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In die Falle von Geldwäschern getappt?

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Eine junge Frau aus dem Kanton Freiburg stiess auf der Suche nach einem Nebenjob auf eine Immobilienfirma. Sie bewarb sich und unterzeichnete ein Arbeitsvertrag als Regionalvertreterin, der folgende Tätigkeit beinhaltete: Geld, das ihr auf ihr Konto überwiesen wird, abheben und per Post verschicken. Dies tat sie einmal. Dafür befand sie die Freiburger Staatsanwaltschaft im Mai der Geldwäscherei für schuldig. Die 22-Jährige wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen und einer Busse von 900 Franken zuzüglich der Verfahrenskosten verurteilt. Gegen dieses Urteil hat sie Einsprache erhoben, und so kam es gestern zu einer Verhandlung vor dem Polizeigericht in Tafers.

«Hat Sie die Tatsache nicht stutzig gemacht, dass einer neuen Mitarbeiterin über 10 000 Franken auf das Konto überwiesen werden und sie diese – trotz heutigem E-Banking – nach Russland schicken sollte?», fragte Polizeirichter Peter Rentsch die junge Frau. Sie beteuerte in der Verhandlung mehrmals, dass ihr die Anstellung seriös erschienen sei. «Ansonsten wäre ich zur Polizei gegangen», sagte sie. Die junge Frau erhielt von einem fremden Konto 10 150 Franken, hob das Geld ab und schickte es in einem Couvert nach Russland. Dafür wurden ihr 220 Franken Provision versprochen.

Nach Aussage der Angeklagten wurde ihr gesagt, dass das überwiesene Geld von einem Kunden der Immobilienfirma stamme. Tatsächlich aber wurde das Konto eines Mannes gehackt, der anschliessend Anklage erhob. Im Urteil vom Mai steht, dass die Frau aufgrund ihrer Ausbildung und Berufserfahrung hätte annehmen müssen, dass das Geld aus einem Verbrechen stamme. Ihr Anwalt Elias Moussa konterte, dass sie nicht hätte ahnen können, dass ein Konto gehackt wurde. «Meine Mandantin wurde Opfer einer bekannten Betrugsmasche. So perfide wie in diesem Fall, gibt es sie relativ selten», so Moussa. Ob dem so war, beurteilt nun das Gericht. Das Urteil wird nächste Woche bekannt gegeben.

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