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«In der Gruppe erziehen sich Fohlen selbst»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anton Jungo

«Schon als 12-Jährige haben wir unseren Vater bestürmt, wir möchten gerne ein Haflinger-Pferd», erklärt Wendelin Aebischer, Landwirt in Vogelshaus. «1977 hat uns der Vater den Wunsch erfüllt und zwei Stuten gekauft. Ein Jahr später kam ein Aufzuchtfohlen dazu. Mit der Zeit wurden es immer mehr.» Heute umfasst die Haflingerzucht der Gebrüder Aebischer 19 Tiere: fünf Zuchtstuten, einen Hengst, drei Stuten, die nicht trächtig sind, sowie neun Aufzuchtfohlen.

Miranda und Steral

Zwei der fünf Fohlen, die für dieses Frühjahr erwartet werden, geniessen mit ihren Müttern schon die Freiheit auf der Weide. Die beiden Fohlen wurden am 27. Februar beziehungsweise am 7. März geboren. Das Stutfohlen erhielt einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben M wie seine Mutter Mirabelle und heisst Miranda. Das Hengstfohlen wurde nach dem Namen seines Vater Stern Steral «getauft».

Die Gebrüder Aebischer bewirtschaften zusammen mit ihren Gattinnen und ihrer Mutter in Vogelshaus einen 67-ha-Betrieb. Die Pferdezucht hat sich auf dem Hof neben dem Ackerbau und der Viehwirtschaft zu einem wichtigen Betriebszweig entwickelt. Die Verantwortung für die Pferde liegt vor allem bei Wendelin und Ursula Aebischer-Hofmann, jene für den Ackerbau und die Viehzucht bei Hans und Ruth Aebischer-Zbinden.

In der Gruppe bildet sich eine Rangordnung

Die Fohlen bleiben rund sechs Monate bei ihren Müttern und kommen dann in die Aufzucht, wo sie in Gruppen gehalten werden. «Gruppenhaltung ist für die Aufzucht das Beste. In der Gruppe bildet sich eine Rangordnung und die Tiere erziehen sich selbst», erklärt Ursula Aebischer. Sie weist aber darauf hin, dass Tiere, welche die Gruppe angeführt haben, schwieriger auszubilden sind. «Sie müssen zuerst wieder lernen, sich zu fügen», betont sie. Die Gruppenhaltung entspricht auch den Tierschutzvorschriften, darf doch ein Pferd nicht einzeln gehalten werden.

Wenn die Fohlen von der Stute getrennt werden, ist diese meist schon wieder trächtig. Wird sie doch rund zehn Tage nachdem sie geworfen hat – und dann in einem Zyklus von drei Wochen – wieder rossig. Die Tragzeit dauert elf Monate.

Beginn der Ausbildung

Im Alter von rund zweieinhalb Jahren beginnt die Ausbildung der Pferde. An der Longine lernen sie die verschiedenen Schritte und die Hufe heben. Sie werden aber auch eingeritten und eingefahren. «Man braucht für die Pferdeausbildung ein gutes Gespür», meint Ursula Aebischer. «Die Ausbildung verläuft sehr unterschiedlich. Jedes Pferd hat einen eigenen Charakter.»

Wenn die Pferde drei- bis dreieinhalb Jahre alt sind, stellen sie sich dem Feldtest. Dabei werden die Gangarten geprüft, aber auch ihr Verhalten unter dem Sattel und vor dem Wagen. «In diesem Alter sind die Pferde noch nicht fertig ausgebildet, man sieht aber, ob etwas aus ihnen wird», hält Wendelin Aebischer fest. Wenn ein Pferd den Feldtest erfolgreich bestanden hat, wird es ins Herdebuch eingetragen.

«Wir bilden nur Pferde aus, die in der Haltung und im Umgang einwandfrei sind», betont er. Es gehe um den guten Namen des Züchters. Sei ein Käufer mit einem Pferd nicht zufrieden gewesen, werde er kein zweites kaufen. Seit der Bund die Prämien gestrichen habe, sei das Interesse an Pferden ohnehin rapide gesunken, meint Wendelin Aebischer. Gekauft werden Haflinger-Pferde von Freizeitreitern und Freizeitfahrern. In einzelnen Fällen werden sie noch als Arbeitspferde gekauft und kommen beim Ziehen, Pasten und Holzrücken zum Einsatz.

Haflinger sind genügsam

Der tägliche Aufwand für die Besorgung der 19 Pferde beträgt drei Stunden, wenn eine Person im Einsatz ist; die Zeit für die Ausbildung der Jungpferde nicht eingerechnet.

Haflinger sind genügsame Tiere. Damit die Pferde nicht zu viel Fett ansetzen, erhalten sie vor allem Futter mit einem hohen Rohfaseranteil; das heisst vor allem altes Heu. Dazu erhalten sie eine Getreidemischung; und die Stuten zusätzlich Mineralsalz. Im Sommer fressen die Pferde, was die Kühe auf den Weiden stehen gelassen haben, und erhalten dazu noch Stroh.

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