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Im Dunkeln ist gut munkeln

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Im Dunkeln ist gut munkeln

Komödie im Rahmen des Abonnementstheaters

Wenn man plötzlich im Dunkeln sitzt, dann wünscht man sich nichts sehnlicher als Licht – ausser natürlich, es gibt da ein paar Dinge, die im Schutze der Nacht sehr gut aufgehoben sind. In der «Komödie im Dunkeln» wurden diese aber erbarmungslos an den Tag gebracht.

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

Im Saison-Programm von Theater in Freiburg stach das Angebot der «Komödie im Dunkeln» zwischen Goethes «Iphigenie» und Brechts «Heiliger Johanna» als etwas leicht verdaulichere Theaterkost hervor. Das Stück von Peter Shaffer, das im Original «Black Comedy» heisst, ist nicht umsonst seit seiner Uraufführung vor über 40 Jahren ein Dauerbrenner auf den Theaterbühnen. Das Besondere dabei ist nicht nur die komödiantische Geschichte an sich, sondern die findige Inszenierung, die sich durch die Handlung – grösstenteils während eines Stromausfalls – ergibt: Alles, was sich bei Licht auf der Bühne abspielt, wird im Dunkeln gespielt, und sobald das Licht im Stück ausgeht, wird es hell auf der Bühne …Der Zuschauer wurde so unverhofft in die Rolle des heimlichen Beobachters gedrängt und bekam genau mit, dass das Sprichwort «Im Dunkeln ist gut munkeln» nicht von ungefähr kommt. Unbeabsichtigte Berührungen, zahllose Verwechslungen und gefährliche Stolperer lenkten manchmal derart von der Handlung ab, dass man nur darauf wartete, wann und wem das nächste Missgeschick passiert.

Ausgeprägte Charaktere

Zum Gelingen des Abends trug ebenfalls bei, dass die Darsteller der Theatergruppe Der Grüne Wagen Wien die Charaktere sehr gut umgesetzt haben. Der Künstler Brindsley etwa: Er hofft an diesem Abend einerseits auf das Wohlwollen seines künftigen Schwiegervaters und auf die Grosszügigkeit eines millionenschweren Kunstmäzens. Andererseits jongliert er mehr oder weniger locker mit der Tatsache, dass er plötzlich eine Freundin und eine Verlobte hat. Oder die Nachbarin mittleren Alters, die nach ein paar Gläsern Whiskey – im Dunkeln heimlich genossen, natürlich – immer mehr ihr vornehm-zurückhaltendes Wesen aufgibt. Dazu passend der andere Nachbar: ein Elton-John-Verschnitt erster Güte, dem das Wohl seiner Innenausstattung am Herzen liegt.Sie alle führten den Zuschauern am Mittwochabend in der Aula der Universität vor Augen, wie wichtig eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht ist. Denn die Dunkelheit bringt bei manch einem seine dunkelsten Seiten zum Vorschein.

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