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In Sorge um die Kirchen

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In Sorge um die Kirchen

17. Glaubenskurs mit Professor Leo Karrer

Der Arbeitskreis Marly hat auch dieses Jahr zu einem Glaubenskurs im Begegnungszentrum Marly und im Pfarreizentrum St. Paul, Schönberg, eingeladen. In der vorösterlichen Zeit wollte der Kurs dazu beitragen, dass sich die Teilnehmenden über ihre eigene christliche Lebensorientierung Gedanken machen.

Der Kurs wurde gemeinsam mit der reformierten Kirchgemeinde von Freiburg durchgeführt. Die einzelnen Abende wurden von über 50 Personen besucht und stiessen auf reges Interesse. Sie waren für alle eine Bereicherung, wie aus den anschliessenden Diskussionen hervorging.

Was ist mit unseren Kirchen los?

Am ersten Abend wurde versucht, die gegenwärtige Situation zu analysieren und zu verstehen. Leo Karrer erläuterte die widersprüchlichen Stimmungsbilder die man unter dem Stichwort «Kirche» beobachten kann. Einige der zentralen Themen, die behandelt wurden, befassten sich mit folgenden Fragen: Warum vermissen manche Menschen ihre frühere Heimatkirche? Warum wollen manche Menschen eine Kirche, die einen klareren Kurs fährt?

Welche Zukunft haben die Kirchen bzw. das Christentum in der heutigen, von zahlreichen Krisen heimgesuchten Zeit? Entscheidend war, die kirchliche Situation vom geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund her zu verstehen.

Was macht die Kirche zur Kirche?

Am zweiten Abend wurde aufgezeigt, warum Kirche nötig ist. Was macht die Seele von Kirche(n) aus? Muss man zur Kirche gehören, um ein guter Christ zu sein? Geht es um Kirchenmitgliedschaft und/oder den Glauben an Gott? Christsein bedeutet persönlichen Lebensgewinn, im Vertrauen auf die Botschaft Jesu Christi. Die mystische Tiefe der Kirche stärkt die Gemeinschaft im Glauben. Es geht um die Nähe zwischen Gott und den Menschen, welche die Kirche fördern und pflegen können.

Auf welchen Wegen in die Zukunft?

Auf der Suche zwischen neuen Herausforderungen und alten Formen existieren keine Patentrezepte. Jedoch hat ein Bewusstseinswandel stattgefunden. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil herrschte Euphorie und viel Energie wurde freigesetzt. Da die Bedingungen für die Gesellschaft immer härter wurden, kam auch die Kirche zunehmend unter Druck. Viele Fragen stellen sich, welche Erwartungen gibt es in unserem Land an die Kirchen? Wo zeigen sich neue Wege in der Seelsorge und im gesellschaftlichen Umfeld für die Kirchen? Welches sind die Herausforderungen heute, die Kirchen in die Pflicht nehmen?

Diakonie beinhaltet die verschiedensten Aspekte: politische Diakonie, die auf die Armut an elementaren Lebensbedingungen eine Antwort sucht. Friedensdiakonie, Einsatz für mehr Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Ethische und kulturelle Diakonie: Weichen stellen, wenn immer um tragende Werte der Gesellschaft gerungen wird. Therapeutische Diakonie: Auf die namenlose Not der seelisch, geistig und/oder körperlich Behinderten eingehen. Soziale Diakonie: Solidarität mit isolierten, vereinsamten oder müde gewordenen Menschen.

Die religiöse Diakonie beinhaltet die spirituelle Aufmerksamkeit. Sie versteht sich als Antwortversuch auf die Sehnsucht nach einem «Leben in Fülle». Geht es um Gott oder um die Kirchen? Erwachsen werden – auch als Christ und Christin – muss man selber. Im Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankte sich August Zürrer von der reformierten Kirchgemeinde beim Referenten und den Organisatoren für die Durchführung dieses gehaltvollen Glaubenskurses. rs

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