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Immer mehr lassen sich untersuchen

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Autor: Nicole JEgerlehner

Freiburg Je früher ein Brustkrebs entdeckt wird, umso grösser ist die Chance, dass er geheilt werden kann – und dass keine Brustamputation nötig wird. «Das ist das Wichtigste an unserem Früherkennungsprogramm», sagt der medizinische Leiter des Programms, Chris de Wolf: «Wir senken die Sterberate.»

Seit 2004 erhalten im Kanton Freiburg alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren alle zwei Jahre einen Brief. Sie werden aufgefordert, sich für eine Mammografie – eine Röntgenuntersuchung der Brust – anzumelden. Die Frauen zahlen zehn Prozent Selbstbehalt an die Untersuchung; das sind 18,50 Franken.

Wenig Senslerinnen

Seit Beginn des Programms machen immer mehr Frauen mit. «In Deutschfreiburg beteiligen sich aber weniger Frauen als im französischsprachigen Kantonsteil», sagt Rose-Marie Rittener, Geschäftsführerin der Krebsliga Freiburg. Im Greyerzbezirk lassen sich 67,8 Prozent der Frauen zwischen 50 und 70 untersuchen. Im Seebezirk sind es nur 53 Prozent, im Sensebezirk sogar nur 47,9 Prozent.

Chris de Wolf führt dies unter anderem auf kulturelle Unterschiede zurück: «In Frankreich gibt es solche Programme bereits länger, in Deutschland und in der Deutschschweiz werden sie erst jetzt aufgebaut.» Im deutschsprachigen Raum sei lange kritisiert worden, die Bestrahlung der Röntgenuntersuchung sei schädlich; der Nutzen der Früherkennung wiege dies nicht auf. «Dieses Argument gilt heute mit dem technischen Fortschritt aber nicht mehr», sagt de Wolf.

Freiburgerinnen in Bern

Er geht davon aus, dass viele deutschsprachige Freiburgerinnen eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen in Bern besuchen. «Diese kennen unser Programm nicht genügend, um die Frauen darauf aufmerksam zu machen.»

Nun will die Krebsliga Freiburg vermehrt im deutschsprachigen Kantonsteil für die Mammografien werben. Nächsten Montag beispielsweise organisiert sie einen Informationsabend in Tafers, an dem unter anderem über Brustkrebs gesprochen wird; aber auch Darmkrebs und Prostatakrebs sind ein Thema.

Ziel des Früherkennungsprogramms ist, dass sich dereinst 70 Prozent der Frauen zwischen 50 und 70 Jahren regelmässig untersuchen lassen. Wer familiär vorbelastet ist, sollte sich bereits früher alle Jahre einer Mammografie unterziehen.

In der dritten Runde des Programms, welche nun zu Ende ist, wurden gut 28 000 Freiburgerinnen angeschrieben. 15 700 Frauen haben sich für eine Mammografie angemeldet; die Ärzte haben rund 200 Mammografien pro Woche durchgeführt. 938 Frauen wurden zu weiteren Untersuchungen aufgeboten, dabei entdeckten die Ärzte 91 Brustkrebse. Dabei zeigte sich vor allem, dass der Krebs in einem sehr frühen Stadium entdeckt wurde. «Damit sind die Heilungschancen sehr gross», sagt de Wolf. «Der Eingriff ist kleiner, und oftmals können wir auf eine Chemotherapie verzichten, weil der Krebs noch keine Ableger gebildet hat.»

Die grosse Mehrheit der Frauen, die zu einer Nachuntersuchung aufgeboten wurden, hatten keinen Krebs. «Das kann Verwirrung stiften und verunsichern», gibt de Wolf zu. «Aber es ist besser, alles abzuklären und Krebs ausschliessen zu können.»

Zehn Prozent der Todesfälle

In der Schweiz sterben jährlich rund 6000 Frauen im Alter zwischen 55 und 75 Jahren. Bei rund zehn Prozent davon lautet die Todesursache Brustkrebs. «Viele dieser Frauen können wir mit dem Früherkennungsprogramm retten», sagt de Wolf gegenüber den FN.

Aula Orientierungsschule Tafers. Mo., 4. April, 19.30 bis 21.30 Uhr: «Neue Perspektiven, Vorteile und Grenzen der Krebsfrüherkennung». Verschiedene Referate sowie Diskussion und Fragerunde.

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