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In Ried haben die Bürger die Wahl

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In Ried stehen mehr Kandidaten zur Verfügung, als Gemeinderatssitze zu vergeben sind bei den Wahlen vom 28. Februar: Neun Männer und eine Frau wollen in den siebenköpfigen Gemeinderat von Ried. Die Rieder haben somit die Wahl. Das ist im Seebezirk Ende Februar nur noch in den Gemeinden Gurmels, Kerzers und Galmiz der Fall.

Ried ist eine der wenigen Gemeinden des Seebezirks mit einem Parteiensystem, SVP und FDP sind im Dorf verankert. 2011 hatten die Bürger die Wahl zwischen zwei Parteilisten. Bei den kommenden Wahlen sind es wiederum zwei Listen, aber sie sind unabhängig von der Parteizugehörigkeit zusammengestellt: «Bisherige» lautet die eine, «Neue» die andere. Den Grund dafür erklärt Bruno Gutknecht, Präsident der Rieder FDP, mit dem Wahlverhalten der Bürger: «Die Rieder wählen Köpfe», sagt er. Deshalb hätten sich die beiden Parteien SVP und FDP zusammengetan bei der Suche nach Kandidaten. «Damit die Wähler die Auswahl haben und es weitergeht mit der Gemeindepolitik.»

Auf der Liste «Bisherige» treten Heinz Etter und Fabian Jendly von der FDP sowie Kurt Frey und Urs Gutknecht von der SVP an. Ammann Heinz Etter ist als Dienstältester seit 1996 im Rat vertreten.

Auf der Liste «Neue» stehen sechs Namen: Roger Altmann, Hans Peter Balsiger, Ueli Deuble, Dorothée Salvisberg-Märki, Guido Wildhaber und Manfred Wolf. Roger Altmann ist der Einzige dieser Liste, der einer der Rieder Parteien angehört; er ist bei der FDP, wie der FDP-Parteipräsident Gutknecht sagt. Die anderen hätten sich bis anhin zu keiner Partei bekannt und treten als Unabhängige an.

Ähnliche Stossrichtungen

Da fünf von sechs Bewerbern zumindest vorerst unabhängig bleiben wollten, seien Parteilisten gar nicht infrage gekommen, sagt Roland Beyeler, Parteipräsident der Rieder SVP. «Nur einer der neuen Kandidaten gehört einer Partei an.» In erster Linie gehe es darum, dass die Gemeindepolitik weiter funktioniert. Es mache keinen Sinn, auf Parteien zu setzen, wenn die meisten Kandidaten Unabhängige sind. «Wir wollen uns nicht selber den Ast absägen», stellt Beyeler fest. «Zum Wohle der Gemeinde gibt es bei diesen Wahlen keine Parteilisten. Wie es in fünf Jahren aussieht, steht aber noch in den Sternen.» Grundsätzlich sieht es auch Beyeler so, dass die Rieder Köpfe wählen und nicht Parteien. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die politische Stossrichtung von FDP und SVP stark ähnelten. «Es sind vor allem auf Gemeindeebene geringe Abweichungen.»

Mit Ueli Deuble und Guido Wildhaber stehen zwei Kandidaten auf der Liste «Neue», die in der Region nicht unbekannt sind. Deuble führte über Jahren einen Comics-Laden in Murten, engagiert sich für die Zweisprachigkeit und lebt im Dorf Agriswil. «Ich fühle mich verpflichtet, mich als Bewohner für Ried zu engagieren», sagt er auf Anfrage.

Wildhaber ist ehemaliger Fifa-Schiedsrichter und in verschiedenen Vereinen aktiv. «Es geht mir um Sachpolitik, und ich will dazu beitragen, dass es den Bürgern von Ried wohl ist in ihrem Dorf und sie stolz darauf sein können», sagt Wildhaber auf Anfrage.

 

Rückblick: Proporz und Parteilisten

B ei den letzten Gemeindewahlen 2011 wählte die Gemeinde Ried bei Kerzers im Proporzsystem. Den Wählern standen zwei Listen zur Wahl: eine FDP-Liste mit sieben Kandidierenden und eine Liste «SVP und Unabhängige» mit sechs Köpfen. Es kandidierten somit 13 Personen für die sieben Sitze. 2016 sind es zehn Personen, die in das Rennen steigen. 2011 waren vier Frauen dabei, im Februar tritt eine Frau an. emu

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