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Im Januar stellt Rasta Produktion ein

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Im Januar stellt Rasta Produktion ein

Rund die Hälfte der bisherigen Angestellten hat einen neuen Arbeitsplatz

Im Juni kündigte das Rastawerk in Murten die Einstellung der Produktion an. Mit einem Partner wurde eine neue Handelsfirma gegründet, die 20 Leute weiterbeschäftigt. 30 weitere haben mittlerweile eine neue Stelle gefunden. Ein halbes Dutzend will ein «Management Buy-out» wagen.

Von CORINNE AEBERHARD

«Ich werde der Letzte sein, der diese Firma verlässt», sagt Urs von Gunten, derzeit noch Betriebsleiter des Rastawerks in Murten. Auf die Frage, was er dann mache, antwortet er kurz: «Eine Stelle suchen wie alle anderen auch!»

Nebst von Gunten suchen aktuell noch etwa 50 Angestellte des Rastawerks in Murten einen neuen Arbeitsplatz. 20 werden in der neu gegründeten Tochtergesellschaft Rasta Schweiz AG weiterbeschäftigt, 30 Mitarbeitende haben ausserhalb eine neue Stelle gefunden. «Nicht selbstverständlich bei der aktuellen Wirtschaftslage», findet von Gunten. Fünf bis sieben weitere wollen ein «Management Buy-out» wagen und die mechanische Werkstätte der Rastawerke selbstständig weiterführen: Unter dem Namen Moratec SA soll ab Januar eine neue Firma betrieben werden. Gemäss von Gunten sieht es für die Initianten gut aus. Sowohl von Seiten des Kantons wie der Banken liegen positive Rückmeldungen vor. Und auch von Gunten glaubt an die Zukunft der Firma. Dieser Bereich der Rasta habe schon jetzt 40 Prozent für externe Firmen gearbeitet. «Jetzt muss sie zu 100 Prozent», erklärt er.

Partner übernimmt 100 Prozent

Die Meldung am späten Freitagnachmittag im Juni, in welcher das Rastawerk in Murten die Einstellung des Produktionsbetriebes ankündigte, war für viele unfassbar. Gleichzeitig wurde die Gründung der Rasta Schweiz AG bekannt gegeben, welche 20 ehemalige Rastawerk-Angestellte übernimmt. Eigentümer der neuen Tochtergesellschaft sind zu 30 Prozent der Weltkonzern Saint-Gobain Abrasives und zu 70 Prozent das Rastawerk Murten.

Vor kurzem hat Saint-Gobain die Firma zu 100 Prozent übernommen.

«Die Rasta Schweiz AG wird ein Handelsunternehmen mit 20 Angestellten», erklärt Urs von Gunten. Vorerst bleibe die Firma, die für den Verkauf, Teile der Logistik sowie für den Kundendienst zuständig sein wird, wahrscheinlich in Murten, aber nicht mehr in den Rasta-Räumlichkeiten an der Freiburgstrasse.

Trotz Verkauf lebt der Name weiter

Die gesamte Liegenschaft ist zum Verkauf ausgeschrieben.

Allenfalls im Gebäude bleiben könnte die neu gegründete Moratec SA. Je nachdem wer das Gebäude kauft, kann sich aber auch für sie die Situation ändern.

Die Produktion stellt das Rastawerk im Januar 2004 definitiv ein. Allerdings geht der Name Rasta nicht verloren. Produkte, u.a. Schrupp- und Trennscheiben, welche die Rasta in Murten bis anhin hergestellt hat, werden dann in Italien, Holland und Frankreich produziert.
Trotz der schwierigen Situation seit der Ankündigung im Juni, welche die Mitarbeitenden erst verdauen mussten, habe man «das schlimme Projekt recht gut über die Bühne gebracht», und im Unternehmen habe eine gute Stimmung geherrscht, findet von Gunten und entkräftet damit anders lautende Stimmen. Als Beweis dient ihm, dass die Produktionsziele erreicht wurden und «die Leute dieselbe Leistung erbracht haben wie vorher». Natürlich kämen die Leute am Morgen nicht fröhlich pfeifend in die Firma, sagt er. Und dass der Übergang mit Mehrarbeit verbunden war, «schleckt keine Geiss weg», aber das sei doch normal.

Die Gerüchte, dass es Lieferverzögerungen gebe, weil im Moment eine grosse Nachfrage nach Rasta-Produkten bestehe, «stimmt so nicht», sagt der Betriebsleiter. In der Übergangszeit würde ein Teil in Murten und ein Teil beim Partner produziert und das sei schwierig, räumt er aber ein.

Die Aufträge seien aber «im normalen Rahmen». Einzig zwei bis drei Privatfirmen hätten noch grosse Mengen an Waren bestellt, die noch in Murten produziert werden. Dies vor allem, weil eine andere Firma, die dann die Produktion der Rasta-Produkte übernehme, erst noch verschiedene Prüfungen und Zertifizierungen abwarten müsse und das nehme Zeit in Anspruch.

Über die vorgenommenen Schritte habe man die Angestellten immer so gut wie möglich informiert, erklärt von Gunten.

Alle profitieren vom Sozialplan

Weiter wurde ein Sozialplan ausgearbeitet, für dessen Umsetzung 4,5 Mio. Franken zur Verfügung stehen. Von diesem Geld würden alle 100 Angestellten profitieren, hält der Betriebsleiter fest, nicht nur jene, die noch keine Stelle gefunden haben. Unter anderem werde der Geldbetrag auch in die Vorsorge der Angestellten einbezahlt.

Zudem konnten die Angestellten ein sechseinhalb-tägiges Outplacement-Seminar besuchen, das ihnen beruflich weiterhelfen soll.

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