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«Ich wollte unbedingt in der Schweiz spielen»

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«Er wird noch sehr wertvoll für uns sein», sagte Trainer Larry Huras gestern nach dem ersten Training von Ryan Vesce. «Man hat sofort gemerkt, dass er über viel Persönlichkeit verfügt, er hat eine sehr offene Art und wird viel positive Energie in die Kabine bringen.» Es sei kein Zufall, dass er in seiner Karriere schon zweimal Captain seines Teams gewesen sei. Tatsächlich reicht ein siebenminütiges Gespräch mit Vesce aus, um zu merken, dass der 34-jährige Amerikaner mehr Leaderqualitäten mitbringen wird als der zurückhaltende Schwede Mattias Ritola, dessen Platz im Kader Vesce einnimmt. Klappt alles Administrative, wird der Center heute Abend zwischen Killian Mottet und Greg Mauldin sein Debüt im Gottéron-Dress geben.

Ryan Vesce, wie war Ihr erstes Training mit Gottéron?

Gut, mit Greg Mauldin ist einer meiner Linienpartner sogar ebenfalls Amerikaner. Das erleichtert, ehrlich gesagt, die Integration und Kommunikation. Greg und ich haben übrigens als Junioren gegeneinander gespielt.

Hand aufs Herz: Was haben Sie vor Ihrer Unterschrift bei Gottéron über Freiburg gewusst?

Mike Knoepfli ist ein guter Freund von mir, ich weiss nicht, ob Sie sich an ihn erinnern?

Ja, er spielte zwischen 2008 und 2013 für Gottéron.

Jedenfalls liebte er Freiburg. Ich wusste deshalb, dass es eine schöne Stadt ist. Aber unter amerikanischen Eishockeyspielern herrscht ohnehin die Meinung: Überall in der Schweiz ist es gut. Es ist so ein wunderbares Land. Deshalb war mir klar: Wo immer ich auch hingehe, es wird ein guter Ort sein.

Sie wechseln zum Tabellenletzten. Da stellt sich die Frage: Warum tun Sie sich das an? Hatten Sie keine anderen Angebote?

Ich hatte einige Offerten von Teams aus anderen Ligen. Aber ich wollte unbedingt in der Schweiz spielen, deshalb habe ich abgewartet und bin nun froh, dass es geklappt hat.

Sie wechselten auf diese Saison hin zu Traktor Tscheljabinsk, absolvierten dort aber nur gerade sieben Spiele. Was lief falsch in Russland?

Es war eine verrückte Situation. Der Trainer hielt offensichtlich nicht viel von ausländischen Spielern. Die Saison war noch jung, und es war erst Oktober, da entliess er bereits drei oder vier Ausländer (unter anderen Michal Birner, Red.). Geholt hatte mich der General Manager; offensichtlich war das nicht mit dem Trainer abgesprochen, denn der wollte bloss seine russischen Spieler.

Was haben Sie seit Ihrer Entlassung im Herbst gemacht?

Ich ging nach Hause in die USA. Dort hielt ich mich fit, nahm dann Ende Dezember mit Lugano am Spengler Cup teil und trainierte in den letzten zwei Wochen mit dem HC Davos.

Die zwei Wochen in Davos waren ein Try-Out. Warum haben Sie am Ende nicht dort unterschrieben, sondern in Freiburg?

In erster Linie, weil sich bei Davos die Verletzten schneller erholten, als die Verantwortlichen zunächst angenommen hatten. Das hat die Situation verändert, Davos brauchte letztlich gar keinen ausländischen Spieler mehr.

Gottéron ist in einer sehr schwierigen Situation. Wie werden Sie dem Team zu helfen versuchen?

Ich werde versuchen, die Offensive der Mannschaft zu verstärken, mich auf der Anzeigetafel bemerkbar zu machen. Und natürlich werde ich tun, was immer der Trainer von mir verlangt.

Welches sind Ihre Hauptstärken?

Ich bin ein smarter Spieler, der das Spiel gut lesen kann. So werde ich versuchen, meine Spieler gut in Szene zu setzen und gute Offensivaktionen zu kreieren. Ich kann mir vorstellen, dass mein Stil gut in die Schweizer Liga passt, am Spengler Cup fühlte ich mich jedenfalls sehr wohl in der Mannschaft – das könnte passen.

Sie sind am Mittwoch in Freiburg angekommen. Wohnen Sie noch im Hotel?

Nein, der Club hat mir bereits eine Wohnung zur Verfügung gestellt.

Ist Ihre Familie bereits hier?

Nein, meine Frau und meine drei Kinder sind im Moment noch in Florida. Aber sie kommen vielleicht im Februar nach.

Haben Sie vor, über diese Saison hinaus in der Schweiz zu bleiben?

Ja, ich habe meine Zeit in der Schweiz bis jetzt sehr genossen. Zunächst einmal bin ich froh, bis Ende Saison hier sein zu dürfen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht.

Vorschau

Vier ausländische Stürmer gegen das Team der Stunde

Für Gottéron steht heute (19.45 Uhr, St. Leonhard) ein sehr schwieriges Heimspiel an: Die Freiburger treffen auf den Lausanne HC. Die Waadtländer sind in dieser Saison die Überraschungsmannschaft, zuletzt gewannen sie neunmal in Folge. Was macht Lausanne so stark? «Vieles fängt beim Torhüter an», sagt Gottéron-Trainer Larry Huras. «Huet ist immer noch einer der besten Torhüter der Liga. Wir müssen für viel Verkehr vor ihm sorgen, wenn wir ihn bezwingen wollen.»

Um für mehr offensive Gefahr zu sorgen, wird Gottéron heute aller Voraussicht nach mit vier ausländischen Stürmern spielen. Der kanadische Verteidiger Alexandre Picard ist überzählig. Die am Dienstag krankgemeldeten Marc Abplanalp, Daniel Steiner und Andrea Glauser kehren ins Team zurück. Abplan­alp spielt an der Seite von Yannick Rathgeb, Glauser dürfte siebter Verteidiger sein und unter anderem im Power­play zum Einsatz gelangen. Fehlen werden weiter die verletzten Andrei Bykow, Sebastien Schilt und Mathieu Maret. Schilt und Maret standen gestern immerhin auf dem Eis.

fm

Gottéron – Lausanne 19.45 Bern – Ambri-Piotta 19.45 Lugano – Kloten 19.45 Biel – Langnau 19.45 ZSC Lions – Servette 19.45

Der heutige Gegner

Fakten zu Lausanne

• Lausanne hat alle vier bisherigen Saisonduelle gegen Gottéron gewonnen.

• Lausanne hat bereits 41 Power­play-Tore erzielt und braucht in Überzahl im Schnitt nur 6:35 Minuten, um zu treffen – beides Ligabestwerte.

• Sportchef Jan Alston bewies diese Saison ein gutes Händchen bei der Ausländersuche. Stürmer Dustin Jeffrey (38 Punkte, Plus-12-Bilanz) und Verteidiger Jonas Junland (31 Punkte, Plus-12-Bilanz) sind die Zugpferde des Teams.

fm

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