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Im Einklang mit sich und der Natur

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: MIreille Rotzetter

Die Waldläuferschule findet vom 18. bis zum 23. Juli in Riffenmatt statt. Jürg Schaer, Gründer der Waldläuferschule, hat im Gespräch mit den FN erklärt, was die wichtigsten Inhalte und Ziele der Waldläufer- und Waldläuferinnenschule sind. Ausserdem nimmt er Stellung zum praktischen Nutzen eines solchen Lagers.

Herr Schaer, wie sieht das Programm der Waldläuferschule aus?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen viele technische Fertigkeiten, zum Beispiel mit einfachen Mitteln Feuer entfachen, Tierspuren lesen und eine Notunterkunft erstellen. Sie haben Wetterkunde, stellen Tee aus Heilkräutern her und werden mit Knotentechniken vertraut gemacht. Nebst diesen praktischen Inhalten sollen sich die Teilnehmer in der Natur selbst finden und verstehen, dass sie ein Teil der Naturordnung sind. Als Grundlage für die Naturordnung stützen wir uns auf indianisches Wissen. Am Abend lesen wir jeweils indianische Geschichten vor, die die Themen des nächsten Tages einläuten.

Am Schluss können die Teilnehmer ihr Wissen testen. Sie sind eine Nacht auf einem Waldstück alleine und wenden die gelernten Techniken an.

Was wollen Sie Ihren «Schülern» hauptsächlich mitgeben?

Die Auseinandersetzung mit sich selbst und der Natur findet in den Schülern selbst statt. Wir können sie lediglich dabei begleiten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Waldläuferschule, basierend auf indianischem Wissen, zu gründen?

Ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Leider stelle ich fest, dass der Bezug zur Natur immer mehr abnimmt und die Menschen sie nur noch als Kulisse gebrauchen. Das indianische Wissen sieht eine ganz andere Naturordnung vor.

Können Sie kurz die wichtigsten Inhalte dieses indianischen Wissens erklären?

In der Naturordnung der Indianer integriert sich der Mensch als Teil des Ganzen in die Natur. Er agiert so nicht isoliert von ihr, sondern fügt sich in ihren Lauf ein.

Was können die Schüler von diesem indianischen Wissen nach dem Besuch der Schule auf ihren Alltag übertragen?

Ich stelle fest, dass die Schüler nach der Schule viel genügsamer sind. Sie merken, dass es für Zufriedenheit nicht viel braucht. Häufig stellen sie ihr Freizeitverhalten um und werden wieder vermehrt in der Natur aktiv, statt nur zu konsumieren. Sie schätzen die Schönheit der Natur und speziell die des Waldes wieder.

Welche Art von Menschen besucht Ihre Kurse?

Die unterschiedlichsten Menschen waren schon in der Waldläuferschule. Es gibt Personen, die auf der Suche nach sich selbst sind. Dann gibt es solche, die sich technisches Know-how aneignen wollen, und wieder andere, die bewusst eine Auszeit nehmen. Vielen geht es auch darum, einen Moment von unserer Konsumgesellschaft wegzukommen.

Sind die Kurse denn nicht bloss eine Flucht vor dem Alltag?

Grundsätzlich nicht, nur bei einzelnen, wenigen Teilnehmern ist dies der Fall.

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