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Im Elternbett schlafen?

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«Mein Sohn ist sechs Jahre alt. Seit langem schon erwacht er während der Nacht, aber langsam stört es mich. Er kommt zu uns ins Elternzimmer und schläft zwischen mir und meinem Mann wieder ein. Ich fühle mich sehr müde, aber die anderen scheint es nicht zu stören. Liege ich falsch, oder sollte er eigentlich mit sechs Jahren schon selber in seinem Bett schlafen?» J.P.

Immer wieder werden Eltern sich bewusst, dass ihr Kind älter geworden ist und dass sie ihre Erziehung an die neue Realität anpassen können. Das scheint bei Ihnen der Fall zu sein. Wenn ein Baby oder ein ganz kleines Kind im Elternbett schläft, ist das meist kein Problem für die Familie, und man akzeptiert die Müdigkeit aufgrund des nächtlichen Aufwachens. Mit sechs Jahren sieht die Sache anders aus: Ihr Kind hat sich weiterentwickelt, ist selbständiger geworden und sollte auch den Unterschied zwischen der Rolle eines Kindes und derjenigen eines Elternteils verstehen lernen.

Die Bedürfnisse aller Familienmitglieder sind wichtig. Eine Dynamik zu ändern, die sich seit langem eingespielt hat, braucht jedoch etwas Zeit. Idealerweise können Sie zuerst mit Ihrem Mann zusammen überlegen, wie es weitergehen soll. Wahrscheinlich ist er nicht so müde wie sie, weil er nicht jede Nacht aufwacht. Hingegen hätte er vielleicht Freude, wieder einmal eine ganze Nacht neben seiner Frau schlafen zu können… Wenn Sie sich einig werden, können Sie Ihr Kind und sich gegenseitig dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln.

Ihr Sohn muss zuerst Vertrauen fassen, dass er alleine schlafen kann, wenn er sich es nicht gewohnt ist. Er muss wahrscheinlich auch erst noch lernen, wie er selber wieder einschlafen kann, wenn er in der Nacht aufwacht – an etwas Schönes denken, etwas Beruhigendes in den Arm nehmen usw. Das können Sie zusammen mit ihm überlegen.

Schliesslich braucht er von Ihnen als Eltern eine klare Kommunikation, die ihm hilft, seinen Platz als Kind einzunehmen und den Eltern ihre Zeit als Paar zu lassen. Dazu gehört auch die nonverbale Kommunikation. Wenn Sie zum Beispiel jede Nacht ihren Sohn vorbeilassen und ihm in der Mitte des Bettes Platz machen, kommunizieren Sie, dass sein Platz da ist. Wenn Sie hingegen, vielleicht in einem ersten Schritt, schon mal eine Matratze neben Ihr Bett legen, ist er nicht sofort ganz allein, aber doch in seinem eigenen «Bett».

Rebekka Sieber, Dr. in Soziologie, MA in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften, ist Geschäftsleiterin beim Verein Familienbegleitung. Der Verein bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Telefon: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

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