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«Informatik ist richtig spannend»

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«Flurinas Interesse für Informatik hat sich erst relativ spät abgezeichnet», sagt ihre Mutter Alexandra Haussener. Entscheidend sei der Zukunftstag gewesen, welcher vor kurzem stattgefunden habe: Flurina wollte den Tag eigentlich nutzen, um ihre als Lehrerin tätige Mutter zu begleiten, da sie denselben Berufswunsch hegte. Alexandra machte ihr aber den Besuch der Arbeitsstelle von Vater Martin schmackhaft und so landete Flurina im Informatikbüro der Post. «Vor allem das Programmieren hat mir gut gefallen», sagt sie.

 Auch in der Schule arbeite sie gerne mit dem Computer, um Vorträge vorzubereiten. Klar, dass die Zwölfjährige sofort zugeschlagen hat, als ihr Lehrer eine Anmeldung für die diesjährige «girls@science»-Studienwoche zum Thema Informatik verteilte. Mit ihrem Motivationsschreiben konnte sie sich gegen zwei Mitbewerberinnen durchsetzen, und so begleiteten ihre Eltern sie am 26. August an die Hochschule für Technik in Brugg.

Für Alexandra war es ungewohnt, ihre Tochter in der Jugendherberge zurückzulassen. «Ich fragte mich, ob das wohl gutgeht», meint sie im Rückblick. Flurina lebte sich aber schnell ein, wobei ihr das Kennenlernspiel vom Sonntagabend half. «Schon bald fühlten wir uns in der schönen Jugi sehr wohl und genossen das Lagerleben», erzählt sie.

Zudem sei alles sehr gut organisiert gewesen: Die Betreuerinnen und Betreuer der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» und der Hochschule für Technik seien meist in der Nähe gewesen. Oder man habe sie dank den Handynummern auf dem von jeder Teilnehmerin um den Hals getragenen Badge schnell erreichen können. Der Badge hatte noch einen weiteren Vorteil: «Damit konnte ich in der Hochschulmensa essen, was ich wollte!»

Teamwork ist gefragt

Das Essen mussten sich die Mädchen aber verdienen: Von Montag bis Mittwoch standen je fünf Stunden Projektarbeit auf dem Programm. Gemeinsam mit drei anderen Teilnehmerinnen und zwei betreuenden Studenten war Flurina an Projekten am Institut für 4D-Technologien und am Institut für Mobile und Verteilte Systeme beteiligt. Das dabei benötigte Teamwork liegt der Kerzerserin: «Ich mag Projektarbeiten lieber als Frontalunterricht.» Gemeinsam hätten sie etwa einen PC auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. «Alles war interessant, besonders spannend war aber das Arbeiten mit der Programmiersprache Scratch.» Damit erstellte sie eine Webseite zu den touristischen Attraktionen Kaliforniens und zeichnete ein Froschbild. Zudem hätten sie am Computer ein Haus konstruiert und es daraufhin mittels einer 4D-Brille mit integrierter Elektronik und «dran befestigten Kügelchen» besichtigt.

Ufos und Trottinette

Als Ausgleich zur vorwiegend sitzenden Tätigkeiten konnten sich die Mädchen bei Sportstunden austoben. Am Dienstag ging es ins iLab am Paul-Scherrer-Institut in Villigen. Dort besichtigten sie die «Synchroton Lichtquelle Schweiz», die durch ihr intensives Röntgenlicht spezielle Materialuntersuchungen ermöglicht. «Das Ganze sah wie ein Ufo aus.» Aufgrund der Weitläufigkeit des Gebäudes hätten sich die Forscher mittels Trottinett fortbewegt.

 Nach dem Abschluss der Studienwoche mit einer Themenpräsentation vor den Eltern ging es für Flurina am Donnerstag wieder zurück in den normalen Schulunterricht. Auf ihre Zukunftspläne angesprochen meint sie, dass sie noch nicht sicher sei, in welchem Bereich sie einst arbeiten wolle. «Informatikerin wäre aber sicher ein spannender Beruf.» Vorerst freut sich Flurina auf den schulischen Informatikunterricht und auf die Herbstferien: Dann will sie ein Mädchen aus dem Engadin wiedersehen, das sie in Brugg kennengelernt hat. Das Bündnerland sei halt schon weit weg, glücklicherweise würden die Computerkenntnisse aber auch bei der Kontaktpflege helfen: «Bis im Herbst mailen wir uns.»

 

Zahlen und Fakten

Kampf gegen denFachkräftemangel

Die Studienwochen «girls@science» und «boys@science» werden je zweimal jährlich durchgeführt: einmal an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz und einmal an der Universität Basel. Dieses Jahr haben je 48 Mädchen und Knaben aus 16 Kantonen teilgenommen. Mittels der Studienwochen will die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» 10- bis 13-Jährige für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistern und damit auch dem drohenden Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenwirken. Vorgestern endete die «boys@science»-Woche, an welcher fünf Freiburger teilnahmen. Die nächsten Studienwochen finden im Januar 2013 an der Universität Basel statt.cz

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