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In Harmonie mit Mensch und Bergwelt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Josef Jungo

Am 10. Juni erfolgte der Alpauftrieb. Das ist immer ein besonderes Erlebnis. Während die Rinder früher auf die Alp getrieben wurden, werden sie heute mit grossen Transportern bis zum Weidetor geführt. Von dort werden sie zur unteren Alphütte «Unterer Neugantrisch» getrieben. 56 der 106 Rinder wurden in den Stall eingebunden.

61 Alpsommer

Die Tiere der Hütte «Oberer Gantrisch» verbrachten die Nacht auf der Weide. Beim ersten Einbinden in die Ställe wurden die Hirten Alfons und Josef Thalmann von den Besitzern und Helfern sowie von Bergmeister Niklaus Sturny unterstützt.

«In den ersten Tagen braucht es besonders viel Geduld. Man muss mit den Tieren reden», erzählt Josef. Und er muss es ja wissen, verbringt er doch den 61. Alpsommer auf dem «Neugantrisch».

Rinder, die in Laufställen gehalten würden, seien scheu und anfänglich weniger zutraulich. «Die Tiere täglich einzubinden, braucht Zeit. Aber so hat man die bessere Kontrolle, ob Tiere brünstig sind und der Besamer avisiert werden muss», erklärt Josef. Im Gespräch erinnern Arthur und Josef Thalmann an die verschiedenen Arbeiten auf der Alp. Mit der Instandstellung der kilometerlangen Zäune hätten sie schon im April begonnen, sagte Arthur.

Arthur Thalmann ist ein Frühaufsteher: Er wohnt mit seiner Frau und schulpflichtigen Buben auf dem Heimbetrieb Tromoserli und fährt jeden Morgen um 4.30 Uhr auf den «Neugantrisch» zum Melken der 17 Kühe.

Tradition und Kameradschaft

Auch für die Alpgenossenschaft ist der Auftrieb ein besonderer Tag: Es sei Tradition, dass die Tierbesitzer und Helfer am Abend gesellig zusammensitzen, auf der Alp übernachten und am folgenden Tag nach dem Frühstück beim ersten Einbinden der Rinder mithelfen, erzählt Präsident Paul Blanchard.

Dann nehme man noch zusammen das von Margrith und Lina Thalmann fein zubereitete traditionelle «Gantrischmenü» – Suppe, Hörnli und Koteletts – ein und fahre dann erst heim. Der Präsident hob das gute Verhältnis unter den Miteigentümern und Genossenschaftern hervor. «Hier auf dieser prächtigen Alp und in der herrlichen Bergwelt fühlen wir uns wohl.»

Gegenseitiges Vertrauen

Diese Verbundenheit komme auch zum Ausdruck, wenn es darum gehe, bei Arbeiten an Alp und Bauten selbst Hand anzulegen. Ohne diese Fronarbeit könnte ein genossenschaftlicher Betrieb gar nicht geführt werden.

«Bereits in dritter Generation pflegt die Familie Thalmann die Rinder der Genossenschaft, die Alpweiden und die dazu gehörenden Gebäude», schreibt Bergmeister Niklaus Sturny in der Festschrift. Er hebt das Pflichtbewusstsein, die Sorgfalt und die Sauberkeit hervor und unterstreicht, dass das Verhältnis der Genossenschafter zu den Hirtsleuten von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Anerkennung geprägt sei.

1948 übernahm Dominik Thalmann die Hirtschaft. Schon als Bub begleitete Sohn Josef seine Eltern auf die Alp. 1970 übernahm er dann die Hirtschaft. Ab diesem Jahr ist Sohn Arthur mit Familie Vertragspartner der Alpgenossenschaft. Er kann dabei auf die unentbehrliche Mithilfe der Eltern Josef und Margrith sowie Tante Lina zählen.

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