Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ich werde mich auf andere Art einbringen»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Der Rücktritt von Jürg Stähli ist für mich und die anderen Gemeinderäte überraschend gekommen», sagte der Schmittner Ammann Hubert Schafer (CVP) am Mittwoch auf Anfrage. Der Gemeinderat habe bisher erst zwei Sitzungen gehabt. Darin sei es vor allem um die Regelung administrativer und konstituierender Dinge gegangen. «Wir haben weder über strategische Themen diskutiert, noch Entscheide getroffen.» Bei der Verteilung der Sitze in den verschiedenen Kommissionen spielte die Wählerstärke der Parteien eine Rolle. «Wir haben stets geschaut, eine möglichst faire Verteilung zu erzielen.» Da Jürg Stähli (SVP) seine Demission mit persönlichen Motiven begründete, habe der Gemeinderat nicht weiter nachgefragt. «Wir müssen den Entscheid akzeptieren und vorwärtsschauen.»

Mehrheit entscheidet

Jürg Stähli hatte den FN am Montagabend gesagt, dass es für ihn im Gemeinderat aus verschiedenen Gründen nicht stimme und dass der Gestaltungsspielraum viel kleiner sei, als er erwartet habe (FN vom Mittwoch). «Vielleicht hatte er andere Vorstellungen», so der Ammann. «Der Gemeinderat Schmitten ist ein Gremium mit neun Personen. Traktanden werden behandelt, Anträge gestellt und Entscheide gefällt. Einer allein kann in einem Gemeinderat nicht viel bewegen, es braucht dazu eine Mehrheit», sagt Hubert Schafer und weist darauf hin, dass die SVP mit drei Vertretern am meisten Sitze in der Schmittner Gemeindeexekutive innehat.

Nachfolge geklärt

Einen Tag, nachdem seine Demission aus dem Gemeinderat bekannt geworden ist, mag SVP-Gemeinderat Jürg Stähli den Schritt nicht mehr gross kommentieren. «Vielleicht später, bei anderer Gelegenheit», sagte er gestern den FN auf Anfrage.

Auf der Liste der SVP war Claudia Bouhoula nach den Wahlen die einzige Verbleibende. Die 29-jährige Bankkauffrau ist nach dem Rücktritt Stählis von der Gemeindeverwaltung kontaktiert worden und hat gestern Nachmittag zugesagt, das Amt zu übernehmen. Er freue sich jedenfalls, dass nun eine zweite Frau im neunköpfigen Rat tätig sein wird, sagt Jürg Stähli dazu. «Mit einer guten Frauenvertretung fallen alle Entscheide besser aus.» Das habe er in seiner Zeit als Leiter der Raiffeisenbank Sensetal oftmals festgestellt. «Ich werde mich auf andere Art einbringen», sagt er zur Frage, wie wohl seine Wähler auf seine Demission reagieren. Er sei seit kurzem Co-Präsident des Gewerbevereins Schmitten, sagt Jürg Stähli. In dieser Funktion könne er für seine Wählerschaft etwas erreichen. Der 56-Jährige hatte bei den Gemeindewahlen als politischer Neuling ein Glanzresultat erreicht; Stimmen habe er von vielen Gewerbetreibenden erhalten.

 Besser jetzt als später

Von der SVP Schmitten will niemand den Entscheid kommentieren. Liliane Marchon, Präsidentin der SVP Sense, sagt, dass der Rücktritt von Jürg Stähli zwar nicht gerade glücklich sei. Sie denke aber nicht, dass dies der Partei schaden werde. «Wir haben ja eine Nachfolgerin für das Amt.» Dass die Demission bereits so kurz nach den Wahlen erfolgte, sei vielleicht nicht ganz üblich. «Aber besser jetzt als später.» Es sei ein persönlicher Entscheid von Jürg Stähli, so Liliane Marchon.

Mehr zum Thema