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«Ich war so nervös und bewegt, da musste ich vor der Kamera weinen»

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Die quirlige Noa gestikuliert und erzählt begeistert von ihrem sommerlichen Erlebnis mit ihrer Familie – fast ohne Luft zu holen. «Sobald das Mikrofon an Noa befestigt war, gab es kein Halten mehr», sagt die Mutter Sara Buchs mit einem Grinsen. Familie Buchs-Brechbühl aus Wünnewil wurde vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF in die Sommerferien nach Namibia begleitet (siehe Kasten). Die Aufnahmen waren für das Format «SRF bi de Lüt» bestimmt. Die Kamera habe nicht gestört, so Buchs. «Wir mussten nie gestellte Szenen spielen. Es waren ganz normale Ferientage – sie wurden einfach dokumentiert.»

Zwei Sätze per E-Mail

Die zwei Schwestern Noa Nii­lon­ga und Mai Magano Buchs sowie ihre Mutter sind schon seit geraumer Zeit begeisterte «SRF bi de Lüt»-Zuschauer. Als sie eines Tages erneut am Freitagabend für die Sendung vor dem Fernseher sassen, lasen sie in einem eingeblendeten Balken die Aufforderung, Familien mit besonderen Sommerplänen sollen sich beim SRF melden. «Die Kinder sprangen sofort auf und baten mich, dem Fernsehen zu schreiben», erzählt Sara Buchs. So habe sie knappe zwei Sätze in ihr Handy getippt und diese per Mail versandt. «Am Montag klingelte schon das Telefon mit der Meldung, ein Redaktor vom SRF würde gerne vorbeischauen.»

Nach dem Treffen sei alles ziemlich schnell vonstattengegangen. «Rund drei Monate vor unserer Abreise wussten wir, dass uns ein Fernsehteam begleiten wird», sagt Buchs.

Vertrautes Verhältnis

Jan Fitze war der SRF-Redaktor, der das Projekt betreute und mit einer Tonfachfrau mit nach Namibia reiste. «Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden, und die Zusammenarbeit war sehr unterhaltend», sagt Buchs. Doch habe sich dieses vertraute Verhältnis auch als tückisch herausgestellt: Da die privaten Gespräche mit Jan Fitze sehr locker verlaufen seien und er auch die Interviews geführt habe, habe sie vor der Kamera auch Dinge gesagt, die sie ansonsten nicht erwähnen würde. «Es waren nicht tragische Aussagen, und auch wenn, ich hätte sie streichen lassen dürfen», sagt Buchs. Die ältere Tochter Mai habe sich da viel vorsichtiger verhalten. «Ich hatte keine Mühe mit dem Mikrofon und der Kamera», schreit die kleine Noa zum Thema dazu, und die Familie muss lachen. Bruno Brechbühl wurde nur anfangs interviewt, da er während der Namibia-Reise in der Schweiz blieb.

Positive Rückmeldungen

Vor und während den Dreharbeiten sei die Zeit meist unbeschwert gewesen. Nach den Aufnahmen habe sie sich aber ihre Gedanken gemacht, sagt Sara Buchs. So beschäftigten sie die Aufnahmen vom Eidgenössischen Jodlerfest in der Walliser Stadt Brig-Glis, wo das Fernsehteam sie und ihre Gruppe Alphornklänge Sense bei einem Auftritt vor der Jury gefilmt hatte. Direkt danach sei das Team neugierig für Fragen bereitgestanden. «Dies war mein erster Wettkampf. Ich war so nervös und danach unglaublich bewegt von der ganzen Situation, da musste ich vor der Kamera weinen», erzählt Sara Buchs verlegen. Doch die Sorgen verflogen schnell: Mehrere Leute bestätigten ihr, dass sie selbst von der Szene sehr bewegt gewesen seien, als diese im Fernsehen ausgestrahlt wurde. «Da war ich sehr ­erleichtert.»

Das Projekt habe sie als Familie noch stärker zusammengeschweisst: «Wir mussten Dinge erklären, die wir zuvor nie in Worte gefasst hatten.» Dadurch hätten sie als Familie vieles reflektiert und sich nochmals besser kennengelernt. Heute Freitag geht es weiter mit einer nächsten Folge von «SRF bi de Lüt». Die Familie Buchs-Brechbühl allerdings wird sie erst am Samstag anschauen: «Am Freitag spielt Gottéron. Da lassen wir nichts dazwischenkommen.»

Zur Geschichte

Drei Jahre in Namibia

Bruno Brechbühl und Sara Buchs arbeiteten drei Jahre lang auf einer namibischen Missionsstation namens Oshikuku, dies für die Organisation Interteam mit Sitz in Luzern. Die Organisation engagiert sich für nachhaltige Entwicklungsarbeit; so bildete Buchs beispielsweise Lehrpersonen in Geografie aus, und Brechbühl arbeitete in einer Lehrlingswerkstatt als Lehrmeister für Maurer, Sanitärinstallateure und Schweisser. Die älteste Tochter Mai Magano wurde in Namibia geboren, die jüngere Noa Niilonga in der Schweiz. Diesen Sommer reisten die zwei Töchter und Sara Buchs zurück nach Namibia, um dort fünfeinhalb Wochen lang das Land zu bereisen. Zuerst besuchten sie eine alte Jauner Freundin, Fabienne Schuwey, die zurzeit in Namibias Hauptstadt Windhoek wohnt. Sie reiste ebenfalls mit der kleinen Familie mit, die Namibia erkundigte und die Missionsstation besuchte. Insgesamt 19 Tage begleitete das SRF-Team sie auf ihrer Reise und dokumentierte ihre Erfahrungen. Heute geht es mit der dritten Folge der neuen Staffel «SRF bi de Lüt – Familiensache» auf SRF1 weiter.

jp

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