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International, um sich zu verbessern

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Zehn Jahre nach dem letzten Spiel im Europacup kehrt Olympic heute auf das internationale Parkett zurück. Im Hinspiel der Qualifikationsrunde für die Champions League – nach der EuroLeague ist dies der zweitbedeutendste Wettbewerb im europäischen Basketball – empfangen die Freiburger um 19.30 Uhr im St.  Leonhard die russische Spitzenformation von Awtodor Saratow. Das Rückspiel findet bereits am Samstag statt.

Die Idee, wieder international zu spielen, hatte der Verein bereits seit längerer Zeit, sagt Präsident Philippe de Gottrau. «Als wir vor zwei Jahren das Double geholt hatten, wurden wir vom Schweizer Verband angefragt, ob wir nicht euro­päisch spielen wollten. Für uns war das aber zu kurzfristig. Wir hatten nur gerade zwei Wochen, um uns zu entscheiden. Hinzu kam, dass wir finanziell noch etwas schwierige Zeiten hatten.» Im Jahr darauf konnten die Freiburger keinen Titel gewinnen, womit sich die Sache von selbst erledigt hatte. Mit dem Triple in der vergangenen Saison veränderte sich die Ausgangslage dann grundlegend. «Zunächst stellte sich jedoch erneut eine Frage. Wir dachten, dass der Eurocup (Red.: die dritthöchste Stufe) eher unserem Niveau entspricht. Aber auch da gibt es eine Qualifikationsrunde, und wir wollten nicht für möglicherweise nur zwei Spiele die ganze Organisation auf die Beine stellen. Zudem bedeutet die internationale Bühne Mehrausgaben für die Spieler.» Mit der Teilnahme an der Champions League habe man die ideale Lösung gefunden. «Falls wir die Qualifikation gegen Saratow verlieren, kommen wir direkt in die Gruppenphase des Eurocups. So sind wir sicher, mindestens acht internationale Spiele absolvieren zu können», erklärt de Gottrau. 77  Teams hatten sich für die Champions League beworben, Olympic ist nun als eine von 56  Mannschaften dabei. «Das, obwohl lange Zeit keine Schweizer Equipe mehr international gespielt hat und auch das Nationalteam im internationalen Ranking weit hinten liegt.»

Längerfristiges Projekt

200 000 Franken beträgt das Budget des Clubs für sein Europacup-Abenteuer, das sich aus Reserven, Sponsorengeldern und einem Zustupf der Gönnerclubs zusammensetzt. Mit dem Geld müssen einerseits die Gästeclubs beherbergt und andererseits die Reisen bezahlt werden. Pech, wenn dabei gleich ein Trip nach Russland ansteht. «Für die Reise nach Saratow geben wir so viel Geld aus, wie wir es ursprünglich für alle Auswärtsspiele budgetiert hatten», führt de Gottrau aus. Dies, weil keine Billig-Airline diese Destination anfliegt und zusätzlich Visa beschafft werden müssen.

Es sind organisatorische Herausforderungen, die der Vorstand gerne in Kauf genommen hat. «Die europäische Bühne ist aber keine Belohnung für das Triple. Ziel der Teilnahme ist vielmehr, dass wir uns ganz grundsätzlich verbessern und weiterentwickeln. Das gilt für die Spieler, aber auch für den Vorstand.» So hätten für die Austragung des Hinspiels in der Champions-League-Qualifikation mehrere hundert Seiten Auflagen vonseiten des europäischen Basketball-Verbandes gelesen werden müssen, sagt de Gottrau. «Klar ist deshalb, dass wir nicht nur einmal aus Spass dabei sein wollen, sondern auch für die nächsten zwei oder drei Jahre mit Europa planen. Wir wollen Erfahrungen sammeln, um es dann in der nächsten Saison noch einmal machen zu können.» Voraussetzung dafür bleiben natürlich Pokale auf der nationalen Ebene, weshalb die heimische Meisterschaft weiter Priorität geniesse.

Gegen Saratow sind die Freiburger der Aussenseiter, auch wenn die Mannschaft von Trainer Petar Aleksic in den Testspielen teils sehr gute Leistungen zeigen konnte und bereit für die Aufgabe zu sein scheint. Das nährt die Hoffnung von de Gottrau auf einen Exploit. «Es hat auch niemand an das Triple gedacht. Ich vertraue dem Coach und den Spielern, dass sie ein gutes Resultat erreichen können.» Dabei setzt der Olympic-Präsident auch auf die Unterstützung der Zuschauer. «Wie viele allerdings kommen werden, ist eines der grossen Fragezeichen. Es werden sicher nicht 3000 sein wie im letzten Spiel des Playoff-Finals …». Der Club rechne für die internationalen Partien mit einem Durchschnitt von 1000 Zuschauern. «Natürlich hätten wir gerne mehr, aber die Spiele sind jeweils unter der Woche. Hinzu kommt, dass wie am Donnerstag Teams aus Russland nicht so ziehen, wie es beispielsweise eine türkische Mannschaft getan hätte.»

Zahlen und Fakten

Gegen zweimaligen russischen Meister

Saratow ist eine russische Universitätsstadt mit gut 850 000 Einwohnern, rund 800 Kilometer nordwestlich von Moskau gelegen. Der Basketball-Club Awtodor gewann 1997 und 1998 die russische Meisterschaft. In der letzten Saison klassierte sich Olympics Qualifikations-Gegner in der russischen Meisterschaft im fünften Rang. Im Kader von Saratow stehen nicht weniger als sieben Amerikaner. Der kleinste Spieler ist 1,87 Meter gross, sieben sind über zwei Meter gross.

fs

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