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«Im Equilibre fühlt man sich wohl»

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In 48 Jahren hat Theater in Freiburg in der Aula der Universität 323 Stücke zur Aufführung gebracht. Mit dem Umzug ins Equilibre geht diese Ära zu Ende. Gut drei Wochen vor Beginn der ersten Spielzeit im neuen Gastspielhaus haben die FN Franz Baeriswyl, den Präsidenten von Theater in Freiburg, zum Gespräch gebeten.

 

 Am 17. September beginnt die erste Spielzeit von Theater in Freiburg im Equilibre. Wie ist die Gefühlslage des Präsidenten?

Sehr gut, ich freue mich. Wir haben ein vielfältiges Programm vorbereitet, und der Abonnementsverkauf läuft gut. Seit dem 1. Juli haben wir 290 Abonnemente verkauft, und wir hoffen, noch die 300er-Marke zu erreichen. In den vergangenen Jahren hatten wir jeweils zwischen 270 und 280 Abonnenten.

 

 Hat die Zunahme mit dem Umzug ins Equilibre zu tun, das den Zuschauern mehr Komfort verspricht als dies in der Uni-Aula der Fall war?

Dass Leute kommen und gehen, ist normal. Aber wir hatten tatsächlich Reaktionen, die in diese Richtung weisen: Mehrere Neuabonnenten haben ausdrücklich gesagt, sie würden das Abo wegen des neuen Aufführungsorts kaufen. Umgekehrt gab es einige wenige, die das Abo wegen des Umzugs nicht erneuert haben, aber das ist die Ausnahme.

 

 Abgesehen vom neuen Ort: Was darf Ihr Publikum inhaltlich erwarten?

Sechs Stücke, die eine grosse Vielfalt des Theaterschaffens abdecken: Mit «Liebesträume», «Die Wahrheit» und «Verrücktes Blut» zeigen wir drei neue, moderne Stücke. Daneben haben wir mit «Kabale und Liebe» einen ausgesprochenen Klassiker. Zum Saisonstart zeigen wir Ben Jonsons «Volpone» zu einem heute wieder brandaktuellen Thema. Und der Abschluss ist zugleich einer der Höhepunkte: Das Theater St. Gallen ist zum ersten Mal bei uns zu Gast und zeigt seine erfolgreiche Inszenierung von «Tod eines Handlungsreisenden». Dazu kommt wie immer ein Familienstück, dieses Jahr eine Aufführung des «Froschkönigs».

 

 Sie haben immer gesagt, im Equilibre werde man Stücke aufführen können, die für die Uni-Aula nicht geeignet wären. Welche Stücke aus dem aktuellen Programm zählen Sie dazu?

«Tod eines Handlungsreisenden» hätten wir in dieser Inszenierung in der Aula nicht zeigen können. Bei anderen Stücken hätten wir qualitative Abstriche machen müssen. Ensembles wie a.gon München, das zwei Stücke zeigen wird, arbeiten zum Beispiel sehr differenziert mit dem Licht. Dank der guten Technik und den professionellen Technikern im Equilibre werden wir diese Effekte jetzt viel besser hinbekommen. Dazu kommt die Akustik, mit der wir in der Aula oft Mühe hatten. Im Equilibre wird man bis in die hinterste Reihe jedes Wort verstehen. Darauf freue ich mich.

 Gerade unter den Deutschfreiburgern gab und gibt es auch skeptische Stimmen zum Equilibre. Was halten Sie diesen entgegen?

Nach unserer Inszenierung der «Dreigroschenoper» im Februar und dem Besuch mehrerer Konzerte kann ich sagen: Man kann sich im Equilibre sehr wohl fühlen! Man muss vielleicht ein paar Mal hingehen, aber dann fühlt man sich wohl. Einige Leute hatten Bedenken wegen der Sicherheit geäussert, weil sie nur die zwei grossen Ausgänge und die lange Treppe sahen. Diesbezüglich haben wir uns extra erkundigt, und ich kann alle beruhigen: Das Sicherheitskonzept des Equilibre ist hervorragend, besser als das der Uni-Aula, und es muss sicher niemand Angst haben.

 

 Nebst Sicherheitsbedenken gab es Sorgen wegen allfälliger Sprachkonflikte.

Auch diese Sorgen sind unbegründet. Unsere Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Equilibre läuft sehr gut. Wir fühlen uns neben den anderen privilegierten Partnern, die keine Miete zahlen, absolut gleichberechtigt. Bisher haben wir alle Spieldaten, die wir wollten, auch bekommen. So stehen für die Saison 2013/2014 bereits drei Daten fest; die Vorlaufzeit ist etwa gleich wie in der Uni-Aula. Und wir haben sowohl in der Administration des Equilibre als auch bei Freiburg Tourismus, das für den Vorverkauf zuständig ist, Deutsch sprechende Ansprechpartner.

 

 Sie sprechen den Vor- verkauf an. Auch da gab es Veränderungen?

Freiburg Tourismus hat neu nebst den Einzelbilletten auch den Verkauf der Abonnemente übernommen. Das ist für uns eine grosse Entlastung. Positiv ist auch, dass die Einzelbillette neu von Anfang an für alle Stücke bezogen werden können, nicht wie bisher erst zehn Tage im Voraus.

 

 Auch im technischen Bereich haben Sie dank des Wechsels ins Equilibre weniger zu tun.

Das stimmt. In der Uni-Aula mussten wir selber die technischen Anforderungen mit den Bühnenmeistern der Truppen besprechen, den Kontakt zum Bühnenarbeiter herstellen und vor allem jedes Mal den Bretterboden verlegen. Jetzt sind es die Techniker des Equilibre, die für das technische Gelingen sorgen, und sie machen das sehr professionell. Und das Equilibre hat zweisprachige Bühnentechniker, die unsere deutschen Truppen empfangen können.

 

 Theater in Freiburg profitiert also in vielerlei Hinsicht vom Equilibre–und das alles ohne finanziellen Mehraufwand?

Das ist so, da wir im Equilibre keine Miete zahlen müssen. Die technischen Kosten für eine Aufführung betragen wie bisher zwischen 2500 und 3000 Franken. So können wir weiterhin in die Qualität des Programms investieren: Der grösste Anteil unseres Budgets geht an die Truppen, in der Saison 2012/2013 rund 91 000 Franken, bei Gesamtausgaben von 155 000 Franken.

 

 Dann wird Theater in Freiburg auch für das Publikum nicht teurer?

Wir haben unsere Preise schon letztes Jahr leicht erhöht. Das hatte aber nichts mit dem Equilibre zu tun. Es war die erste Preiserhöhung seit 1985, und unser Publikum hat sie gut aufgenommen. Diese Preise sind im Vergleich zu anderen Orten immer noch sehr günstig und werden vorerst so bleiben. Theater muss erschwinglich sein, das ist uns ein wichtiges Anliegen.

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