Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ich wünschte, ich wäre früher dazu gekommen»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mares Jans, 2003 sind Sie als Leiterin des Marionettenmuseums in Pension gegangen, 2008 jedoch noch einmal zurückgekehrt. Jetzt wollen Sie aber endgültig aufhören?

Ja, obwohl ich die Welt der Marionetten und die Arbeit für das Museum immer noch liebe. Aber mein ehrenamtlicher Einsatz für das Museum hat mich in den letzten Jahren viel Zeit und Energie gekostet. Mit 72 Jahren möchte ich diese nun anders einsetzen: um meine Partnerschaft zu pflegen und mich persönlichen Angelegenheiten zu widmen.

 

 Warum haben Sie sich denn so lange für das Museum engagiert?

Ich bin keine Konservatorin, sondern ausgebildete Buchhändlerin und Absolventin einer Kunstgewerbeschule. Mit dem Museum bin ich zuerst als Aufsichtsperson in Berührung gekommen. In den Stunden, die ich hier verbrachte, habe ich viele Bücher über Marionetten gelesen und so allmählich die Bedeutung der Sammlung des Museums erkannt. Diese umfasst mittlerweile fast 4000 Objekte. Als Museumsleiterin wollte ich diesem brachliegenden Schatz mehr Schwung verleihen.Je mehr ich über die Marionetten gelernt habe, umso grösser wurde meine Faszination. Oft habe ich mir gewünscht, ich wäre früher dazu gekommen …

 

 Haben Sie in der umfangreichen Sammlung ein Lieblingsobjekt?

So kann ich das nicht sagen, dazu hat es einfach zu viele schöne Figuren! Grundsätzlich mag ich alles mit viel Geschichte, zum Beispiel die chinesischen Schattenfiguren oder die Marionetten aus Indien. Auch von Schweizer Puppenspielern besitzt das Museum bemerkenswerte Figuren. Da denke ich etwa an Else Hausin, Erich Weiss, Jakob und Kathrin Flach oder Beatrix Nicolai.

 

 Was wird Ihnen aus Ihrer Zeit beim Museum besonders in Erinnerung bleiben?

Obwohl immer noch viel zu tun ist, hat sich das Museum in diesen Jahren stark entwickelt. Dank der Unterstützung der Loterie Romande konnten wir einige Sanierungsarbeiten am Gebäude vornehmen und das Café und das Theater erneuern. Auch die laufende Katalogisierung der Sammlung wird von der Loterie Romande unterstützt. Die Besucherzahlen haben sich sehr erfreulich entwickelt. Dazu beigetragen haben die erweiterten Öffnungszeiten, die wir dank der Zusammenarbeit mit dem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gewährleisten können. Die regelmässige Durchführung von Wechselausstellungen zieht Besucher an, die das Museum bereits kennen. Und auch die Synergien mit dem Café haben uns geholfen.

 Was wünschen Sie dem Museum für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass es seine Ausstrahlung weiter vergrössern kann und vor allem, dass es endlich die finanzielle Unterstützung erhält, die es verdient. Ich denke da vor allem an Stadt und Kanton, die ein Interesse daran haben sollten, das Museum, das immerhin den Titel des Schweizer Figurentheater-Museums trägt, zu unterstützen. Das Schweizer Spielmuseum in La Tour-de-Peilz mit seinen Subventionen wäre in dieser Hinsicht ein gutes Vorbild.

Mehr zum Thema