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«Ich weiss, wie sie ticken»

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Der Weg von Flavio Schmutz in die Nationalliga A war kein gewöhnlicher. Von Pikes EHC Oberthurgau wechselte er in der Saison 2011/12 in die schwedische Junioren-Liga zu Västerås, wo Schmutz bis 2014 blieb, ehe er in die Schweiz zurückkehrte. Die taktische Ausbildung im hohen Norden lässt sich bei Schmutz auch bei Got­téron gut erkennen. Der 22-jährige St. Galler ist ein klassischer Zweiweg-Center, der eine gute Spielübersicht mitbringt und in der Defensive verlässlich ist. Das gewissenhafte Spiel von Schmutz kam zuletzt zum Tragen, als die Freiburger einige Ausfälle zu beklagen hatten. So führte er etwa in der Champions Hockey League erfolgreich eine Linie mit den Elite-Junioren Nelson Chiquet und Robin Fuchs an. «Ich habe diese Verantwortung gerne übernommen, das liegt mir», sagt Schmutz, der sich in dieser Rolle keineswegs degradiert fühlt. «Ganz im Gegenteil, ich mache das gerne.»

Der eine Fehler zu viel

Weil sich Gottérons Lazarett mittlerweile gelichtet hat (siehe Kasten), erhält Schmutz heute gegen die SCL Tigers mit den beiden Schweden Mattias Ritola und Anton Gustafsson erfahrenere Mitspieler. «Das heisst aber nicht, dass ich mich nun unterordne. Mit diesen beiden Routiniers an meiner Seite werde ich genau gleich viel Verantwortung übernehmen.» Die Linienzusammenstellung von Trainer Larry Huras ist gewiss kein Zufall. «Dank meiner Vergangenheit weiss ich, wie schwedische Spieler ticken. Zudem unterhalten wir uns oft in ihrer Landessprache.»

Die neu formierte Schweden-Linie will heute ihren Teil dazu beitragen, dass Gottéron die dringend benötigten Punkte holen kann. «Auch wenn man eigentlich nicht daran denken sollte, wissen wir natürlich im Unterbewusstsein, dass wir siegen müssen. Diese Gedanken müssen wir unterdrücken und unser Spiel 60 Minuten durchziehen, dann stehen unsere Chancen gut», hält Schmutz fest. Am Dienstag in Bern gelang dies den Freiburgern nicht ganz, kurz vor Ende kassierten sie noch das 2:3. «Wir waren dran, haben dann aber den einen Fehler zu viel gemacht. Bei uns braucht es momentan eben sehr viel, um zu gewinnen, während es beim SCB wie von alleine geht. Die Berner müssen nicht studieren und wissen, dass sie nach 60 Minuten als Sieger vom Eis gehen werden.»

Der Glaube ist da

Während der Schweizer Meister dementsprechend vorneweg marschiert, treten die Freiburger unter dem Strich auf der Stelle. «Es ist nicht einfach, aber die Stimmung in der Mannschaft ist dennoch sehr gut. Das liegt auch am Trainer, der seine Sache sehr gut macht», sagt Schmutz, der zusätzlich zu der ungemütlichen Tabellenlage auch noch mit seiner ungewissen persönlichen Zukunft umzugehen hat. «Es laufen Gespräche. Mir gefällt es hier in Freiburg wirklich sehr gut. Aber die Situation stresst mich jetzt noch nicht.»

Wichtiger ist ihm zurzeit sowieso, dass er viele gute Ansätze im Spiel Gottérons sieht. «Es fehlt oft nicht viel, selbst bei einem 0:4 wie gegen den EV Zug. Auch gegen einen SC Bern, der einen Lauf hat, gingen wir nicht unter. Es braucht das Quäntchen Glück, und wir können eine Serie starten, um aus diesem Loch herauszukommen. Der Glaube daran ist jedenfalls da.»

Ein nächster Schritt aus dem Tief soll also mit einem Erfolg gegen Langnau folgen. «Die Taktik von Huras ist auf Schnelligkeit ausgelegt. Defensiv aggressiv spielen, mit Speed über die Mittelzone und dann gradlinig aufs gegnerische Tor ziehen, so lautet das Rezept. Das Problem ist, dass wir im Augenblick zu wenige Tore erzielen. Wir müssen deshalb noch härter aufs Tor zuarbeiten.»

Vorschau

Mit vier Ausländern im Sturm gegen die SCL Tigers

Gottéron dürfte im heutigen Heimspiel (19.45 Uhr) gegen die SCL Tigers zum ersten Mal in dieser Saison mit vier ausländischen Stürmern spielen. Greg Mauldin, der am Dienstag in Bern hatte pausieren müssen, ist ebenso einsatzbereit wie der Schwede Mattias Ritola, der sich von seinem Fingerbruch erholt hat. Das gestrige Training liess jedenfalls darauf schliessen, dass Verteidiger Alexandre Picard überzählig sein wird. Der Amerikaner Mauldin wird mit den beiden Tschechen Cervenka und Birner eine Angriffslinie bilden, derweil Ritola an der Seite von Gustafsson und Schmutz stürmen wird. Die beiden weiteren Trios bestehen einerseits aus den drei Freiburger Eigengewächsen Bykow, Sprunger und Mottet, andererseits aus Neuenschwander, Rivera und Neukom. Im Tor dürfte heute erneut Benjamin Conz stehen. Nicht dabei sind gegen die Tigers und morgen in Zürich John Fritsche, der nach seinem Comeback am Dienstag wieder leicht angeschlagen ist, sowie Lorenz Kienzle. Mit der Rückkehr des Verteidigers wird nächstes Wochenende gerechnet.

fs

 

Der heutige Gegner

Fakten zu den Tigers

Mit einer Erfolgsquote von 79,1 Prozent weisen die SCL Tigers das drittschlechteste Boxplay der Liga auf. Schlechter sind nur Servette und… Gottéron.

Die Emmentaler haben vier der letzten fünf Spiele im St. Leonhard verloren.

Die Tigers schiessen durchschnittlich 29-mal pro Match auf das gegnerische Tor und damit so wenig wie keine andere NLA-Mannschaft.

Der Kanadier Chris DiDomenico ist mit 7 Toren und 12 Assists der Topskorer der SCL Tigers.

Der morgige Gegner

Fakten zu den Lions

Von den letzten zwölf Heimspielen gegen Gottéron verloren die Lions deren acht.

Die Zürcher gingen bereits achtmal mit nur einem Tor mehr als der Gegner als Sieger vom Eis.

Dreimal konnten die Lions im letzten Drittel ein Spiel noch wenden.

1,95 Gegentore kassiert ZSC-Goalie Lukas Flüeler im Schnitt, das sind die wenigsten der regelmässig eingesetzten Torhüter.

Topskorer ist Roman Wick (9 Tore, 11 Assists).

 

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