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Im Liegestuhl auf der Schützenmatte

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Die Schützenmatte im Herzen der Stadt Freiburg ist im Sommer ein beliebter Ort für alle Städter, die ein wenig Zeit im Grünen verbringen wollen. Laut der Organisation Reper (siehe Kasten) könnte der Park aber durchaus etwas attraktiver daherkommen. Um die Schützenmatte im Sommer zu beleben, starten die Sozialarbeiter deshalb am 13. Juni ihr neues Pilotprojekt «Operation Liegestühle».

Liegestühle für alle

«Unsere Idee ist, dass jeder einen Liegestuhl ausleihen kann, ohne dafür etwas bezahlen oder konsumieren zu müssen», sagte Jade Ruppen, Mediensprecherin von Reper gestern vor den Medien. Zudem will die Organisation die Leute durch kleine Animationen zum Spielen anregen und dem Littering entgegenwirken. Ein ähnliches Projekt läuft in der Stadt Genf bereits seit zehn Jahren und erfreut sich dort grosser Beliebtheit. Die dortigen Organisatoren konnten ihren Einsatz auf mehrere Parks ausdehnen. Das Projekt von Reper wird von der Stadt Freiburg unterstützt: «Uns sind Projekte, welche die Lebensqualität in der Stadt verbessern wollen, sehr wichtig», sagte Gemeinderat Thierry Steiert.

Kleine Jobs für Jugendliche

Ein wichtiger Teil der Tätigkeit von Reper ist die Arbeit mit Jugendlichen. Diese werden deshalb auch in die «Operation Liegestühle» eingebunden. «Ziel des Projektes ist es auch, Mini-Jobs für Jugendliche zu schaffen», erklärte Philippe Cotting, Präsident von Reper. Die Liegestühle wurden zum Beispiel von Jugendlichen in der Werkstatt der Fondation Tremplin hergestellt. Auf der Schützenmatte verteilen die Jugendlichen die Liegestühle, sorgen für die Abfallentsorgung und führen diverse Animationen, unter anderem für Kinder, durch. «Mir gefiel am Projekt vor allem, dass auch Leute, die nicht konsumieren wollen oder können, davon profitieren», sagt Maxim Codourey, einer der teilnehmenden Jugendlichen und verweist dabei auf die bekannte Thematik der Privatisierung des öffentlichen Bodens.

Keine Konkurrenten

Das kommerzielle Projekt Fribourg Plage, das sich auch diesen Sommer wieder auf der Schützenmatte einrichtet, sehen die Organisatoren von Reper aber nicht als Konkurrenz. «Wir sind keine Gegner. Im Gegenteil: Wir stehen sogar in regem Kontakt», sagt Adrien Oesch, Projektleiter und Sozialarbeiter von Reper. «Wir wollen lediglich eine soziale Alternative zum kommerziellen Fribourg Plage anbieten, die niemanden ausschliesst.» Auch die Organisatoren von Fribourg Plage sehen das Projekt von Reper nicht als Bedrohung. «Wir werden gut nebeneinander arbeiten können», sagt Karl Ehrler, Mitorganisator von Fribourg Plage. Er betont aber, dass die Jugendlichen von Reper die Arbeit auf der Schützenmatte nicht unterschätzen sollten. Schliesslich sei da jeweils viel los.

Pläne für die Zukunft

Wenn das diesjährige Pilotprojekt auf viel Resonanz stösst, will Reper die Idee in den nächsten Jahren nach und nach ausbauen. «Wir starten auf der Schützenmatte, weil sie für Freiburg ein symbolischer Ort ist, möchten unser Projekt aber in Zukunft auch auf andere Parks in der Stadt ausdehnen», sagt Adrien Oesch.

Zur Organisation

Sozialarbeit und Suchtprävention in Freiburg

Die Organisation Reper ging 2006 aus der Fusion der beiden Organisationen Lifat und Release hervor. Ziel von Reper ist die Gesundheitsförderung sowie die Suchtprävention und die Entwicklung von Projekten zur Prävention von sozialen Problemsituationen wie etwa der Arbeitslosigkeit, dem sozialen Ausschluss oder der Gewalttätigkeit. Die gemeinnützige Organisation wird von der Stadt Freiburg, vom Kanton und von verschiedenen Privaten finanziell unterstützt. Reper verfügt momentan über rund 40 Mitarbeitende mit verschiedenen Ausbildungen aus dem Sozialwesen. So stehen unter anderem Sozialpädagogen, Psychologen, Sozialarbeiter und Lehrpersonen für sie im Einsatz. Die Crew teilt sich in fünf Teams auf, welche jeweils einen Arbeitsbereich der Organisation abdecken. In diesen Teams führt Reper Aktionen zur Suchtprävention in Schulen durch, hilft Jugendlichen, sich nach der obligatorischen Schulzeit in die Berufswelt einzugliedern oder sich in schwierigen sozialen oder familiären Situationen zurecht zu finden, leistet Strassensozialarbeit und betreibt ein Zentrum für soziokulturelle Animationen. Die Organisation ist politisch und konfessionell neutral.lr

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