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«Ihr seid die Könige dieses Tages»

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«Erzwinge deine Chance, ziehe dein Glück an und gehe deinem Risiko entgegen», zitierte Rektor Pierre Marti den französischen Dichter René Char in seiner gestrigen Festrede zur Maturafeier des Gambach-Kollegiums. Das Equilibre war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Maturandinnen und Maturanden trugen schwarze Smokings und festliche Abendkleider, und die Freude über den eben erst erreichten Mittelschulabschluss war allen bestens anzusehen.

«Ihr seid die Könige dieses Tages», so Marti weiter. Nun gelte es aber, sich nicht auf der Maturität auszuruhen. Der heutige Tag sei vielmehr der Anfang einer neuen abenteuerlichen Reise. «Die Summe eures Wissens und eurer Begegnungen wird euch dabei als Reisegepäck dienen», sagte der Rektor. Wissen und Kompetenz seien aber nur das eine. Es sei das kritische Denken, das den Schlüssel zur perfekten Freiheit des Menschseins darstelle.

Im «Haus des Friedens»

Als Gastrednerin war eine aussergewöhnliche junge Freiburgerin eingeladen: Milena Schaller. Die 25-Jährige hat das Nuru-Hospital in Tansania gegründet und thematisierte denn auch in ihrer Ansprache vor allem den Gegensatz zwischen Erster und Dritter Welt. «Ich wünsche mir eine Zeitung, in der wenigstens an einem Tag keine Nachrichten von Krieg und Hunger stehen», so Schaller. «Lediglich auf der letzten Seite solle in grossen Lettern stehen: Heute hat die Welt ihre Unschuld wieder gefunden, feiern wir diesen Tag!»

Glückliche Gesichter, na logisch.

Leider sei die gegenwärtige Welt weit weg von einem paradiesischen Zustand der Unschuld. Vielmehr herrsche die knallharte Realität. Der Name der grössten tansanischen Stadt, in der sie ihr Spital vor viereinhalb Jahren gegründet habe, Dar es Salaam, heisse auf Arabisch «Haus des Friedens». Tatsächlich aber sei es alles andere als das.

Auch das kleine Mädchen Nuru, nach dem sie ihre Stiftung benannt habe, sei letztlich an der Ungerechtigkeit der Welt zugrunde gegangen: Sie starb an Heiligabend 2012 an einer unbehandelten Malaria. «Es schreit zum Himmel, dass einige wenige alles und so viele Menschen gar nichts haben», so Schaller. Umso wichtiger sei es, wenn man den Erfolg des Lebens nach der Matura nicht danach messe, wie hoch der Stand des Bankkontos oder wie gross das Einfamilienhaus sei. Viel wichtiger sei es, das Leben ein klein wenig besser zu machen.Natürlich würde man oft die grossen humanitären Vorbilder wie Mahatma Gandhi, Mutter Teresa oder Albert Schweitzer bewundern. Aber so weit wie diese müsse man gar nicht gehen. Wenn man die Welt ein klein wenig besser machen wolle, könne man schon beim arbeitslosen Nachbarn anfangen oder beim seelisch leidenden Arbeitskollegen.

Hier geht’s zur Bildergalerie.

Musikalisch umrahmt wurde die für alle Beteiligten unvergessliche Feier von einer siebenköpfigen Musikgruppe der Maturanden mit A-cappella-Gesang, Cello-, Geigen- und Klavierklängen. Dabei wurde «Jolene» von Dolly Parton und «Viva la vida» von Coldplay intoniert. Abgerundet wurde der Abend mit einer abschliessenden Tanzperformance.

Preise und Verabschiedungen

Young-Boys-Spieler Michel Aebischer geehrt

Traditionsgemäss wurden im Rahmen der Schlussfeier auch wieder zahlreiche Preise vergeben. Die Ehre, diese zu verteilen, gebührte zwei Vorstehern und einer Vorsteherin des Kollegiums Gambach: Samuel Niederberger, Jean-Philippe Decrème und Elisabeth Aebischer. Den Preis der Freiburger Kantonalbank für den besten Gymnasiums-Abschluss gewann Tanja Auderset (Klasse 4 D1) mit einem Notendurchschnitt von 5,61. Der Preis der JPF Constructions SA für einen Schüler, der sich besonders um die Schule verdient gemacht hat, ging an Michel Aebischer (Klasse 4R). Der 20-Jährige schaffte es nämlich, die Handelsmittelschule am Kollegium Gambach zu absolvieren und es gleichzeitig als Fussballspieler bis ins Kader der ersten Mannschaft der Berner Young Boys zu schaffen. Weil er nicht an die Maturfeier kommen konnte, wurde der Preis von seiner Mutter entgegengenommen. Im Weiteren verabschiedete Rektor Pierre Marti noch sechs abtretende Lehrkräfte mit sehr persönlichen Worten: Fabian Simond, Yves Corboz, Suzanne Favarger, Pierre-André Comte, José Collaud und Bruno Schaller.

jcg

 

 

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