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In den Schlüsselmomenten hellwach

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«Die Analyse ist schnell gemacht. Unser Start war katastrophal. Freiburg war der Aggressor, wir haben uns unterworfen.» Die Analyse von Lugano-Trainer Jean-Marc Jaumin klang ein bisschen martialisch, brachte es aber auf den Punkt: Die entscheidenden Szenen spielten sich am Samstag im St. Leonhard bereits in den ersten fünf Minuten ab. Olympic tat schlicht so, als stünde immer noch der inferiore Viertelfinal-Gegner Basel gegenüber und überrannte Lugano kurzerhand. Die Tessiner waren von der Intensität der Freiburger überrascht und überfordert. Von ihren ersten drei Wurfversuchen waren zwei Verzweiflungsabschlüsse, abgegeben jeweils kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr.

Nach dreieinhalb Minuten führte Olympic 9:0, nach fünf Minuten 14:2. Jaumin wollte nicht nach möglichen Ausreden für den Fehlstart suchen, nach mehrmaligem Nachfragen nannte er dann doch noch mögliche Gründe: «Vielleicht war das Aufwärmen nicht ideal. Einige Spieler sagten mir, sie hätten während des ganzen ersten Viertels schwere Beine gehabt. Das hat vielleicht mit der langen Carfahrt zu tun.»

 Wechsel bergen auch Gefahr

 Von ihrem Blitzstart zehrten die Freiburger bis zum Schluss. Die Gäste kamen nie näher als bis auf fünf Punkte heran. Trotzdem zeigte sich nach dem ersten Viertel, dass Freiburg die Serie nur gewinnen wird, wenn die junge Equipe von Petar Aleksic Konzentration und Intensität stets hochhält. Luganos starker Spielmacher Dominique Rambo, der gross gewachsene Terrance Henry oder die unverwüstlichen Derek Stockalper und Andrej Stimac lauern auf Schwächephasen der Freiburger und werden diese gnadenlos ausnutzen.

Das zeigte sich etwa gegen Ende des dritten Viertels. Minuten, die gleichzeitig aufdeckten, dass Olympics grosser Trumpf, über ein breites Kader zu verfügen und regelmässig durchwechseln zu können, ab und zu eben auch Gefahren birgt. Aleksic wechselte manchmal fast schon blockweise. So brachte er zweieinhalb Minuten vor Ende des dritten Abschnitts gleich drei neue Spieler–und brach damit den Rhythmus. Mit drei Dreipunktewürfen in Folge brachte sich Lugano zurück ins Spiel. Statt 61:47 stand es plötzlich nur noch 61:56. «Wir haben nach dem Startviertel gut reagiert und sind immer wieder nahe herangekommen. Aber immer fehlte dann der Extra-Push, um ganz ins Spiel zurückzukehren», so Jaumin.

Stark in Schlüsselszenen

Ein Grund dafür war, dass Olympic in den Schlüsselszenen mentale Stärke bewies. «Wir sind in diesem Bereich als Mannschaft in diesem Jahr gewachsen und haben uns deutlich verbessert», sagte Freiburgs Center Arnaud Cotture. Und auch Trainer Petar Aleksic attestierte seinem Team einen «mental sehr stabilen Auftritt».

Auf Luganos Aufholjagd zum Ende des dritten Viertels etwa antwortete Jonathan Kazadi mit einem Dreier. Quasi als Nachwort liess Roberto Kovac zu Beginn des Schlussviertels gleich zwei weitere Dreier folgen–und schon war Olympics Vorsprung wieder beruhigender Natur. Dass mit Kovac ein Bankspieler, der bloss 16 Minuten auf dem Feld stand, für die entscheidenden Würfe verantwortlich zeichnete, zeigt, dass die Breite von Olympics Kader am Ende doch immer wieder das entscheidende Zünglein an der Waage ist. Freiburgs Bank steuerte 26 Punkte bei, Luganos 14.

Freiburgs Waffenarsenal scheint schier unerschöpflich. So schaffen es die Freiburger immer wieder, relativ leicht zu kompensieren, wenn ein Leistungsträger einen schlechten Tag einzieht. So wie das etwa bei Cotture der Fall war, der selbst nur lachte und den Kopf schüttelte, als er nach dem Spiel seine Statistiken anschaute: Er verwandelte nur einen seiner fünf Wurfversuche, kam gerade einmal auf zwei Punkte und zwei Rebounds. Natan Jurkovitz sprang in die Bresche: Während Cotture in der zweiten Hälfte meist auf der Bank sass, verwandelte er vier seiner fünf Wurfversuche.

Lugano physisch auf der Höhe

In Sachen Physis machte es am Samstag hingegen nicht den Eindruck, als hätte Freiburg entscheidende Vorteile. Trotz breiterem Kader und obwohl Freiburg seinen Viertelfinal locker 3:0 gewann, während Lugano erst am Donnerstag in einem hart umkämpften fünften Spiel in Monthey in den Halbfinal einzog: Lugano wirkte konditionell im ersten Halbfinal-Spiel bis zum Schluss auf der Höhe. «Genau wie Freiburg gehören wir zu den Teams der Liga, die am besten vorbereitet sind, weil wir im Training hart arbeiten», sagte Trainer Jaumin. «Deshalb mache ich mir in diesem Bereich keine Sorgen.» Lugano droht morgen in Spiel zwei, das erneut im St. Leonhard stattfindet, somit erneut ein gefährlicher Gegner zu werden. 

Telegramm

Olympic – Lugano 85:73 (45:34)

St. Leonhard. 1700 Zuschauer. SR: Clivaz/Tagliabue/Hüsler.

Freiburg Olympic:Williamson (21), Kazadi (11), Miljanic (12), Wright (13), Cotture (2); Molteni (6), Kovac (12), Jurkovitz (8), Fongué.

Lugano Tigers:Rambo (13), Stockalper (11), Stimac (6), Kozic (11), Henry (18); Aw (10), A. Louissaint (4), Sztarkman.

Bemerkungen:Freiburg ohne Mbala, Lugano ohne Watson (beide verletzt).–Viertelsergebnisse: 26:12, 19:22, 19:24, 21:15.

Stand Serie (best of 5):1:0.

Zweiter Halbfinal:Genf – Neuenburg 75:84 (43:41)–Stand Serie (best of 5) 0:1.

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