Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«In Freiburg war es sehr schwierig, Arbeit zu finden»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Alter von 17 Jahren beschloss Arnold Haymoz, aus dem ihm vertrauten Freiburgerland ins unbekannte Genf überzusiedeln–das war im Jahr 1940. «Es kam die Zeit, in der es für mich darum ging, meinen Lebensweg selbst in die Hand zu nehmen», schreibt der pensionierte SBB-Angestellte in einem Brief an die FN. Die Arbeit war für den heute 92-Jährigen, der mit drei Schwestern und zwei Brüdern in Burg bei Schmitten aufgewachsen ist, das entscheidende Kriterium für den Umzug in die Calvin-Stadt. «In Freiburg war es zu dieser Zeit–gerade für Personen, die keinen Beruf erlernt hatten–schwierig, Arbeit zu finden», sagt Arnold Haymoz am Telefon in lupenreinem Senslerdeutsch.

Freiburger Verein in Genf

Um in Genf zu bleiben, benötigte er damals als Freiburger noch eine Aufenthaltsbewilligung–die er schliesslich erhielt, als er Arbeit in einem Landwirtschaftsbetrieb gefunden hatte. Nach der Rekrutenschule landete er bei den SBB, wo er 40 Jahre seinen Dienst leistete. Genf sei in den 40er-Jahren ein richtiger Magnet für Freiburger und Walliser auf Arbeitssuche gewesen, wie Haymoz erklärt. Als 1941 der Freiburger Verein in Genf gegründet wurde, trat der Sensler ebenfalls bei: «Früher waren wir etwa 100 Mitglieder, heute sind noch rund 20 Personen aus dem deutschsprachigen Kantonsteil dabei.» Sie hätten viele Ausflüge in den Sensebezirk unternommen–etwa nach Rechthalten oder in den Schwarzsee.

Beinahe zurückgekehrt

Auch das Heimweh habe ihn manchmal gepackt: «Kurz vor der Pension war die Rückkehr tatsächlich ein Thema», verrät der Rentner. «Doch als unsere Kinder selbst Kinder bekamen, entschieden wir uns, hier zu bleiben.» Auch seine Ehefrau aus der Innerschweiz, mit welcher er 60 Jahre verheiratet war, lernte Haymoz in Genf kennen.

Arnold Haymoz ist seit langem treuer FN-Leser: «Ich habe die Zeitung seit den 50er-Jahren abonniert und lese sie noch heute.» 1964 sei er sogar auf einem Bild in der Zeitung zu sehen gewesen–rein zufällig: «Wir installierten ein neues Stellwerk am Bahnhof La Praille nahe Genf.» ma

 Die FN sprechen im Rahmen der Sommerserie«Die FN aus der Ferne»mit Menschen, die nicht im Kanton leben, aber dennoch die Freiburger Nachrichten abonniert haben.

Meistgelesen

Mehr zum Thema