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«Ich will nicht Staatsrat werden»

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Nicolas Bürgisser, Sie haben die CSP 2006 verlassen, weil diese Sie nicht als Kandidaten für das Oberamt nominieren wollte. Weshalb sind Sie wieder einer Partei beigetreten?

Das war ein langer Prozess. Für mich war jedoch immer klar, dass ich wieder einer Partei beitreten möchte.

 

 Weshalb haben Sie sich für die FDP entschieden?

Ich habe in der FDP viele Freunde, und ihr liberales Gedankengut entspricht meinem. Ich habe auch nicht das Gefühl, etwas verändert zu haben. Als ich in den 1980er-Jahren der CSP beitrat, war das eine Mitte-rechts-Partei. Sie wurde zunehmend linker, das hat mir nicht mehr entsprochen. Da bin ich übrigens nicht der Einzige, viele haben die CSP deswegen verlassen.

 

 Die CSP kam für Sie also nicht mehr infrage. Wie war es mit CVP und SVP?

Ich habe auch zu diesen Parteien gute Kontakte. Doch wie gesagt, die FDP war mir am nächsten.

 

 Sind Sie auf die FDP zugegangen, oder die FDP auf Sie?

Die Partei kam auf mich zu. Sie hat mich schon seit längerem umgarnt.

 

 Sie sind der Partei bereits vor einem Jahr beigetreten. Weshalb haben Sie das nie kommuniziert?

Ich denke nicht, dass das die Leute wirklich interessiert. Viele wussten es aber auch, zum Beispiel der Staatsrat oder andere Parteien. Die Parteizugehörigkeit hat schlicht keinen Einfluss auf meine Arbeit als Oberamtmann. Wenn ich ein Baugesuch erteile oder eine Busse unterschreibe, hat das nichts mit meiner Partei zu tun. Und wenn mich andere Parteien zu ihren Veranstaltungen einladen, besuche ich diese natürlich nach wie vor.

 

 Sie haben die CSP verlassen, um Oberamtmann zu werden. Jetzt sind Sie der FDP beigetreten und liebäugeln mit einem Grossratsmandat. Sind Sie Opportunist?

Nein. Natürlich, um Grossrat zu werden, muss man auf einer Liste stehen und das ist einfacher als Parteimitglied. Aber ich muss nicht unbedingt Grossrat werden, ich war das ja schon zehn Jahre lang.

Es ist auch möglich, dass ich mich nach meinem Rücktritt als Oberamtmann 2016 ganz aus der Politik zurückziehen werde. Wir haben die Grossratskandidatur noch nicht besprochen.

 

 Sie sind jedoch ein möglicher Nachfolger von Grossrat Ruedi Vonlanthen.

Wie gesagt, wir haben darüber noch nicht gesprochen. Es ist nicht sicher, dass ich tatsächlich als Grossrat kandidieren werde.

 

 Wie sieht es mit anderen politischen Ämtern aus?

Ich will nicht Staatsrat werden. Das fragen mich die Leute immer. Aber ich will es wirklich nicht.

Und Nationalrat?

Dieser Posten ist durch Jacques Bourgeois besetzt. Die FDP ist zu klein, um einen zweiten Sitz zu erhalten.

 

 Aber das Amt würde Sie reizen?

Sehen Sie, diese Frage stellt sich einfach nicht. Der Sitz ist besetzt. Und ich bin nicht einer, der in der Politik ganz nach oben muss. Grossrat und Oberamtmann, beides hat mir gefallen, aber es gibt auch noch ein Leben ausserhalb der Politik.

 

 Wie sehen denn Ihre beruflichen Ziele nach dem Oberamtsmandat aus?

Wenn sie mich nehmen, möchte ich gerne zurück an die Gewerbliche und Industrielle Berufsfachschule Freiburg. Dort habe ich zuvor unterrichtet und das hat mir sehr gut gefallen.

«Es gibt auch noch ein Leben ausserhalb der Politik.»

Nicolas Bürgisser

Oberamtmann des Sensebezirks

Zur Person

Für CSP im Grossrat, parteilos ins Oberamt

Nicolas Bürgisser war von 1996 bis 2006 Mitglied des Grossen Rates als Vertreter der CSP. Da diese ihn nicht als Kandidaten für die Oberamtswahlen 2006 nominieren wollte, verliess er die CSP und kandidierte parteilos. Mit Erfolg: Im zweiten Wahlgang wurde er im November zum Oberamtmann des Sensebezirks gewählt. Verlief diese Wahl noch knapp, wurde er 2011 umso deutlicher mit über 80 Prozent wiedergewählt. Nicolas Bürgisser ist 1963 geboren und in Düdingen aufgewachsen. Er lebt mit seiner Familie in Giffers.mir

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