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Internationaler Nationalfeiertag

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In Villars-Vert stand der 1. August im Zeichen der Weltbürger

Autor: Von REGULA SANER

Ein aufblasbares Luftschloss, auf dem die Kinder rumtollen können, ein paar Tische, Gartenstühle, Getränke und Musik: Und fertig ist das 1.-August-Fest. In einer Art Ko-Produktion beging die Stadt Freiburg zusammen mit der Gemeinde Villars-sur-Glâne den Nationalfeiertag auf besondere Weise. Im Rahmen der 850-Jahr-Feierlichkeiten unterstützte die Stadt Freiburg das Projekt «Pacontainer» des Freiburger Künstlerkollektivs Pacademy. Mit einem Frachtcontainer touren die Künstler durch die Freiburger Quartiere und organisieren zusammen mit Quartiervereinen und freiwilligen Helfern verschiedenste Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung. Mit diesem Künstlerprojekt kam auch der 1. August zu den Leuten. In Villars-Vert leben viele Ausländer. Die Idee war es, mit ihnen zusammen eine Schweizer Tradition zu teilen. «Wir sind hier, um zusammen die Zukunft zu gestalten», betonte denn auch der Stadtsyndic von Freiburg, Pierre-Alain Clément.

Kunterbuntes Publikum

Tamilen, Kosovaren, Afrikaner, Freiburger, das Publikum war kunterbunt gemischt. «Es macht Spass, den 1. August zu feiern. Das zeigt, dass man sich mit allen verstehen kann», sagte ein 13-jähriger Junge aus Ruanda, der seit seinem 4. Lebensjahr in der Schweiz lebt. Ein chilenischer Vater, der mit seinem Kind nach Villars-Vert kam, meinte: «Ich kenne zwar die Geschichte der Schweiz nicht sehr gut, aber der Nationalfeiertag ist für jedes Land ein wichtiges Fest. Am wichtigsten ist es aber für die Kinder.» Die Kinder prägten denn auch die Festivitäten. Mit erröteten Gesichtern sprangen sie zunächst auf dem Luftschloss herum, um dann still und aufmerksam einem Alphornbläser zu lauschen und das geschickte Jonglieren eines Fahnenschwingers zu verfolgen. Adrien Laubscher von Pacademy gab zuerst aber noch eine kleine Lektion in Schweizer Folklore: «Das Alphorn ist aus Tannenholz gebaut, es besteht aus drei Teilen, und es können 15 verschiedene Töne darauf gespielt werden.»

Das Glück der Schweiz

Die Melodie «Le Ranz des Vaches» weckte heimatliche Gefühle, doch plötzlich gab es einen Windstoss, und die Schweizer Fahne flog davon. Die Kinder lachten laut auf. Erfrischend ungezwungen war das Fest in Villars-Vert.«Es berührt mich, wie viele junge Menschen hier sind», sagte Dominique de Buman, OK-Präsident der 850-Jahr-Feierlichkeiten. «Die Schweiz ist ein glückliches Land. Die Kinder hier wissen vielleicht nicht, was der 1. August ist, aber sie sind glücklich.»

Zigeunermusik anstatt Hymne

Nicht so glücklich wie die Kinder war hingegen jene Frau, die ganz verärgert meinte: «Etwas fehlt an diesem Fest, und das ist die Nationalhymne!» Auch andere Schweizer im Publikum schienen sich mit der 1.-August-Feier in Villars-Vert eher schwerzutun, obwohl sie das nicht direkt zugaben. So vermisste ein Herr einfach die Schweizer Fähnchen auf den Häuserbalkonen.«Nun ja, ein solches Projekt ist immer eine heikle Angelegenheit», ist sich Adrien Laubscher von Pacademy bewusst. «Aber ich glaube, in der Schweiz ist das Verhältnis zu den Ausländern immer noch freundlicher und weniger stigmatisierend, als ich das in Frankreich erlebt habe. Das hier ist ein Versuch, Zonen der Begegnung zu schaffen.» Das wolle man auch mit einer Gruppe von Musikern aus Rumänien unterstreichen. «Denn Fahrende kennen bekanntlich keine Grenzen. Sie feiern jeden Tag 1. August.»

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