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In der Hochburg der einheimischen Spargel

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Im Seeland steuert ein Edelgemüse seiner Hochsaison entgegen

Bei sehr vielen Gaststätten, namentlich im Seeland, wird man gegenwärtig auf Spargelangebote aufmerksam gemacht. Es ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass für Schweizer Spargeln im Moment Hochsaison herrscht. Der Konsum erlebt in der Schweiz ein Hoch. Der Anbau dehnt sich aber nicht im gleichen Ausmass aus.

Bedeutende Importe

Letztes Jahr wurden 6155 Tonnen Grünspargel und 4686 Tonnen Bleichspargel importiert. Der Boom der Grünspargel wurde aber insbesondere durch die Ausdehnung des Anbaus in der Schweiz ausgelöst.

Nach Schätzungen des Verbandes Schweizerischer Gemüseproduzenten werden in diesem Jahr in der Schweiz etwa 400 Tonnen Grünspargeln geerntet, vor allem in der Ostschweiz. Im Vergleich zu den Vorjahren entspricht dies einer bemerkenswerten Steigerung. In der gleichen Zeit gelangen auch 200 Tonnen Schweizer Bleichspargel auf den Markt. Dabei ist zu bemerken, dass der Direktverkauf, namentlich von Produzenten an einzelne Restaurants, stark verbreitet ist und zunimmt.

Bescheidener Anbau im Seeland

Im Vergleich zu den genannten Zahlen fällt der Anbau im Berner und Freiburger Seeland eher bescheiden aus, wie Hans-Peter Kocher, Leiter der kantonalen Zentralstelle für Gemüsebau des Kantons Bern, den FN gegenüber sagt. Grünspargel werden im laufenden Jahr auf einer Fläche von sechs Hektaren angebaut, was einen Ertrag von rund 15 Tonnen ergibt.

Bleichspargeln sind im Berner Seeland mit 15 Aren unbedeutend. In der Gegend von Kerzers/Fräschels bewirtschaften zwei Produzenten vier Hektaren Bleichspargeln. Dank der günstigen Witterung ist ihre Ernte in diesen Tagen besonders ausgiebig. Sie beliefern damit ausschliesslich drei Restaurants der Gegend, welche in der Hochsaison wie jetzt von Kunden aus der ganzen Schweiz besucht werden.

Arbeitsintensiv

Der relativ bescheidende Anbau in der Schweiz ist in erster Linie eine Preisfrage. Spargelproduktion ist sehr arbeitsintensiv. Zudem fällt in den ersten zwei Jahren nach dem Anbau kein Ertrag an.

Aus klimatischen Gründen ist der Ertrag in der Schweiz wesentlich kleiner als in bestimmten ausländischen Anbaugebieten. Fürs Seeland ist zu erwähnen, dass dieses Produkt auf intensiv genutzten Gemüseböden nicht so gut wächst. Diese Gründe erklären die grossen Preisunterschiede zur ausländischen Ware. Tatsächlich kostete letztes Jahr ein Kilogramm Schweizer Grünspargel im Engroseinkauf durchschnittlich 11.45 Franken gegenüber 4.39 Franken bei der Importware. Bei der Bleichspargel sind die Unterschiede deutlicher geringer.
Samuel Schwab, Produzent in Kerzers, weist denn auch darauf hin, dass er die Arbeit zusammen mit seiner Frau verrichtet. Löhne für Angestellte zu bezahlen würde nicht drin liegen, sagt er den FN gegenüber. Nachdem er die Viehwirtschaft unter dem Zwang des neuen Tierschutzgesetzes aufgegeben hat, ist die Spargelproduktion ein wesentlicher Teil seines Betriebes. Er beliefert damit ein einziges Restaurant in Kerzers, das je nach Ertrag auch ein anderes beliefert.

Konsumenten fragen nach
einheimischen Spargeln

Die Spargelsaison in den Restaurants beginnt Ende März, anfangs April, und dauert bis Ende der Ernte am längsten Tag, dem 21. Juni. Schweizer Spargeln können je nach Witterung ab Mitte April geerntet werden. Wie Wirte, die ausschliesslich auf Schweizer Produktion setzen, den FN gegenüber gesagt haben, müssen auch sie die Saison gleichzeitig wie alle anderen beginnen, um Kunden nicht zu verlieren. Am Anfang kommen somit auch bei ihnen vorwiegend Spargeln aus Südfrankreich auf den Teller, bis die einheimische Ware da ist.

Wie Martin Schwab, Wirt aus Fräschels, sagt, erkundigen sich aber sehr viele Kunden vorher, ob die einheimische Ernte begonnen hat, und kommen erst dann. Das einheimische Produkt wird somit von der Stammkundschaft klar bevorzugt. Ruedi Notz, Präsident von Gastro See, Kerzers, unterstreicht die enorme Wichtigkeit der Spargelsaison für Betriebe wie den seinen. Die Nachfrage nach diesem edlen Produkt habe sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Jedenfalls ist es in der Hauptsaison ratsam, eine Reservation vorzunehmen.

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