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In Murten ist Lichterlöschen angesagt

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Wer in Murten nach Mitternacht zu Fuss unterwegs ist, braucht bald eine Taschenlampe. Der Gemeinderat schaltet die öffentliche Beleuchtung während der Nacht auf dem ganzen Gemeindegebiet ab. Der Generalrat hat für dieses Vorhaben am Mittwoch einen Kredit von 110 000 Franken durchgewunken.

Im Murtner Quartier Merlachfeld wurden die Strassenlaternen in einer Versuchsphase während eines Jahres nachts abgeschaltet. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen will der Gemeinderat das Projekt nun auf das gesamte Gemeindegebiet ausdehnen. Die Lichter gehen «im Verlauf des nächsten Jahres aus», wie Gemeinderätin Ursula Schneider Schüttel gegenüber den FN sagt. Die öffentliche Beleuchtung soll pro Quartier ausgeschaltet werden können. Nun schaue man mit den Industriellen Betrieben Murten, welche Installationen und Schaltuhren wo installiert werden müssen.

Um welche Zeit die Strassenlampen jeweils abgeschaltet werden, steht noch nicht fest. «Wir versuchen, die Abschaltung auf den Zugfahrplan abzustimmen», sagt Schneider Schüttel. An den Wochenenden brennen die Strassenlampen länger, weil dann mehr Leute unterwegs sind. Auch bleiben wichtige Standorte wie zum Beispiel Fussgängerübergänge an stark befahrenen Strassen oder das Gebiet um den Bahnhof ständig beleuchtet.

 In drei Jahren amortisiert

Brennen die Strassenlampen nicht mehr die ganze Nacht, kann Murten die Lichtverschmutzung eindämmen und Strom sparen. Im günstigsten Fall könne die Gemeinde bis zu einem Drittel ihres Stromverbrauchs für die Beleuchtung einsparen, heisst es im Bericht an den Generalrat. Das investierte Geld soll in drei Jahren amortisiert sein.

 Alle Fraktionen liessen sich von diesen Argumenten überzeugen. Die Investition sei «ein erster Schritt zum Energiestadt-Label», sagte etwa Susanne Castelli im Namen der SVP-Fraktion. Lediglich eine Generalrätin sprach sich gegen die nächtliche Dunkelheit aus. Es gebe Murtner, die bis spät nachts oder in Schichten arbeiteten, sagte Christine Jakob von der FDP. «Und manche davon fürchten sich, in der Dunkelheit nach Hause gehen zu müssen.» Zum Sicherheitsaspekt erwähnte Schneider Schüttel, dass bereits kleinere Nachbargemeinden die Strassenlampen nachts abgeschaltet hätten. «Personen, die spät nachts unterwegs sind, müssen sich allenfalls selber mit Licht ausrüsten», sagte sie.

Der Generalrat beschäftigte sich an seiner Sitzung vom Mittwoch auch mit dem öffentlichen Verkehr. Er hat dem Gemeinderat ein Postulat der SP überwiesen. Darin beauftragt die Partei die Exekutive, die Machbarkeit einer regionalen Ortsbuslinie zu prüfen.

Der Murtner Generalrat hat ausserdem zwei Landverkäufe abgesegnet. Für 600 000 Franken verkauft die Gemeinde eine 2400 Quadratmeter grosse Parzelle in der Schützenmatt an einen Investor, der dort ein Mehrfamilienhaus erstellen will. Und für 550 000 Franken kann die Gemeinde eine 3600 Quadratmeter grosse Parzelle im Merlachfeld an die in Ins ansässige Immobilienverwaltungsfirma Nerinvest AG verkaufen.

Eisbahn: Gemeinde Murten bezahlt einen Viertel der Kosten

A uch in ihrer zweiten Saison können die Betreiber der Murtner Eisbahn auf die Unterstützung der Gemeinde zählen. Der Generalrat hat einen Kredit von 50 000 Franken bewilligt. Bei einem budgetierten Aufwand von 210 000 Franken geht folglich ein Viertel der Kosten zulasten der Gemeinde. Mit dem gleichen Betrag hatte diese die mobile Eisbahn bereits im letzten Jahr unterstützt.

Geld fliesst nicht ewig

Anlass zu Diskussionen gab die Höhe des Betrages. Gegen eine Krediterhöhung werde sich die SVP zu gegebener Zeit zur Wehr setzen, warnte Susanne Moser Sutter (unabhängig) im Namen der Fraktion. Auch SP-Generalrat Alain Grandjean wollte die Unterstützung nicht im Sinne eines automatisch wiederkehrenden Betrags verstanden wissen. Und die Grünliberalen wollten den Kredit in eine Defizitgarantie umwandeln. Gemeinderat Peter Huber konnte die Bedenken der Parteien zerstreuen. Bereits im nächsten Jahr werde ein tieferer Unterstützungsbeitrag ins Budget aufgenommen, sagte er. «Und eine alljährliche Unterstützung für die Eisbahn ist nicht vorgesehen.» hs

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