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Im Sinnesgarten die Natur erfahren

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Im Sinnesgarten die Natur erfahren

Die Kindergärtnerin Renate Moser sucht für ihr Projekt ein Stück Land und Sponsoren

Eine phantasievolle Märchengrotte, ein plätschernder Brunnen, ein grosser Teich, eine Feuerstelle, ein schmuckes Backhäuschen, ein Streichelzoo, ein . . . So stellt sich die Kindergärtnerin Renate Moser den «Sinnesgarten Senseland» vor. Noch fehlen aber Land und Geld.

Von IRMGARD LEHMANN

Viele Forschungsergebnisse belegen, dass eine bestimmte Menge an Umweltreizen vorhanden sein muss, um ein erfolgreiches Wechselspiel aus äusseren und inneren Impulsen, das heisst eine gesunde Gehirnentwicklung zu gewährleisten, heisst es in den Projektunterlagen der Kindergärtnerin Renate Moser.

«Wo aber können Kinder heute noch Neues fühlen, ertasten schmecken und hören?», fragt die zierliche junge Frau. Eigenes sinnliches Erleben sei heute Mangelware. Ein Grossteil der Kinder beziehe das Wahrnehmungsrepertoire nur noch aus der Medien- und Computerwelt.

Gemüsegarten und Ofenhaus

Mit einem Sinnesgarten will Renate Moser einen Gegenpol schaffen. Doch dafür müsste sie ein Stück Land von rund 2000 Quadratmetern zu Verfügung haben. Ein grosser Teich, ein Streichelzoo, Häuschen aller Art (Ofenhaus, Malhaus, Naturwerkhaus, Tierbehausung), eine Märchengrotte und ein Obst- und Gemüsegarten sollten das Feld beleben.

«Wichtig ist, mit den Kindern das Leben dort zu suchen, wo es sich zeigt», meint die Kindergärtnerin. «Am Bach erleben sie das Element Wasser, im Backofen das Feuer, auf den Bäumen der Wind.» Ein Garten für Kindergärtler und Primarschulkinder, der das ganze Jahr offen ist. «Wenn ich das in Düdingen finden würde, wäre das ideal», schwärmt die 23-Jährige. Doch wer soll Verantwortung tragen, wer das Projekt und den Betrieb finanzieren? Das Ganze sei nur mit Hilfe von Sponsoren möglich, bemerkt die junge Frau. Auch soll nichts Aufwendiges geschaffen werden. «Hiefür kann Lotharholz verwendet werden.» Doch das Wichtigste sei der Einsatz von Freiwilligen – sowohl bei der Realisierung wie auch bei der Betreuung des Gartens.

Freiwillige gäbe sich sicher

Dass sich Freiwillige hiefür finden werden, davon ist die Kindergärtnerin überzeugt: «Meine Grossmutter vereinsamt in ihrem Haus. Wäre es nicht besser, sie hätte eine solche Aufgabe?» Renate Moser denkt allerdings nicht nur an Rentnerinnen und Rentner, sondern auch an Arbeitslose, an Lehrer und Berufsleute: «Eine Bäuerin könnte den Gemüsegarten betreuen und die Kinder beim Bepflanzen und Pflegen miteinbeziehen.»

Ganzjahresgarten

Im Projekt «Sinnesgarten Senseland» ist das Programm auf die vier Jahreszeiten abgestimmt: Im Frühling sollen Gartenarbeiten ausgeführt oder Suppen, Tee und Salben hergestellt werden. Im Sommer steht das Backen und das Übernachten im Freien im Vordergrund. Im Herbst Experimente verschiedener Art, im Winter das Märchenerzählen und das Basteln.

Sinneserfahrungen fördern

«Je liebevoller und kompetenter wir die Sinneserfahrungen fördern, umso besser können die Kinder den Anforderungen an ihre sensomotorische Kompetenz gerecht werden», heisst es weiter in den Unterlagen. Dass viele Kinder nicht mehr spontan wahrnehmen, erfahre sie tagtäglich in der Schule, sagt Renate Moser. «Es gibt Kinder, die ich festhalten muss, damit sie sich beruhigen und zuhören können.» Ein Zeichen dafür, dass heutzutage, so Moser, die Kinder zu vielen Reizen ausgesetzt sind und dass sie zu wenig sinnliche Erfahrungen machen.

Renate Moser ist in Niedermuhren aufgewachsen und unterrichtet am Kindergarten «Bürenpark» in Bern.

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