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«Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen»

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«Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen»

Freiburger Staatsrat ernennt eine Kommission

Der Freiburger Staatsrat hat eine Kommission «gegen Gewalt in Paarbeziehungen» ins Leben gerufen. Dies zum Anlass des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen heute Donnerstag.

Von IRMGARD LEHMANN

Die Verstärkung der Massnahmen gegen häusliche Gewalt ist eines der Ziele, das sich der Staatsrat für die laufende Legislaturperiode gesetzt hat. Mit der offiziellen Ernennung einer Kommission gegen Gewalt in Paarbeziehungen verschafft der Staatsrat diesem Anliegen Nachdruck.

Die Kommission ist in erster Linie damit beauftragt ein Massnahmenkonzept zu erarbeiten. Sie soll aber auch die Aktivitäten des Staates und der privaten Organisationen koordinieren.

Immer mehr Gewalt

Wie anderswo steigt auch in Freiburg die Zahl von Gewaltfällen in Paarbeziehungen. Im letzten Jahr musste die Kantonspolizei rund 990 Mal ausrücken. Das entspricht einer Zunahme von 21 Prozent. Im Jahre zuvor verzeichnete man 810 Fälle.

Das Frauenhaus Freiburg, das zugleich Opferberatungsstelle für Frauen ist, nahm im 2003 rund 90 Frauen auf mit 90 Kindern. Die Übernachtungen beliefen sich auf 3250. Rund 160 Frauen wurden Opfer von Gewalt in Paarbeziehungen und inetwa 40 erlitten Gewalt von ihren Ex-Partnern.

«Am meisten gefährdet sind Frauen während der Trennungsphase», sagt Claudia Meyer, Mitarbeiterin im Frauenhaus Freiburg. Ex-Partner werden gewalttätig aus Rache oder aus einem Ohnmachtsgefühl heraus.

Ein Polizeianruf reicht

Seit dem 1. April 2004 werden gewalttätige Übergriffe innerhalb von Ehe und Partnerschaft von Amtes wegen verfolgt. Um ein Verfahren zu bewirken musste das Opfer bis anhin Strafklage einreichen – oft auch gegen nahe stehende Personen. «Dies war mit grossem Druck verbunden», sagt Claudia Meyer. Ohne Strafklage konnte die Polizei jedoch für die Opfer nichts tun. «Polizeibeamtinnen und
-beamte waren hilflos und oft frustriert», bemerkt Geneviève Beaud Spang, Co-Leiterin des Gleichstellungsbüros.

Auf Grund des neuen Gesetzes jedoch reicht ein Polizeianruf. Da Gewalt als Offizialdelikt gilt, wird automatisch ein Verfahren eingereicht. Das neue Gesetz, so Meyer, erleichtere der Polizei die Arbeit wesentlich.

Doch auch mit dem neuen Gesetz können laut Kommission nicht alle Probleme gelöst werden. Die Opfer haben nämlich die Möglichkeit die Einstellung des Verfahrens zu verlangen. Somit bestehe die Gefahr, von Tätern unter Druck gesetzt zu werden.

Gemäss Kommission wäre bei polizeilichen Interventionen die Präsenz einer Fachperson – sie hätte sich um die Aspekte ausserhalb der polizeilichen Bereiche zu kümmern – wichtig. Denn Polizeibeamte, die allein im Einsatz seien – was nicht selten vorkomme – seien einer erheblichen Belastung ausgesetzt.

In der Kommission gegen Gewalt an Frauen sind Mitglieder des Büros für die Gleichstellung, des Frauenhauses, der Opferberatungsstelle, des Gesundheitswesens, des Jugendamtes, der Justiz und Polizei, der Psychiatrie und des Sozialamtes vertreten. Alle Institutionen haben bereits in einer Arbeitsgruppe mitgemacht, die sich seit drei Jahren mit Gewalt in Paarbeziehungen auseinander setzte.

Präsidiert wird die Kommission von Regula Kuhn-Hammer, Co-Leiterin des Gleichstellungsbüros, und von Germain Collaud, Brigadenchef bei der Kantonspolizei.
Über Mittag Aktion der Frauen in Bern

Die Uno-Generalversammlung hat den Gedenktag «Gegen Gewalt an Frauen» vor fünf Jahren proklamiert.

Um die Öffentlichkeit für das Problem zu sensibilisieren werden heute landesweit Aktionen durchgeführt. So auch in Bern. Zwischen Salontisch und Ständerlampe lesen 10 Parlamentarierinnen auf dem Berner Waisenhausplatz Erlebnisberichte von betroffenen Frauen vor: 12.05 Uhr: Doris Leuthard; 12.12 Uhr: Simonetta Sommaruga; 12.19 Uhr: Ruth-Gabi Vermot . . .

Die Aktion der Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz dauert bis 14.30 Uhr. il

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