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In der Antriebstechnik die Nase vorn

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In der Antriebstechnik die Nase vorn

Seit über 20 Jahren ist Liebherr Bulle im Motoren-, Getriebe- und Hydraulikbau tätig

Vor genau 25 Jahren hat sich die Firmengruppe Liebherr mit einer Entwicklungs- und Produktionsstätte in Bulle niedergelassen. Seit bald 20 Jahren befindet sich auch der Sitz der Dachgesellschaft Liebherr-International in Bulle. Grund genug für die Verantwortlichen, am 24. Mai zu einem «Tag der offenen Tür» einzuladen.

Von WALTER BUCHS

«Wir haben tatsächlich Grund zum Feiern. Unsere Gruppe hat in den letzten 25 Jahren im Greyerzerland rund 600 wertvolle Arbeitsplätze (Ingenieure, Elektroniker, Mechaniker usw.) geschaffen. Über 100 Personen sind in der Entwicklung tätig. Jedes Jahr beginnen rund zehn Lehrlinge ihre Ausbildung bei uns.» Dies sagt Marius Reidy, verantwortlicher Direktor für Verwaltung und Finanzen bei Liebherr, im Gespräch mit den FN.

Motor regionaler Entwicklung

Im 30. Geschäftsjahr des schwergewichtig in den Bereichen Baumaschinen, Industrieanlagen und Verkehrstechnik tätigen Unternehmens wurde im Herbst 1978 Liebherr Maschinen Bulle AG gegründet. 1981 wurden dann vom Greyerzer Hauptort aus die ersten Antriebskomponenten für Hydraulikbagger, für Planier- und Laderaupen sowie für Radlager ausgeliefert. Dieselmotoren für Baumaschinen werden seit Ende 1984 hergestellt. In der Zwischenzeit haben 60 000 Motoren das Werk verlassen.

Die Werkfläche von Liebherr in Bulle umfasst 118 000 Quadratmeter. Davon sind 54 200 m2 überbaut. Die Bruttoinvestitionen beliefen sich Ende 2002 auf 148 Millionen Franken. Mit knapp 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wovon rund zwei Dutzend in Teilzeit angestellt sind, wurde von Liebherr Maschinen Bulle im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatz von rund 166 Mio. Fr. erzielt.

Die 1983 gegründete Dachgesellschaft Liebherr-International AG hat ihren Sitz ebenfalls in Bulle. Sie koordiniert die Tätigkeit der 90 Gesellschaften der Gruppe, die weltweit nahezu 21 000 Personen beschäftigen.

Investition in Neuentwicklungen

Das Produktionsprogramm von Liebherr Maschinen Bulle AG umfasst Dieselmotoren, Getriebe und Hydraulik. Diese Produkte werden an Liebherr-Gesellschaften in aller Welt geliefert. Eingebaut werden sie in Baumaschinen des Erdbewegungsbereichs (verschiedene Arten von Baggern und Ladern) sowie in Mobil- und Fahrzeugkrane.
Gegenwärtig wird eine neue Dieselmotoren-Baureihe entwickelt. Diese kommen ab 2006 zum Einsatz und werden in der Lage sein, den verschärften EU-Abgasnormen zu entsprechen. Wie der technische Direktor Eckart Brucker vergangene Woche an einem Pressegespräch bekannt gab, laufen die ersten Exemplare auf dem Prüfstand. Im Hydraulikbereich wird ebenfalls eine neue Baureihe entwickelt. Direktor Brucker unterstrich dabei, dass die gleichzeitige Entwicklung und Produktion von fertigen Einheiten der Antriebs- und Steuerungstechnik es erlaube, die einzelnen Komponenten optimal aufeinander abzustimmen. Selbst weltweit gesehen, seien nur wenige Hersteller hiezu in der Lage.

Mehr Flexibilität beim Arbeitseinsatz

Da die Produkte von Liebherr Bulle weltweit zum Einsatz kommen, hat auch die internationale Konjunkturlage einen direkten Einfluss auf den Geschäftsgang. Eines der Merkmale ist dabei, dass die Aufträge in viel kürzerer Zeit als früher ausgeführt werden müssen und dass es als Gegenstück wieder flauere Zeiten geben kann. «Wir stehen vor der Problematik, dass die Verkürzung der Jahres- und Lebensarbeitszeit mit dem Bedürfnis kürzerer Bestellungsfristen in Einklang gebracht werden muss. Dies verlangt notgedrungen nach neuen Arbeitszeitmodellen.» Dies stellte Winfried Böhm, Direktor bei Liebherr-International, am Pressegespräch fest.

Aus diesem Grunde hatte die Direktion im Frühjahr einen Vorschlag für flexiblere Arbeitszeiten vorgelegt. Danach sollte es bei Bedarf möglich sein, während einer gewissen Zeit maximal 50 statt 40 Wochenstunden zu arbeiten, bis maximal 150 Stunden Überzeit geleistet sind. Diese würden in flauen Zeiten genutzt, um die Überstunden abzubauen oder gar bis maximal 100 Stunden unter die Soll-Arbeitszeit zu gehen. Die Direktion möchte dieses System in nächster Zeit einführen und während eines halben Jahres testen. Der Bestellungseingang hat wieder angezogen.
Direktion und Betriebskommission sind im Moment noch daran, das entsprechende Reglement zur Verabschiedungsreife zu bringen. Für kommende Woche ist hiezu eine Betriebsversammlung geplant. Die Direktion hatte bereits im April die Belegschaft informiert, nachdem eine Vororientierung durch die Betriebskommission nicht optimal gelaufen war und anschliessend eine Petition gestartet wurde. Hiezu ergänzt Verwaltungs- und Finanzdirektor Marius Reidy den FN gegenüber: «Unser Ziel ist es, die Arbeitsplätze langfristig zu sichern und angesichts der neuen Herausforderungen einen moderaten Weg einzuschlagen. Ich stelle mit Genugtuung fest, dass der überwiegende Teil der Belegschaft dies begriffen hat und voll hinter unserem Vorschlag steht.»
Einladung an die Bevölkerung

Liebherr lädt im Werk Bulle für Samstag, 24. Mai, zu einem Tag der offenen Tür ein. Diese wird von 8 bis 16 Uhr offen sein. Vom Bahnhof Bulle und von den Parkplätzen steht dabei ein Shuttlebus zur Verfügung. Ein grosses Zelt, in dem es Verpflegung gibt, wird aufgebaut.

Die Besucherinnen und Besucher können die Belegschaft bei der Arbeit beobachten. Diese wird an diesem Tag in zwei Equipen arbeiten. Auch die erste Mannschaft des HC Freiburg wird am Festtag ihres Hauptsponsors anwesend sein. wb

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