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Improvisation in der Galerie

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Improvisation in der Galerie

Im Atelier Fribourg-Nord beginnt am Samstag eine Konzertreihe

Zwei junge Institutionen der modernen Freiburger Kunstszene intensivieren ihre Zusammenarbeit: Das Atelier Fribourg-Nord und der Verein Marim organisieren gemeinsam eine Konzertreihe mit Kreationen in freier Improvisation.

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Seit Herbst 2005 gibt es in Freiburg den Verein für improvisierte Musik und Kunst (Marim), seit Frühling 2006 das Atelier Fribourg-Nord der beiden freiburgisch-polnischen Künstler Wojtek Klakla und Michel Gorski. Zwischen den beiden Institutionen bestand über persönliche Kontakte von Anfang an eine enge Verbindung. So war Wojtek Klakla mit seiner Klang-Video-Malerei bei der allerersten Veranstaltung von Marim mit von der Partie. Und im vergangenen April wurde das Atelier Fribourg-Nord mit via Marim organisierten Gitarren-Improvisationen eröffnet.Die Improvisationskunst war auch für den Kunstmaler Wojtek Klakla, Absolvent der Kunstakademie Krakau, eine ganz neue Erfahrung. Bei der Klang-Video-Malerei arbeitete er mit Videokünstlern und Gitarristen zusammen. Malerei, Videokunst und Musik traten in Dialog und inspirierten sich gegenseitig. Nicht nur das Zusammenspiel mit anderen Kunstrichtungen war für Klakla neu, sondern auch die Vergänglichkeit seines Werks: «Ich hatte das Gefühl, etwas Wichtiges und Intensives gemacht zu haben, das im einen Moment gut und im anderen bereits vorbei war.» Improvisation sei in erster Linie eine Frage der Aufmerksamkeit. «Die Künstler müssen sich auf den Punkt genau konzentrieren; Konzepte oder langwierige Überlegungen spielen eine untergeordnete Rolle.»

«Wir zeigen, was uns gefällt»

Künftig wird im Atelier Fribourg-Nord am Wallriss (Varis) regelmässig Improvisationskunst zu erleben sein: Wojtek Klakla und Michel Gorski lancieren zusammen mit dem Musiker Gérald Zbinden, Programmverantwortlicher von Marim, eine Konzertserie, die am Samstag beginnt (siehe Kasten).Dennoch bleibt das Atelier, was es seit seiner Gründung ist: eine Mischung aus Kunstschule und eigenwilliger Galerie, eine «Autorengalerie», wie Wojtek Klakla sagt. «Wir wollen hier zeigen, was uns gefällt, und wir wollen Ausstellungen machen, die sich um eine bestimmte Idee, ein Konzept oder eine zentrale Frage drehen.» Aktuelles Beispiel ist die Ausstellung «Reality» des polnischen Kunstmalers Andrzej Kozyra, in der es um die Frage geht, was Realität ist und ob es überhaupt so etwas wie eine «objektive» Realität gibt.

Kunstunterricht als Basis

Polnische Kunst werde im Atelier Fribourg-Nord auch weiterhin ein wichtiges Thema sein, so Klakla. Kein Wunder: Sowohl Klakla, der vor zehn Jahren aus Polen nach Freiburg zog, als auch der Performancekünstler Gorski, der als Kind mit seinen Eltern in den Sensebezirk kam, später aber zum Studieren nach Warschau zurückkehrte, verfügen über gute Kontakte zur polnischen Kunstszene. Daneben sei man aber offen für andere, auch einheimische Kunstschaffende, betont Klakla. Geplant ist für dieses Jahr ebenfalls eine Ausstellung mit Hanfarbeiten von Michel Gorski.Parallel dazu gibt Wojtek Klakla im Atelier Fribourg-Nord Kunstkurse, wobei er sich auf technische und handwerkliche Grundlagen konzentriert. Die Idee ist die gleiche, die er bereits als Inhaber der früheren Galerie Art et Cadres verfolgte. Was damals das Rahmengeschäft war, ist jetzt der Unterricht: die wirtschaftliche Grundlage, die es erlaube, «kommerziell nicht lohnende Projekte zu verwirklichen».

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