Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Immer Schwarzsee als Ganzes im Auge»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Immer Schwarzsee als Ganzes im Auge»

Paul Zbinden, abtretender Präsident der Schwarzsee-Kaiseregg AG

Paul Zbinden tritt heute Abend an der Generalversammlung der Sesselbahn und Skilift Schwarzsee-Kaiseregg AG als Verwaltungsratspräsident zurück. In seiner Amtszeit erlebte das Unternehmen einen gewaltigen Entwicklungsschub und rüstete sich für die Zukunft.

Mit PAUL ZBINDEN
sprach ANTON JUNGO

Seit 1979 sind Sie engagiertes Mitglied des Verwaltungsrates der Sesselbahn und Skilifte Schwarzsee-Kaiseregg AG und seit 1991 dessen Präsident. Woher kommt Ihre Motivation für diesen Einsatz?

Schon seit meiner Kinder- und Jugendzeit habe ich eine enge Beziehung zu Schwarzsee. Ich fühlte mich als Plaffeier dort immer wohl. Seit Bestehen der Anlagen bin ich auf der Sesselbahn und dem Skilift gefahren.

Als dann die Anfrage kam, ob ich im Verwaltungsrat mitarbeiten wolle, sagte ich spontan zu.

Unter Ihrem Präsidium erlebte die Gesellschaft einen eigentlichen Aufbruch. Die Zweier-Sesselbahn wurde installiert, auf dem Riggisalpboden ein neuer Skilift errichtet, bei der Bergstation auf der Riggisalp ein Berghaus gebaut und schliesslich Beschneiungsanlagen verlegt.

Als ich das Präsidium übernahm, bestand akuter Handlungsbedarf. Die Betriebsbewilligung für die Sesselbahn war ausgesetzt worden. Gestützt auf die Abklärungen meiner Vorgänger, brauchten wir unbedingt eine neue Sesselbahn.

Die Sesselbahn war dann Ausgangspunkt für die weiteren Investitionen. Sie war nur zum Teil ausgelastet. Wenn man die Bahn rentabilisieren wollte, durfte man sie nicht ohne ergänzende Anlagen stehen lassen. Dafür brauchten wir ein besseres Angebot, um für eine grössere Kundschaft attraktiv zu sein.

Doch auch von der Kundschaft aus kam der Ruf nach einer zusätzlichen Schneesicherheit und einem Bergrestaurant. Wir waren bestrebt, sowohl den Wünschen der Wintersportler wie auch der Wanderer gerecht zu werden.

Weshalb diese Vorwärtsstrategie in einem Gebiet auf einer kritischen Höhe für den Wintertourismus?

Wir mussten etwas unternehmen, um den Glauben an Schwarzsee als Wintersportort zu sichern. Es ging dabei nicht nur um unsere Anlagen, sondern um Schwarzsee als Ganzes. Wir waren uns aber bewusst, dass unsere Installationen gefährdet wären, wenn es nicht gelingt, ein entsprechendes Angebot bereitzuhalten. In diesem Sinn muss man den Skilift auf dem Riggisalpboden und die Beschneiungsanlagen sehen. Wenn uns dies mit unserem Engagement gelungen ist, dann sind wir zufrieden.

Welche Investitionen waren mit diesen Projekten verbunden? War es schwierig, das Geld zu beschaffen?

Seit 1992 haben wird über 9 Millionen Franken investiert. Es war aber unternehmerisch notwendig, dass wir gleichzeitig, die notwendigen Abschreibungen vornehmen konnten. Das ist uns nur gelungen, weil auf einige magere Jahre wieder bessere folgten.

Die notwendigen finanziellen Mittel konnten nur beschafft werden, weil wir auf einen Kreis treuer Privatpersonen, aber auch auf die öffentlichen Institutionen – Gemeinden, Kanton und Bund – zählen konnten. Wir haben uns immer bemüht, dass die jeweilige Investition auch finanziert werden konnte.

Schwarzsee lebt vor allem von seiner weitgehend intakten Landschaft. Wie lässt sich dieser Anspruch mit den zunehmenden baulichen Eingriffen vereinbaren?

