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Im eigenen Stadion vorgeführt

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Am Tag des Cupfinals findet das Schweizer Basketball einmal im Jahr aus seiner Provinzialität heraus. Ausverkauftes Stadion, lange Schlangen vor Toiletten und Getränkeständen, Live-Übertragung im Westschweizer Fernsehen und an der Pressekonferenz für einmal mehr Journalisten als anwesende Spieler – der Event hat so gar nichts mit dem Alltag im Schweizer Basketball zu tun. Für viele Beteiligte ist der Cupfinal deshalb das Ereignis des Jahres, wichtiger noch als der Meisterschaftsfinal.

«So dominiert zu werden tut weh»

Bei der ersten Cupfinalteilnahme seit 2007 stand Olympic am Samstag somit für einmal nicht im Schatten des grossen Bruders von nebenan. In der Fanbar Gottérons wurde nicht Eishockey gezeigt, sondern Basketball. Alles war im St. Leonhard angerichtet für einen grossen Basketballabend. Wäre da nur nicht ein Problem gewesen: Die junge Freiburger Equipe konnte ganz offensichtlich nicht mit der Situation umgehen, für einmal derart im Rampenlicht zu stehen. Die Mannschaft von Petar Aleksic war über weite Strecken nicht wiederzuerkennen. Die Mannschaft, die in der aktuellen Meisterschaft Genf zu Hause zweimal besiegt hatte, die in dieser Saison überhaupt erst ein Heimspiel verloren hatte, war kollektiv von der Rolle. «Wir sind sehr, sehr enttäuscht. Zu Hause so dominiert zu werden tut weh», sagte Jonathan Kazadi nach der 59:73-Niederlage, die noch viel klarer war, als das Resultat vermuten lässt. Erst als Genf seine zweite Garde einsetzte, konnte Olympic das Ergebnis in den Schlussminuten noch ein bisschen beschönigen. Fünf Minuten vor Ende der Partie lautete das vernichtende Zwischenresultat noch 38:71.

Miserable Wurfquote

Das Unheil nahm im zweiten Viertel seinen Lauf. Nur gerade fünf Punkte schaffte Olympic in diesen zehn Minuten, Genf 25. «Wir trafen in dieser Phase einige schwierige Wurfversuche. Das hat uns gut getan», sagte Genfs Mikael Maruotto. Mit jedem weiteren Korb und jedem zusätzlichen Punkt Vorsprung Genfs stieg bei den Freiburgern die Nervosität. «Wir wussten, dass Freiburg von der Dreipunktelinie das beste Team der Liga ist. Deshalb verteidigten wir so, dass sie zumindest schwierige Dreipunktewürfe nehmen müssen», sagte Genfs Trainer Ivan Rudez nach dem Spiel.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn die Freiburger hatten durchaus offene Würfe – sie trafen schlicht nicht. Zwei von 22 lautete am Ende die desaströse Erfolgsbilanz von der Dreipunktelinie. Den ersten erfolgreichen Dreier Olympics buchte Roberto Kovac erst drei Minuten vor Schluss–mit dem 18. Versuch.

Keine Leader

Eine solche Wurfquote war natürlich nicht gut genug, um gegen die starken Genfer zu bestehen. Welch Potenzial im Team des letztjährigen Meisters steckt, beweist die Tatsache, dass der während der Saison von Freiburg nach Genf gewechselte Ronald Yates nicht einmal zum Einsatz gelangte. Der Amerikaner war überzähliger Ausländer und in erster Linie dazu da, die rund 500 stimmgewaltigen Genfer Fans, die mit acht Cars nach Freiburg gereist waren, zu animieren. Das Genfer Ausländer-Quartett auf dem Feld rechtfertigte diesen Entscheid. Andrej Stimac, Tony Brown, Branko Milisavljevic und Juwann James spielten allesamt stark und präsentierten sich als echte Leader.

Bei Olympic suchten die 2800 Zuschauer solche Leader vergeblich. Senkrechtstarter Jonathan Kazadi gelang für einmal nicht viel. Das Ausländerquartett nahm die Geschicke des Teams ebenfalls zu wenig in die Hand. Und der junge Schweizer Nationalspieler Marko Mladjan versuchte zwar Verantwortung zu übernehmen, scheiterte aber mit seinen Wurfversuchen Mal für Mal. Erst zwei Sekunden vor Schluss traf er erstmals den Korb – im elften Versuch.

Olympics Leistung verspricht für die am Mittwoch beginnenden Playoff-Halbfinals gegen Neuenburg nichts Gutes. Wie Genf verfügt auch Neuenburg über das deutlich erfahrenere Team als Freiburg. Olympic-Trainer Petar Aleksic glaubt aber nicht, dass das Spiel vom Samstag ein Gradmesser für die kommenden Aufgaben war. «Wir waren defensiv nicht tough genug und haben in der Offensive nichts getroffen. Aber wir werden nun sicher nicht immer so auftreten.»

 

Telegramm

Olympic – Genf 59:73 (23:43)

St. Leonard.– 2800 Zuschauer (ausverkauft).–SR: Pizio/Bertrand/Hjartason.

Freiburg Olympic:Kazadi (4 Punkte), Cotture, Miljanic (3), Draughan (11), Chapman (19); Mladjan (2), Kovac (12), Calasan (6), Uliwabo (2).

Genf:S. Louissaint (1), Brown (16), Maruotto (12), James (14), Stimac (14); Milisavljevic (9), Steinmann (2), Jaunin (5), Khachkara.

Bemerkungen:Genf ohne Yates (überzählig).–Fünf Fouls: Chapman (36.).–Technisches Foul: Chapman (23.).–Viertelsresultate: 18:18, 5:25, 11:17, 23:13.

 

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