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Im Schloss das Mittelalter erleben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marjolein Bieri

Stolz thront es über dem kleinen Altstädtchen: das Schloss Laupen. Doch wer gerne mal hinter die steinernen Mauern und in die Säle und Türme des Schlosses blicken will, muss meist vor dem grossen verriegelten Tor kapitulieren. Nicht so jedoch an den ersten Sonntagen jedes Monats bis November: Dann stehen Besuchern die Türen des Schlosses offen, und die alten Gemäuer werden zu einem exklusiven Ausflugsziel für Jung und Alt.

In der «Kiste» sitzen

Vor allem der grosse Rittersaal mit seinem Gewölbe, den vielen Fensternischen und der riesigen Feuerstelle versetzt den Besucher in die alten Zeiten um das Jahr 1000 nach Christus, als im Schloss rauschende Feste und Bankette abgehalten wurden und sich die Ritter an der Tafelrunde trafen. Der Schlosskeller direkt darunter wurde damals als Vorratskeller genutzt. Hier liegen auch einige grosse, rundgehauene Steine, die als Geschosse für die berühmte «Blide», die Steinschleuder, genutzt wurden. Die Steine wurden im Schloss und im Gelände rundherum gefunden und sind ein eindrückliches Zeitzeugnis. Im Hintergrund wird ein Kurzfilm über die alte Laupener Tradition des «Achetringelen» gezeigt.

Als Höhepunkt entpuppt sich jedoch der Besuch im «Käfigturm»: Hier erfährt der Besucher, woher der Ausdruck «in die Kiste müssen» kommt. Auf zwei Etagen stehen vier mit schweren Eisenriegeln verschlossene, hölzerne Kisten, in die früher die Verbrecher eingesperrt wurden. Mutige können sich darin einschliessen lassen und die schaurige Härte des mittelalterlichen Strafsystems hautnah erleben.

Wer Fragen hat, kann sich entweder mit den aufliegenden Broschüren schlaumachen oder sich direkt an einen der jeweils drei «Schlosshüter» wenden, die auf alle Fragen gerne Auskunft geben. «Wir drängen uns niemandem auf, schliesslich wollen wir die Besucher das Schloss selbst erleben lassen. Trotzdem haben wir uns alle freiwillig für diesen ehrenamtlichen Job angeboten und sind auch in unserer Freizeit interessiert an der Geschichte von Laupen und insbesondere jener des Schlosses und wissen daher einiges zu erzählen», so Fritz Tanner, einer der «Hüter».

Dass das Schloss heute so gut erhalten ist, lässt sich auf die umfassende Restauration der Jahre 1977 bis 1989 zurückführen. Damals waren die Gemäuer zu grossen Teilen dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Die Räumlichkeiten wurden für Verwaltungszwecke gebraucht, etwa als Archive oder Gefängniszellen. Sogar der gesamte Sandsteinfels, auf dem das Schloss steht, bröckelte nach und nach ab und bedrohte die Existenz des Geschichtsgutes. Um das Fundament zu sichern, wurden im Rahmen eines grossen «Rückführungsprojektes» zur Stabilisierung rund um das Schloss stählerne Anker in den Felsen gebohrt, die Mauern restauriert und das gesamte Schloss in seinen ursprünglichen Zustand gebracht.

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