerüstet. Wen sehen Sie in der Favoritenrolle?

Ich traue den ZSC Lions absolut zu, dass sie das Zepter gleich wieder übernehmen. Dann gibt es einige Verfolger, allen voran Bern. Der SCB hat auf diese Saison hin viel investiert und mit Holloway, Kobasew, Blum und Rüfenacht zahlreiche gute Spieler verpflichtet. Die Berner haben sicher genügend Talent, um wieder ganz oben zu sein.

 

 Aufgerüstet hat auch der EV Zug, der vielerorts zum Transfersieger erkoren wurde. Was trauen Sie den Zugern zu?

Sie sind sicher viel besser als letztes Jahr. Mit der Verpflichtung von Tobias Stephan haben sie nun endlich einmal Ruhe auf der Torhüterposition. Das wird der Mannschaft ein ganz neues Selbstvertrauen verleihen. Zudem haben sie auch viel mehr Offensivwaffen zur Verfügung als letztes Jahr. Aber dennoch schätze ich Zug noch nicht ganz so stark ein wie die beiden Favoriten Bern und Zürich.

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