Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ihre Lieder erzählen von Gott

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die 28-jährige Lea Heinzer lebt als Kapuzinerin in Stans. In ihren Songs geht es ebenso um den Lebensanfang als auch um das Ende des ­Daseins.

Suor Cristina gewann 2014 eine italienische Castingshow. Sind Sie eine zweite Suor Cristina?

Nein, definitiv nicht!

(lacht).

Mir fehlt ihr schönes italienisches Temperament. Ausserdem ist sie gesanglich auf einem viel höheren Niveau als ich. Ihr Stil und ihre Lieder gefallen mir, aber es ist nicht mein Ziel, gesanglich so weit wie sie zu kommen.

«Z’Buech vom Läbä» heisst Ihre CD. Inwiefern handelt sie von Ihrem eigenen Leben?

Alle Lieder der CD basieren auf ganz konkreten Erfahrungen aus meinem eigenen Leben, denen ich Text und Melodie gegeben habe. Sie ist also auf jeden Fall auch das Buch meines Lebens. Ich verarbeite mit den Liedern eigene Er­fahrungen.

Ein Beispiel?

Das letzte Lied, «Wänns Ziit isch zum gah», habe ich geschrieben, als mein Onkel an einem Hirntumor erkrankt ist, woran er später starb. Als es ihm so schlecht ging, kam ich ins Nachdenken über den Tod: Wie möchte ich selber einmal sterben? Mit welcher Grundhaltung möchte ich dereinst aus dem Leben gehen? Das Schreiben dieses Liedes hat mir geholfen, mit dem Tod meines Onkels umzugehen.

Alter und Tod sind auch in andern Liedern Thema.

Ich lebe hier in einer Klostergemeinschaft mit verschiedenen Generationen zusammen. Das Alter und damit verbundene Beschwerden sowie Lebensfragen sind somit auch für mich ein tägliches Thema.

Aus einigen Texten spricht ein grosses Gottvertrauen. Woher kommt dieses?

Ich durfte das in meinem Leben schon mehrfach erfahren. Das sehe ich als grosses Geschenk an. Natürlich ist ein solches Vertrauen nicht immer gleichermassen vorhanden. Manchmal drückt ein Lied auch den Wunsch aus, das Gottvertrauen möge sich wieder einstellen.

Sie singen aber auch von Zweifeln und Stolpersteinen. Brauchte es Mut dazu?

Zweifel gehören meiner Meinung nach zum Leben jedes Menschen, und auch ich bin letztlich nur ein Mensch. Ich halte Zweifel für etwas Gesundes, denn sie haben mich immer wieder in eine noch tiefere Gottesbeziehung geführt. Zweifel sind also nichts, das nicht sein dürfte.

Sie sprechen Gott als «Herr» und «Herrgott» an. Ist Gott für Sie ausschliesslich männlich?

Gott ist für mich nicht ausschliesslich männlich. Ich kann nicht definieren, ob er eine geschlechterspezifische Rolle hat. «Herr» oder «Herrgott» sind die Gottesbezeichnungen, die mir seit Kindheit vertraut und mir daher am nächsten sind.

Wie entstehen Ihre Lieder? Ist da zuerst der Text oder die Melodie?

Zuerst kommt mir meistens ein Text in den Sinn. Dann versuche ich, diesen mit einer Melodie zu unterstreichen oder zu umrahmen.

«Das Alter und damit verbundene Beschwerden sowie Lebensfragen sind auch für mich ein tägliches Thema.»

Lea Heinzer

Kapuzinerin

Mehr zum Thema