Wir waren immer bemüht, einen sanften Tourismus zu pflegen. So haben wir bei der Projektierung einer Investition vorgängig immer mit Umweltorganisationen das Gespräch gesucht, um auf deren Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Wir hatten wenig Einsprachen und versuchten diese jeweils auf dem Verhandlungsweg zu bereinigen.

Wir dürfen für uns beanspruchen, dass wir die Anlagen, die wir realisiert haben, so naturnah wie nur möglich gestalteten. Man kann aber nicht gleichzeitig den Tourismus fördern wollen und nicht investieren. Mit unserer Sesselbahn erschliessen wir ein gut ausgebautes Wanderwegnetz in einer herrlichen Bergwelt.

Ist der Rekord-Ertrag im Geschäftsjahr 1999/2000 – symbolisch gesprochen – mehr als eine Schwalbe, die den Frühling ankündigt?

Nach der letzten Wintersaison kam bei uns tatsächlich ein Frühling mit Schwalben. Wir hatten eine gute Wintersaison, die uns erneut erlaubte, bedeutende Abschreibungen zu machen (rund 880 000 Franken) und das Eigenkapital zu konsolidieren.

Ich habe den Eindruck, dass unser Unternehmen eine gesunde Bilanz ausweist. Wir hoffen, dass wir in Zukunft einen Ertrag erwirtschaften, der nicht nur den Aufwand deckt, sondern auch einen bescheidenen Gewinn abwirft. Unser Ziel ist es, zukünftige Investitionen – es geht dabei vor allem um die Nachrüstung mit Pistenfahrzeugen – aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Wenn wir weiterhin bestrebt sind, sparsam zu wirtschaften und eine tragbare Tarifpolitik betreiben können, ist meiner Meinung nach das Unternehmen sichergestellt.

Welche Bedeutung hat das Engagement Ihrer Gesellschaft für die Tourismus-Region Schwarzsee?

Bei all unseren Initiativen hatten wir immer Schwarzsee und seine touristische Entwicklung im Auge. Wir haben unser «Mosaiksteinchen» am ganzen Erscheinungsbild beigetragen. Ich glaube, dass unsere Vorwärtsstrategie manchmal missverstanden wurde. Wir ergriffen oft die Initiative, weil wir einfach nicht mehr länger warten konnten.

Bis jetzt ist die seit langem erwartete Zusammenarbeit zwischen den beiden in Schwarzsee aktiven Bahngesellschaften ausgeblieben. Wo liegen die Gründe für diese Zurückhaltung?

Ich möchte zuerst festhalten, dass wir über den Verkehrsverein in mehreren Bereichen zusammenarbeiten. Erwähnt sei die Saisoneröffnung, der Tarifpool, das Kassasystem usw. Wir waren immer bestrebt, dass der Kunde nicht merkt, dass in Schwarzsee zwei Gesellschaften tätig sind. So sind die Abonnemente gegenseitig gültig.

Dass weitere Fortschritte bei der Zusammenarbeit wünschbar sind, will ich gerne anerkennen. Die praktischen Möglichkeiten sind aber begrenzt; dies vor allem wegen der Lage der Talstationen. Es ist denkbar, dass man die Betriebe einmal unter eine gemeinsame Leitung stellt, dafür müssten aber die Voraussetzungen geschaffen werden.

Wenn von Fusion gesprochen wird, dann muss ich klar festhalten, dass so ein Zusammenschluss nur in Frage kommen kann, wenn beide Anlagen finanziell und technisch saniert sind. Wenn man heute bei den Schwybergbahnen von einem Investitionsbedarf von 10 Millionen Franken spricht, dann übersteigt dies aus heutiger Sicht unsere Möglichkeiten bei weitem.

Sie treten als Verwaltungsrat einer Gesellschaft zurück, die finanziell und Image mässig auf gesunden Füssen steht. Was braucht es Ihrer Meinung nach noch, dass die touristische Zukunft von Schwarzsee gesichert ist?

Keine leichte Frage. Alle Anbieter (Bahnen, Sportanlagen, Hotels, Restaurants und Bevölkerung) müssen ihren Beitrag leisten, um das Angebot für Touristen und Feriengäste zu optimieren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die bestehenden Naturschönheiten und die Alpwirtschaft in Schwarzsee und seiner Umgebung erhalten bleiben.

Zum Schluss wünsche ich mir selbst, dass

Mehr zum Thema