Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«In Schwarzsee sind wir gut aufgehoben»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Es gibt kein schlechtes Wetter zum Fischen, nur schlechte Kleidung», sagt Roland Müller vom Fischerverein Plaffeien-Schwarzsee-Plasselb. Am Dienstag stand er zusammen mit einem Kollegen bei Hudelwetter als externer Leiter für das «andere Lager» im Einsatz und zeigte den Teilnehmern des Sommerlagers, was den Reiz des Fischens ausmacht. Während sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen um die Fischer versammelten, fuhren im Hintergrund andere Teilnehmer des Lagers mit Fahrrädern vorbei, wieder andere waren am anderen Seeufer mit ihren Kajaks zu sehen.

Die Mischung macht es aus

 Die Teilnehmer des «anderen Lagers» stammen alle aus dem Kanton Solothurn. Am Lager nehmen zum einen Schulklassen aus Orientierungsschulen mit ihren Lehrern und zum anderen behinderte Jugendliche aus verschiedenen Institutionen mit ihren Betreuern teil. Diese Vermischung von behinderten und nicht-behinderten Jugendlichen zeichnet das Lager aus. Noch bis am Samstag können sich die Teilnehmer ihr Lagerprogramm aus einer breiten Palette von 20 Aktivitäten selbst zusammenstellen.

 «Unser Lager ist das grösste Integrationsprojekt des Kantons Solothurn auf freiwilliger Basis», sagt Bruno Huber, der seit dem ersten Lager im Jahr 1992 im Leitungsteam vertreten ist und von allen liebevoll als «Lagerpapi» bezeichnet wird. Ziel sei dabei nicht nur die Integration der behinderten Jugendlichen, sondern auch die Integration von Migrantenschülern. «Es gab schon Lager, da haben Jugendliche aus 14 Nationen teilgenommen», so Huber. Damit sich zwischen den Teilnehmern keine sozialen Gräben auftun, bereiten die Organisatoren die Jugendlichen bereits im Vorfeld auf das gemeinsame Lager vor. So besuchen die teilnehmenden Orientierungsschüler beispielsweise im Vorfeld eine Institution für Behinderte, um Berührungsängste abzubauen. «Dank der guten Vorbereitung der Teilnehmer funktioniert das Zusammenleben im Lager reibungslos», so Huber.

Unterstützung durch Lokale

 Seit 2004 mietet sich das «andere Lager» immer wieder in der Kaserne in Schwarzsee ein. Die Organisatoren haben hier gute Erfahrungen gemacht. «In Schwarzsee sind wir gut aufgehoben und können auf die Unterstützung der Lokalen zählen», so Huber. So habe zum Beispiel ein Holzlieferant aus der Region bei der Fertigung einer Bogenschiessanlage mitgeholfen.

Die Fischercrew um Roland Müller hat schliesslich drei Fische gefangen. Leider sind diese nicht zum Verzehr geeignet. Spass hat ihm das Fischen aber dennoch gemacht. «Es ist schön, mit behinderten Jugendlichen zusammenzuarbeiten. Ihr Lachen kommt von Herzen», sagt er. Und ein gutes Essen erwartet ihn trotzdem: Am Ende lädt das Lager die Helfer jeweils zum gemeinsamen Abendessen ein.

Zum Projekt

Ein preisgekröntes Sommerlager

«Das andere Lager» wurde 1992 erstmals durchgeführt. Bis 2004 fand es in Tenero im Tessin, in den Folgejahren mehrheitlich in Schwarzsee statt. Hauptziel des Projekts ist die Durchführung eines Lagers für behinderte und nicht-behinderte Jugendliche im Oberstufenalter. In diesem Jahr nehmen 115 Jugendliche und über 50 Betreuungspersonen teil. 2011 konnte das Leitungsteam des Lagers den Sozialpreis des Kantons Solothurns entgegennehmen.lr

Mehr zum Thema