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In 15 Minuten ein Leben verändern

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In 15 Minuten ein Leben verändern

Ein Freiburger Ärzteteam operiert in Algerien

Drei Freiburger Augenärzte wollen im März im algerischen Benisaf während einer Woche rund 130 am Grauen Star erkrankte Kinder und Erwachsene operieren: Eine Operation dauert gerade mal 15 Minuten.

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Für den Augenarzt Samuel Stress sind freiwillige Einsätze eine Selbstverständlichkeit. Seit vielen Jahren reist er auf eigene Kosten immer wieder in Drittweltländer. Stress hat in Mali operiert, in Indien und in Algerien. Und er tut es, weil er erstens etwas vom Überfluss hierzulande abgeben will, und zweitens, weil er «ein schlechtes Gewissen» hat. «Uns geht es hier so gut, und dort leiden Millionen von Menschen am Grauen Star.» Dabei sei diesen Menschen so leicht zu helfen.

Erfahrungswerte weitergeben

Der Graue Star ist mit einem einfachen kurzen Eingriff heilbar. Dabei wird die trübe Linse hinter der Regenbogenhaut (Iris) entfernt und durch eine neue künstliche Linse ersetzt.Ende März werden die drei Freiburger Augenärzte Lucienne Morisod, Philippe de Gottrau, Samuel Stress, der Anästhesiearzt Pierre-André Vuilleumier und die sechs Operations- und Anästhesieschwestern bereits zum dritten Mal in Algerien unentgeltlich einen Einsatz leisten. In den Jahren 2003 und 2005 wurde in Chlef operiert. «Die dort ansässigen Ärzte haben nun das Know-how, und darum haben wir für den dritten Einsatz eine andere Stadt ausgewählt», erklärt Stress.Das Team wird während einer Woche in Benisaf, in einer Kleinstadt amMeer, aktiv sein. «Nach einer Einführungsphase», so Stress, «operieren vorab die einheimischen Ärzte – wir Freiburger assistieren zum Teil.» Das Ziel des Einsatzes sei es, Erfahrungswerte zu vermitteln.Eine strenge Zeit für das Team. Von morgens um sechs bis abends um sechs Uhr wird unter vielfach rudimentären Bedingungen operiert. Dies obwohl das Team Material und Medikamente aus der Schweiz mitbringt.Der Kontakt mit Algerien ist durch eine Algerierin, die mit einem Freiburger Arzt verheiratet ist und hier lebt, zustande gekommen. Rund 100 Erwachsene und etwa 30 Kindern sollen dort vom Grauen Star oder starkem Schielen geheilt werden – Frauen, Männer und Kinder, die die Mittel nicht haben, einen Arzt aufzusuchen. In Algerien kostet eine Operation 50 Franken; in der Schweiz 2500 Franken. Dabei sei der soziale Faktor wichtiger als der medizinische, räumt Stress ein. In Afrika werden kranke Menschen ausgegrenzt. «Ich kannte eine junge Frau, deren geplante Hochzeit wegen starkem Schielen nicht stattfand.» Ein ähnliches Schicksal widerfährt auch dem Mann. «In Algerien habe ich einen Ingenieur operiert, der wegen seines Schielens keine Stelle fand.»

Zu wenig Augenärzte

In Afrika ist der Graue Star sehr verbreitet. Die Ursache ist ein Mangel an Medikamenten, Kliniken und Fachpersonal. «In Afrika kommt lediglich ein Augenarzt auf eine Million Einwohner, bei uns hingegen einer auf 12 000 Menschen», erklärt Stress.Auch sei die Behandlung für arme Familien unerschwinglich. Doch Blindheit mache erst recht bettelarm. «Denn ohne Sehkraft können die Menschen nicht mehr arbeiten, fallen der Familie zur Last und enden oft hilflos auf der Strasse.»Spenden an «Semaine humanitaire Algérie», Zohra Egger-Belmokhtar, 1627 Vaulruz, Kto. 17-3451-2.

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