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Ihr Leben ist die Musik – und das wusste sie bereits mit neun Jahren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: irmgard Lehmann

Vor zwanzig, dreissig Jahren gab es in Deutschfreiburg nur ein paar wenige, die Musik studierten. Dass man nach dem Studium eine Lehr- oder Orchesterstelle fand, war denn auch selbstverständlich. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die Konkurrenz ist da, und ein Blick auf die Listen von Orchestermitgliedern zeigt, woher sie kommt: aus dem Osten und aus Asien.

Als obs ein Popkonzert wär

Und darum ist es ein halbes Wunder, wenn so eine junge Frau wie Caroline Spicher bereits an einer Auslandtournee teilnehmen konnte – obwohl die 23-Jährige noch gar kein Konzertdiplom besitzt: Im letzten Herbst hat sie mit dem Orchester des Stadttheaters Baden bei Wien über fünf Wochen Japan bereist und 18 Mal in Verdis Rigoletto die Flöte gespielt. «Es war himmlisch, einzigartig, einmalig, gigantisch», schwärmt die Musikerin. «Das Publikum hat geklatscht und gejolt wie hier die Fans bei einem Popkonzert», erzählt sie. «Die Japaner lieben die klassische Musik. Allein die Premiere in Takamatsu haben 2000 Personen besucht.»

Wiederum nach Japan

Vor ein paar Tagen hob eine Anfrage die Flötistin ein weiteres Mal «in den siebten Himmel»: Nochmals darf sie auf Japantournee: im August mit Mozarts Oper «Don Giovanni» – über fünf Wochen lang. Caroline Spicher darf sich wirklich «von» schreiben. Denn wer von den vielen Musikerinnen und Musikern, die Jahr für Jahr die Hochschulen verlassen, hat ein derartiges Glück? Doch auch Talent, eiserne Disziplin und Leidenschaft gehören dazu. Zum Vorspiel melden sich nämlich Unzählige, die genau die gleichen beruflichen Qualitäten mitbringen. Letztlich aber zähle das Selbstvertrauen, meint Caroline: «Ich begegne immer wieder hochqualifizierten Musikerinnen und Musikern, die scheitern, weil sie dem Druck nicht standhalten. Man muss sich vor Augen halten, dass es dabei nicht um Leben und Tod geht. Mit dieser Einstellung jedenfalls gelingt es mir, mehr Gelassenheit an den Tag zu legen.»

Trotzdem – wer reüssieren will, muss sich der Sache mit Haut und Haaren verschreiben. Caroline Spicher tat es seit ihrer frühesten Jugend an. Mit neun Jahren hat sie den Eltern erklärt, sie werde Berufsmusikerin. «So wie andere Pilot, Ärztin oder Lehrerin werden wollten», lacht Caroline.

Das Ziel hat sie konsequent befolgt. Sie besuchte im Gymnasium Hofwil bei Bern die Klasse für Talentförderung und absolvierte gleichzeitig an der Hochschule der Künste Bern das Berufsstudium in Querflöte. Das Konzertdiplom ist nun ihr nächstes Ziel. Caroline Spicher übt jeden Tag durchschnittlich vier bis sechs Stunden. «Es ist die einzig Droge, die ich nehme», meint sie schmunzelnd.

Gewusst wie

Der Weg ist hart, die Konkurrenz gross, und Caroline Spicher weiss, wie man es macht: An ihrem Schlüsselbund hängt ein Violinschlüssel samt einem Stick. Dort drauf stehen Curriculum und Fotos von Auftritten und Tourneen. Man weiss ja nie, wann einem unverhofft eine Journalistin den Weg kreuzt oder ein Konzertmanager auftaucht.

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