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«Im Winter fahre ich auch auf den Gurnigel»

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Nach einem Schicksalsschlag war Ursula Schwaller aus Düdingen gezwungen, sich neu zu orientieren: Die Freiburgerin, die nach einem folgenschweren Unfall fortan mit einer Querschnittlähmung zu leben hatte, entdeckte das Handbike – und startete eine unvergleichliche Sportkarriere mit mehreren Weltmeister-Titeln. Die Klasse 1D der OS Düdingen hat die Sportlerin zu ihrem Training befragt.

Ursula Schwaller, wie lange sind Sie schon gelähmt? Und wie ist die Lähmung entstanden?

Ich bin seit Dezember 2002 gelähmt. Die Lähmung ist bei einem Unfall während einer Schneeschuhtour entstanden. Damals stürzte ich acht Meter einen Steilhang hinunter und habe mir zwei Wirbel gebrochen.

Wie lange fahren Sie schon Fahrrad?

Ich fahre schon seit meiner Kindheit Fahrrad, denn ich wohnte früher ausserhalb des Dorfes und fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule nach Düdingen. Nach dem Unfall wollte ich wieder mit dem Fahrradfahren beginnen. Mit meinem Freund kaufte ich ein Liegerad. Damit erkundeten wir Irland, Schottland und viele weitere Länder.

Wie viel trainieren Sie pro Woche und pro Tag?

Ich trainiere sechs Tage pro Woche. Da kommen im Schnitt rund 14 Stunden pro Woche zusammen.

Machen Sie viel Krafttraining? Wie und wo?

Krafttraining ist sehr wichtig; vor allem für die Rumpfstabilität, für die Schultern und die Arme. Im Winter trainiere ich zwei bis drei Mal pro Woche bei mir zu Hause im Kraftkeller. Anfang Winter trainiere ich mit dem Langlaufschlitten, dann mache ich die ersten Ausdauertrainings. Ab dem Frühling mache ich dann immer zusätzlich auf der Kraftmaschine Krafttraining und fahre auch wieder Handbike.

Trainieren Sie alleine oder in Begleitung?

Viele Trainings mache ich alleine, viele mache ich aber auch mit Freunden oder mit dem Trainer. Die Langeinheit mache ich mit meinem Freund Marcel. Ich gehe auch zusammen mit ihm an ganz normale Rennen.

Wie trainieren Sie im Winter?

Im Winter schaffe ich mir eine Basis aus Kraft-und Ausdauertraining. Das heisst, es sind längere Trainings – einfach mit tieferem Puls. Ich fahre mit dem Langlaufschlitten, weil es mit dem Handbike zu gefährlich wäre. Oft trainiere ich auch in meinem Kraftkeller auf der Trainingsrolle oder auf dem Ruderergometer.

Können Sie uns eine typische Trainingsübung für den Winter nennen?

Ich fahre im Winter oft mit dem Handbike nach Guggisberg – zuerst bis nach Zumholz, um mich einzufahren. Danach kommt der Aufstieg bis nach Guggisberg hinauf. Dort oben gibt es eine sehr schöne Aussicht. Wenn ich die Aussicht genossen habe, fahre ich gemütlich über Schwarzenburg nach Hause. Doch ich trainiere auch gerne mit der Trainingsrolle. Wenn es genug Schnee hat in Schwarzsee, gehe ich dort auf die Langlaufpiste.

Was ist ihre Lieblingsstrecke zum Fahren?

Ich fahre gerne im Sense- und im Seebezirk. Im Winter fahre ich auch gerne auf den Gurnigel.

Wie machen Sie es, wenn Sie während des Trainings etwas trinken wollen?

Ich habe einen Schlauch, der an meiner Brust befestigt ist. Der Beutel ist an meinem Rücken platziert, so kann ich trinken, ohne dass ich meine Hände vom Steuerrad entfernen muss.

Wie viele Erfolge hatten Sie schon?

Ich war sieben Mal Weltmeisterin und zehn Mal Schweizermeisterin mit dem Handbike. Im Jahr 2009 wurde ich dann zur Schweizer Radsportlerin des Jahres gewählt. Ich war auch die erste und bisher einzige Behindertensportlerin, die im Team der Schweizer Rudernationalmannschaft dabei war.

Zur Person

Von Ski alpin bis Kajak

Name: Ursula Schwaller

Wohnort: Düdingen

Geburtsdatum: 22. Juni 1975

Beruf: Architektin, Bau­biologin, Energieberaterin

Hobbys: Ist gerne in der Natur, Ski alpin, Langlaufschlitten, Rudern, Kajak und Handbike

Erfolge: siebenfache Weltmeisterin, zehnfache Schweizermeisterin im Handbike.

Klasse 1D, OS Düdingen

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