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Ihr Kinderlein kommet! So suchen die Musikgesellschaften nach Nachwuchs

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Genügend junge Talente zu finden war noch nie eine einfache Aufgabe für die zahlreichen Musikgesellschaften im Bezirk. Die Pandemie hat das Problem jedoch verstärkt. Umso weiter gehen einzelne Vereine, um den Nachwuchs ins Orchester zu holen.

Ein Musical, ein Instrumenten-Parcours oder ein Besuch in der lokalen Primarschule. Die Musikgesellschaften im Sensebezirk lassen sich diesen Frühling einiges einfallen, um neue Mitglieder für ihren Verein zu finden.

So auch in Tafers und Alterswil: Dort haben sich die zwei Jungmusiken kurzerhand zusammengetan, um morgen Samstag einen «Zirkus der Instrumente» zu organisieren. Mitgeholfen hat auch Cathrine Marro. Sie ist seit 2014 verantwortlich für die Organisation der Jungmusik Tafers. Als einer der wenigen Musikgesellschaften kämpft Tafers etwas weniger stark mit Nachwuchs-Problemen. «Auch wir merken, dass es in den letzten Jahren schwieriger geworden ist», sagt Marro im Gespräch mit den FN. «Dank unseres gut funktionierenden Vereins haben wir aber während der letzten zehn Jahre sehr viel in die Ausbildung und Rekrutierung unserer Jungen investieren können.»

Ein kleines Konzert für die Primarschülerinnen und Primarschüler soll neue Musiker anlocken.
zvg

Dass dies den meisten anderen Musikgesellschaften nicht so gut gelingt, bestätigt Markus Zollet, Präsident des Musikverbandes Sense. «Die Problematik hat sich immer weiter verstärkt», sagt Zollet. «Die Jungen haben heute eine grosse Auswahlmöglichkeit, wenn es um die Gestaltung ihrer Freizeit geht – das war früher nicht so.» In Form von speziellen Kursen und Musiklagern für Jugendliche versucht der Verband, seine Mitglieder zu unterstützen. Schlussendlich scheint jede Musikgesellschaft aber auf sich selber gestellt zu sein. «Da freut es mich natürlich umso mehr, wenn sich unsere Mitglieder solche kreative Ansätze einfallen lassen», kommentiert Zollet die Musicals in Giffers und Bösingen und den Zirkus der Instrumente in Tafers.

Cathrine Marro kümmert sich seit Jahren erfolgreich um die Jungmusik in Tafers.
Sarah Neuhaus

Haben die Musikgesellschaften es einmal geschafft, junges Talent zu finden, folgt gleich die nächste Herausforderung: den Nachwuchs zu behalten. Bis jemand Teil der Musikgesellschaft wird, kann es bis zu fünf Jahre dauern. «Von zehn Kindern bleiben etwa zwei, die schlussendlich dem Musizieren in der Musikgesellschaft die Freizeit widmen und Freude daran haben», weiss Cathrine Marro. Auch hier muss Verbandspräsident Zollet zustimmen: «Auf dem langen Weg verliert man viele junge Leute.» Man versuche, Abhilfe zu verschaffen. Seit rund fünf Jahren dürfen Anfänger direkt in die sogenannte «Starter Band», um so schon von Anfang an in einer Gruppe spielen zu können und so vom sozialen Aspekt einer Musikgesellschaft zu profitieren.

Markus Zollet ist Präsident des Musikverbandes Sense.
zvg

Das gemeinsame Musizieren ist es auch, was Cathrine Marro seit der fünften Klasse immer wieder zurück in die Musikgesellschaft gebracht hat. «Es ist die perfekte Kombination von Herausforderung und sozialem Austausch», findet Marro. «Jeder trägt ein Stück der Verantwortung, eine Ersatzbank gibt es bei uns nicht. Es kommt auf jeden und jede an.»

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