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Idee hat Bewährungsprobe bestanden

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Idee hat Bewährungsprobe bestanden

Gemeinde Heitenried betreibt seit zehn Jahren ein eigenes Wohn- und Altersheim

Mit dem Betrieb eines Wohn- und Altersheims gibt die Gemeinde Heitenried den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, den Lebensabend, wenn immer möglich, im eigenen Dorf zu verbringen. Die Institution hat am Samstag ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert.

Von ANTON JUNGO

Am 19. November 1984 hat die Gemeindeversammlung von Heitenried mit 96 gegen 4 Stimmen beschlossen, sich dem Gemeindeverband für den Betrieb eines Altersheims im Sense- Mittelland nicht anzuschliessen. «Dieser Entscheid wurde vielerorts mit Kopfschütteln begleitet», erinnerte sich der heutige Ammann Walter Fasel an der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehens des Altersstützpunkts und heutigen Wohn- und Altersheims am Samstagvormittag. Er durfte bei der Feier auch Staatsratspräsidentin Ruth Lüthi, Direktorin für Gesundheit und Soziales, sowie Oberamtmann Marius Zosso begrüssen.

Peter Lauper umrahmte mit seinen Viertklässlern die Feier mit Gedichten, Liedern und Szenen, die von Heimbewohnern und Gästen begeistert aufgenommen wurden.

Tafers schien so weit weg

Heitenried wollte sich aber nicht vor einer Aufgabe drücken, führte er aus und betonte, dass es vielmehr ein psychologisches Problem war. «Die Distanz nach Tafers schien zu weit und man wollte die Betagten nicht einfach aus der Dorfgemeinschaft verdrängen.» Für Mitbürger, die nicht mehr allein zu Hause leben konnten, sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, ihren Lebensabend in der vertrauten Umgebung zu verbringen.

Am 29. November 1993 beschloss die Gemeindeversammlung eine Stiftung Altersstützpunkt Heitenried zu gründen. Schon 1994 wurde mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses begonnen. Die Gemeinde war dabei nur in den Genuss der Bundeshilfe im Sinne des Wohnbauförderungsgesetzes gekommen. In der kantonalen Gesetzgebung sind derartige Institutionen nicht vorgesehen. Am 28. Oktober 1995 konnte der Altersstützpunkt offiziell eröffnet werden. Er umfasst vier Einzimmer-, acht Zweizimmer- sowie eine Vierzimmerwohnung. Dazu kommen Gemeinschaftsräume, ein behindertengerecht eingerichteter Baderaum sowie eine Cafeteria.

Pflege durch Spitex-Dienst

Das Heim wird von Margrit Bürgisser-Brülhart geleitet. Ihr stehen zur Betreuung der Bewohner und zum Unterhalt des Hauses verschiedene Hilfskräfte zur Seite. Die Pflege der Heimbewohner wird durch die Spitex Sense/Flamatt sichergestellt. Sie können ihren Lebensabend im Heim verbringen. Nur selten komme es vor, dass jemand – und dann nur noch für kurze Zeit – ins Pflegeheim nach Tafers umziehen müsse.

Die Mahlzeiten werden aus der Küche des Spitals in Tafers zugeliefert. «Das gibt uns die Möglichkeit, auf spezielle Bedürfnisse der Heimbewohner Rücksicht zu nehmen», erklärt Walter Fasel. Der Fahrdienst, der die Mahlzeiten in Tafers abholt, stellt zugleich auch den Mahlzeitendienst für Personen ausserhalb des Heims sicher.

Gemeinde trägt Defizit

2001 erhielt der Altersstützpunkt mit der Bezeichnung «Wohn- und Altersheim Magdalena» einen neuen Namen. Auch die von der Gemeinde getragene Stiftung hat diesen Namen. Die Gemeinde trägt auch das allfällige Betriebsdefizit. Präsident der Stiftung ist der jeweilige Ammann von Heitenried und der für Soziales zuständige Gemeinderat ist Präsident der Betriebskommission.

Die Gemeinde hat auch ein Betreuungs- und Pflegeleitbild und ein Qualitätssicherungssystem ausgearbeitet. Die Heimbewohner haben freie Arztwahl. Für Personen, die ihre finanziellen Angelegenheit nicht selbst erledigen können, steht ein Ombudsmann zur Verfügung.

Ein wirkliches Bedürfnis

«Vom sozialen Gesichtspunkt aus haben wir eine sehr gute Lösung getroffen», meinte Walter Fasel, der zurzeit die Stiftung Wohn- und Altersheim Magdalena präsidiert. Der Betrieb und Unterhalt dieser Institution sei zwar eine Belastung für die Gemeinde. «Wir bauen aber auch Sportanlagen für die Jungen. Deshalb steht es uns gut an, auch etwas für die Betagten zu tun», hielt er fest.

«In den vergangenen zehn Jahren war das Echo durchwegs positiv», erklärte Walter Fasel. Die Wohnungen seien immer belegt und es kämen auch Anfragen von ausserhalb der Gemeinde. Ein Bedürfnis wäre die Einrichtung eines Ferienzimmers, in welches für einige Zeit Personen aufgenommen werden könnten, die sonst von Angehörigen betreut werden.

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