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Individualist oder Modeopfer?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Statement-Shirts», «Statement-Taschen», «Statement-Ketten»: Modemagazine und Stilexperten lieben derzeit alles, was ein «Statement» ist, zu Deutsch nichts anderes als eine «Aussage». Dass Mode etwas aussagt, dass sie Botschaften über die Menschen, die sie tragen, transportiert, ist indessen nichts Neues. Das zeigt eine aktuelle Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur. «Fashion Talks–Mode und Kommunikation» heisst die Schau, die ursprünglich für das Museum für Kommunikation Berlin konzipiert wurde und die das Gewerbemuseum Winterthur mit Themen aus der Schweiz ergänzt hat. Die Ausstellung liest sich wie eine Ergänzung und Weiterführung von «Zeitlos schön» (siehe Artikel oben).

Während das Museum Bellerive sich auf die Botschaften der Modefotografie konzentriert, ist der Winterthurer Fokus breiter. Auch hier geht es um das System Mode und die vielfältigen Mechanismen von der Kreation bis zur Vermarktung. Doch nicht nur der Verkauf von Mode hat viel mit Kommunikation zu tun, sondern auch das Tragen derselben. Hier liegt der Schwerpunkt von «Fashion Talks». Die Ausstellung beleuchtet die nonverbale Sprache der Mode und den ständigen Balanceakt zwischen Abgrenzung und Zugehörigkeit, der damit einhergeht. «Das Individuum folgt der Mode, um seine Einzigartigkeit durchzusetzen. Es macht, was die anderen machen, um einzigartig zu sein»: So formuliert es die Soziologin Elena Esposito in ihrem Buch «Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden–Paradoxien in der Mode».

 Diese Doppelfunktion der Mode zwischen individuellem Selbstausdruck und sozialer Gruppenzugehörigkeit zeigt «Fashion Talks» anhand von konkreten Beispielen auf. So nehmen Themeninseln drei modische Dauerbrenner auf: Jeans, die «globale Alltagsuniform»; Camouflage, die Tarnfarben, die den Weg vom Kasernenhof in die Modeboutiquen geschafft haben; und Tartan, das klassische Schottenkaro, das Vivienne Westwood in die Designwelt und Kurt Cobain in die Subkultur brachte.

Hipster und Skater

Um Subkulturen geht es auch im Schweizer Teil «Yolo–You only live once»: Eva Geiser hat im Rahmen ihrer gleichnamigen Masterarbeit Jugendliche aus verschiedenen Zürcher Stadtteilen über ihren Kleidungsstil und ihren Umgang mit Trends befragt. Die «Hipster und Skater» zeigen in der Ausstellung ihre Styles–und geben ihre «Statements» zu Mode und Selbstbild ab.

Gewerbemuseum Winterthur,Kirchplatz 14, Winterthur. Bis zum 8. März 2015. Di. bis So. 10 bis 17 Uhr, Do. 10 bis 20 Uhr.

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