Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

In Grossfreiburg werden verzweifelt Standorte zur Schuttablagerung gesucht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal Jäggi

Die Gemeinde Hauterive ist bekannt für sein Kloster, aber auch für seine Deponien wie La Pila oder die Inertstoffdeponie La Tuffière. Sechs Standorte gebe es bereits in der aus den Dörfern Posieux und Ecuvillens zusammengesetzten Gemeinde, rechnete Syndic Jean-Denis Chavaillaz an einer Informationsveranstaltung am Mittwoch in Ecuvillens vor. Grund der Veranstaltung war ein geplanter weiterer Entsorgungsplatz, beziehungsweise die dafür fällige Umzonierung einer bisherigen Landwirtschaftszone.

Die Baufirma JPF will beim Weiler Froideville eine Deponie für Bauschutt, hauptsächlich von der Poyabrücke-Baustelle, einrichten. Ein Loch muss dafür nicht ausgehoben werden, da es sich um eine natürliche Einbuchtung handelt, wie Luc Pasquier von JPF erklärte. Gesucht wird Platz für das auszuhebende Erdmaterial auf der Palatinat-Seite, wo ein Tunnel und eine Galerie entstehen. Die Zusage des privaten Landbesitzers hat die Firma schon, doch entscheiden werden schlussendlich die Gemeinde und der Kanton.

Skeptische Bürger

Rund 25 Einwohner verfolgten am Mittwoch die Ausführungen von Luc Pasquier, der versicherte, dass nur sauberes Material von der Baustelle in die Grube gelangen würde. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit, etwa mit der Deponie La Pila oder dem verseuchten LötschbergSchlamm in der Tuffière, reagierten die Zuhörer skeptisch.

«Wer kontrolliert das?» fragte eine Einwohnerin. «Die Eigenkontrolle ist schärfer geworden», so Pasquier, «wir führen genau Buch und der Kanton führt ebenfalls Kontrollen durch». Loïc Constantin vom Amt für Umwelt bestätigte, dass stichprobenweise Kontrollen durchgeführt würden, es sei aber unterschiedlich, wie oft dies getan werde.

Neue Standorte nötig

Rund 40 000 Kubikmeter Erdmaterial sollen jährlich in der neuen Deponie mit einer Fläche von 30 000 Quadratmetern abgelagert werden. Ein Teil davon werde wiederverwendet, wenn möglich gegen 40 Prozent, meinte Pasquier. Ob das Material nicht woanders deponiert werden könne, fragte ein Bürger. «Die bestehenden Standorte im Grossraum Freiburg sind fast voll», erklärte Markus Bapst vom Ingenieurbüro Triform. Ob Corpataux oder Düdingen, da passe nichts mehr rein, meinte er. An vereinzelten Orten könnten vielleicht noch 10 000 Kubikmeter versorgt werden, doch für das Poya-Material reiche das nicht aus. In Zukunft sind zudem weitere Projekte geplant, wie die Umfahrung Düdingen. Die Suche nach Standorten dürfte weitergehen.

Ausgesucht hat die Firma JPF den Platz in Hauterive alleine, einen Plan für mögliche neue Standorte gibt es beim Staat nicht. Der Kanton hat das jetzige Gesuch aber geprüft und ein positives Vorgutachten abgegeben, wie Loïc Constantin bestätigte.

Kein Mehrverkehr?

Befürchtungen der Anwohner über zusätzlichen Verkehr in den Dörfern versuchten die Verantwortlichen ebenfalls zu zerstreuen. «Der Vorteil am Standort ist, dass die Camions von Villars-sur-Glâne und Matran her über die Kantonsstrasse zur Deponie gelangen. Mehrverkehr für die Anwohner wird es kaum geben», sagte Bapst. Zusätzlich versicherte Luc Pasquier, dass die Deponie nach fünf Jahren aufgegeben und dem Besitzer zurückgegeben wird.

Schliesslich konnte Syndic Jean-Denis Chavaillaz seinen Mitbürgern von einem positiven Effekt der Deponie berichten. «Wir erhalten pro Kubikmeter Material Fr. 1.50 Entschädigung», hielt er fest.

Im heutigen Amtsblatt wird die Zonenplanänderung öffentlich ausgeschrieben. Yolande Peisl, Geschäftsführerin von Pro Natura Freiburg, sagte gegenüber den FN bereits, dass das Gesuch nach der Veröffentlichung geprüft werde.

Mehr zum Thema