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In Murten steht Tempo 30 zur Debatte

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Am Montagabend hat die Gemeinde Murten im Rathaus zu einem Informationsabend zu Tempo 30 im Merlachfeld eingeladen. Damit erhielten die Anwohner die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren. 15 Personen aus dem Quartier liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Sie stellten kritische Fragen und machten Änderungsvorschläge bei den grob geplanten Verkehrsmassnahmen. Grundsätzlich zeigten sie sich einverstanden mit dem Vorhaben, im Merlachfeld Tempo 30 einzuführen.

Als konkrete Massnahmen sehen die Planer in dem Quartier ein Eingangstor, die Signalisierung von Rechtsvortritt und versetzte rote Kennzeichnungen am Strassenrand mit Pollern vor. Erhebungen zeigten, dass rund 300 Fahrzeuge pro Tag durch das Quartier fahren. Einer Schätzung zufolge ist maximal ein Fünftel davon Durchgangsverkehr. Bei rund 15 Prozent der Fahrzeuge zeigt der Tacho mehr als 36 Stundenkilometer an.

In einem Mitwirkungsverfahren haben Interessierte nun die Gelegenheit, sich schriftlich dazu zu äussern. «Wir werden einen Bericht aus den Rückmeldungen erstellen», erklärte Vizestadtpräsidentin Ursula Schneider Schüttel das weitere Vorgehen. Anhand der Feedbacks erarbeitet das Planungsbüro mit der Gemeinde eine definitive Version und eine Kostenschätzung. In der Folge muss der Murtner Generalrat dem Ausführungskredit zustimmen. Und schliesslich folgt die öffentliche Auflage des Projekts. Schneider Schüttel rechnet mit zwei bis drei Jahren bis zur Realisierung der Tempo-30-Zone, «wenn nichts dazwischenkommt».

Rebekka Christ vom Planerbüro Basler und Hofmann erklärte den Anwesenden das Projekt wie auch die wichtigsten Punkte zu Tempo-30-Zonen im Allgemeinen: «Fahrzeuge haben gegenüber Fussgängern weiterhin Vortritt, die Fussgänger können die Strasse aber überall queren.» Fussgängerstreifen gebe es dort nur in Ausnahmefällen.

Die Anwesenden stellten zahlreiche Fragen zu einzelnen geplanten Massnahmen. In globo zeigten sie sich von dem Vorhaben überzeugt. «Es ist bestimmt eine gute Massnahme gegen den Durchgangsverkehr», sagte ein Bürger. Einzelne würden es jedoch begrüssen, den Zugang von der einen Seite mit grossen Steinen zu schliessen, um den Durchgangsverkehr zu stoppen.

Verkehrsplanung

FDP befürwortet nicht alle Massnahmen

Neben dem Merlachfeld sind in Murten vier weitere Tempo-30-Zonen geplant: Altavilla, Long-Vernez, Wilerweg und Gerbeweg. Die FDP Murten hat sich an Generalratssitzungen wiederholt kritisch zu neuen Tempo-30-Zonen geäussert. Darauf Einfluss nehmen kann die Partei jedoch erst, wenn die Generalräte über die Ausführungskredite abstimmen. Die Partei sei jedoch nicht grundsätzlich dagegen, betonte Markus Ith, Präsident der FDP See, auf Anfrage. «Wir sind unterschiedlich dazu eingestellt, in einer Sackgasse, wie zum Beispiel Long-Vernez, ist eine Tempo-30-Zone prinzipiell nicht notwendig.» Denn dort seien es die Anwohner und deren Besucher, welche die Strasse benützten, niemand anderer. Problematisch sei dort einzig die Ausfahrt in die Freiburgstrasse.

Fahrverbot durchsetzen

«Im Merlachfeld hingegen sieht die Situation anders aus», sagt Ith. «Durch die Sperrung auf der Länggasse weichen Lenker von der Gewerbezone auf das Quartier aus, was eigentlich verboten ist.» Für ihn persönlich würde es dort deshalb am meisten Sinn machen, das Fahrverbot für Unbefugte polizeilich durchzusetzen.

«Differenziert entscheiden»

Markus Ith würde es begrüssen, wenn der Gemeinderat die Ausführungskredite für die fünf Tempo-30-Zonen einzeln und nicht im Paket beantragen würde, «damit wir differenziert entscheiden können».

emu

 

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