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In Schmitten wird das nächste Riesenprojekt geplant

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Die Gemeindeversammlung hat dem Planungskredit von 240’000 Franken für die Sanierung der F.-X.-Müller-Strasse trotz Einwänden zugestimmt. Mit dabei ist eine Verkehrsstudie. Ein Gegenantrag verlangte, zuerst das Grossprojekt Mehrzweckhalle abzuschliessen.

Es war die 200. Gemeindeversammlung von Schmitten. Die Gemeinde mit rund 4300 Einwohnerinnen und Einwohnern feierte letztes Jahr das hundertjährige Bestehen, und routiniert ging auch die Gemeindeversammlung unter der Leitung von Syndic Hubert Schafer vom Freitagabend über die Bühne: Ein Traktandum nach dem anderen wurde von den 91 anwesenden Stimmberechtigten diskussionslos angenommen – das Geschäft für einen Planungskredit von 240’000 Franken für die Sanierung der F.-X.-Müller-Strasse und einer Verkehrsstudie brauchte dagegen etwas mehr Zeit.

Trinkwasserleitung von 1947

Gemeinderätin Anita Boschung erläuterte im Detail, was der Planungskredit beinhaltet. Dieser ist in zwei Teile aufgeteilt. Ein Betrag von 200’000 Franken soll für die Planung der Gesamtsanierung der F.-X.-Müller-Strasse vom Oberstockerli bis zum Dorfkern aufgewendet werden.

Dabei gibt es einige Herausforderungen. So sollen die Strasse und teilweise das Trottoir saniert werden. Dazu müssen zwecks einer nötigen Verbreiterung Landkäufe getätigt werden. Weiter ist vorgeschrieben, die Bushaltestellen beim Oberstockerli behindertengerecht zu machen. Ausserdem sind Bushaltestellen auf Strassen nur in 50er-Zonen zulässig. «Mit dem Tiefbauamt müssen wir da eine gute Lösung suchen», sagte Anita Boschung. Nicht zuletzt müssen auch eine Trinkwasserleitung von 1947 und die Kanalisation erneuert, optimiert und in den Strassenbereich verschoben werden. Wie teuer das eigentliche Projekt schlussendlich wird, ist noch nicht klar. «Drei Millionen Franken wird es wohl kosten», sagte die zuständige Gemeinderätin. 

Der restliche Betrag von 40’000 Franken ist für eine Verkehrsstudie im Bereich des Dorfkerns vorgesehen. In den letzten Jahren erhielt die Gemeinde laut eigenen Angaben vermehrt Anfragen, die Höchstgeschwindigkeit herabzusetzen. Mit der Studie soll geprüft werden, ob ein Handeln nötig ist und wie eine Verbesserung erreicht werden kann.

«Macht durchaus Sinn»

Für die Finanzkommission ergriff Pascal Rappo das Wort. Er sagte, dass die Kommission zunächst Mühe mit den 40’000 Franken für die Verkehrsstudie gehabt habe. Sie sei aber trotzdem zu einem positiven Schluss gekommen: «Es macht durchaus Sinn, wir können nicht zuerst die F.-X.-Müller-Strasse planen und dann merken, es geht nicht.» Die Finanzkommission empfahl den Stimmberechtigten die Annahme des Planungskredits.

Ein Bürger störte sich an den hohen Kosten für die Strassensanierung und machte den Gegenantrag, den Kredit erst zu sprechen, wenn klar ist, wie viel der Bau der neuen Mehrzweckhalle kostet. Für diese wurde an der letzten Gemeindeversammlung ein Kredit von 14 Millionen Franken gesprochen. «Jetzt kommt man schon wieder mit einem Riesenprojekt», sagte er. Syndic Hubert Schafer erwiderte: «Wir sind überzeugt, dass es notwendig ist.» So seien mit Kameras deutliche Mängel in den Leitungen festgestellt worden. Der Gegenantrag kam nicht zum Zug, denn die Gemeindeversammlung nahm den Kreditantrag mit 89 Ja-Stimmen an. 

Weitere Kredite

Die Gemeindeversammlung stimmte ebenfalls mehreren Krediten von gesamthaft 305’000 Franken für die Schulbauten sowie 194’000 Franken für die Erweiterung des Gemeinschaftsgrabs zu. Eine weitere Etappe für die Strassensanierung von Güterwegen mit einem Kredit von 900’000 Franken wurde ebenfalls von der Versammlung abgesegnet.

Zahlen und Fakten

Überraschendes Plus

Der Gemeinderat von Schmitten hat gut geplant und die budgetierten Aufwände für 2022 eingehalten. Der Gesamtaufwand belief sich auf 17,1 Millionen Franken und der Gesamtertrag auf 20,9 Millionen Franken, was einen Ertragsüberschuss von rund 3,8 Millionen Franken ergibt. Budgetiert war jedoch ein Aufwandüberschuss von rund 470`000 Franken gewesen. Die Gründe für die Mehreinnahmen erläuterte Gemeinderat Urs Perler: Einerseits habe es höhere Steuereinnahmen bei der Einkommenssteuer durch Zuzüger gegeben, andererseits habe die neue Unternehmenssteuerreform die Gemeinde nicht so hart getroffen wie befürchtet, und nicht zuletzt seien auch die budgetierten Mindereinnahmen von etwa fünf Prozent wegen der Corona-Pandemie nicht so hoch ausgefallen. Finanzkommissionsmitglied Adrian Amstutz mahnte, angesichts der guten Jahresrechnung nicht in Euphorie zu verfallen: «Es stehen einige Projekte an, die wir stemmen müssen». bba

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