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IG Guglera muss sich neu formieren

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Die Interessengemeinschaft (IG) Guglera existiert seit zwei Jahren, nun steht ein Wechsel an. «Ich gebe den Posten als Wortführer der IG Guglera aus gesundheitlichen Gründen ab», teilt William Aeby den FN mit. Damit muss sich die IG neu formieren. Wer den Job übernimmt, sei noch nicht klar, sagt der Rechthaltner auf Anfrage.

Knapp zehn Personen engagieren sich heute in der IG Guglera. Der Ursprung der Interessengemeinschaft ist im geplanten Bundesasylzentrum in der Guglera in Giffers zu finden: Die Gruppe sorgt sich wegen der angekündigten Asylbewerber um die Sicherheit rund um das Zentrum, insbesondere von Wanderern und Spaziergängern.

Im Februar hatte die IG angekündigt, deshalb eine Bürgerwehr ins Leben rufen zu wollen. Dies sorgte für grossen Wirbel. Die Kantonspolizei und das Sensler Oberamt pfiffen die IG umgehend zurück (die FN berichteten).

«Es sind Fehler passiert, dieses Wort hätte ich nie in den Mund nehmen dürfen», sagt Aeby dazu. Auch das Profil der IG auf dem sozialen Netzwerk Facebook sei ein Fehler gewesen: «Es hat sich als Falle entpuppt, alle können dort ihre Kommentare abgeben.» Es sei eine Katastrophe gewesen. «Wir haben dies unterschätzt», gibt er zu. Die Betroffenen des IG-Komitees hätten daraus gelernt, ist Aeby überzeugt. Namen will er keine nennen. Ein erstes Facebook-Profil der IG Guglera wurde gemäss Recherche der FN gelöscht. Ein zweites Profil ist nun aktiv; laut William Aeby wird auch dieses Profil in Zukunft nicht mehr existieren.

«Über den Kopf gewachsen»

Auf dem Profil kommt jedoch auch ein kürzlich stattgefundenes Treffen der IG Guglera mit dem Oberamtmann des Sensebezirks, Manfred Raemy, und Vertretern der Kantonspolizei zur Sprache. Es war nicht das erste Treffen und fand letzten Mittwoch statt. In einem Post wird das Gespräch als «konstruktiv» bezeichnet.

Oberamtmann Manfred Raemy bestätigt das Treffen vom Mittwoch mit einem Vertreter der IG Guglera im Gespräch mit den FN. Es sei wichtig, dass die Behörden und die Polizei die Ängste der Bevölkerung ernst nehmen.

Eine IG zu bilden, sei das gute Recht eines jeden Bürgers, betont Raemy. «Ihre Mitglieder haben jedoch nicht mehr Rechte als alle anderen.» Wer der künftige Wortführer der IG sein wird, sei noch offen, erklärt der Oberamtmann. Nach der Provokation vom Februar mit dem Begriff Bürgerwehr habe sich die IG gemässigt, ist Raemy überzeugt: «Sie haben bewusst provoziert, aber dann ist es ihnen über den Kopf gewachsen».

Auch klar ist für den Oberamtmann des Sensebezirks, dass der Bund bei der Bekanntgabe, in der Guglera in Giffers ein Asylzentrum einrichten zu wollen, im Februar 2015 «wenig Fingerspitzengefühl» gezeigt habe.

Interessen bündeln

Eine mögliche und machbare Rolle der IG Guglera sieht Raemy darin, dass die IG als Ansprechpartner für Personen dient, die sich nicht direkt selbst bei der Polizei oder dem Oberamt melden wollen, und dass die IG deren Anliegen bündelt. Damit würde die Aufgabe der IG darin bestehen, beim Oberamt oder der Polizei mit konkreten Wünschen und Sorgen aus der Bevölkerung rund um das Bundesasylzentrum vorstellig zu werden.

Wann Asylbewerber nach Giffers kommen werden, ist jedoch noch offen. «Der Zeitpunkt der Eröffnung lässt sich erst näher bestimmen, wenn die Arbeiten zur Behebung der Wasserschäden abgeschlossen sind und deren Auswirkungen auf den ursprünglichen Zeitplan feststehen. Das ist heute leider noch nicht möglich», schreibt Céline Kohlprath, Kommunikationsverantwortliche des Staatssekretariats für Migration, auf Anfrage.

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