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Interview: «Der Zweijahreskindergarten

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ermöglicht einen guten Schulstart»

Der Zweijahreskindergarten ist für Renata Lichtsteiner, Inspektorin der Kindergärten, nicht neu. Da sie in Murten beinahe 20 Jahre an einem solchen Kindergarten unterrichtet hat, stand sie der Arbeitsgruppe vor, die seit 2005 die Einführung vorbereitet hat.

Freiburg und Obwalden sind die zwei letzten Kantone, die den Zweijahreskindergarten noch nicht eingeführt haben. Für Sie war dies seit langem ein Anliegen. Was bringt er?

Die pädagogischen Vorteile des Zweijahreskindergartens sind sehr zahlreich. Im Vordergrund steht der Wunsch des Kindes nach Kontakt mit andern Kindern – ein Grundbedürfnis jedes Kindes, unabhängig seines Alters. Diese Grundbedürfnisse können heute in den kleinen Familien nicht immer gedeckt werden.

Im Zweijahreskindergarten findet das Kind eine altersgemischte Gruppe, die es ihm ermöglicht, seine Fähigkeiten und Kompetenzen auf allen Gebieten weiterzuentwickeln.

Noch andere gute Gründe?

Mit dem Zweijahreskindergarten sorgt man auch für einen sanfteren Übergang in die Primarschule. Der Weg von der Familie, über die Krippe oder Spielgruppe ins erste Kindergartenjahr und ein Jahr später ins zweite ist für das Kind ideal. Zumal die Präsenzzeiten aufbauenend sind (rund 12 bis 14 Lektionen im ersten Jahr und 22 bis 24 im zweiten Jahr). Die beiden Jahre erleichtern die Ablösung von zuhause und ermöglichen einen optimalen Schulstart.

Heute aber kommt das Kind von der Spielgruppe in den Kindergarten und muss somit von einem Tag auf den andern einen vollen Stundenplan – von Montag bis Freitag – auf sich nehmen.

Eigentlich hätte das zweite Jahr im Herbst eingeführt werden sollen. Hat die Verschiebung Konsequenzen?

Viele Deutschfreiburger Gemeinden wären auf den Herbst 2008 bereit gewesen. Stattdessen müssen nun für ein Jahr, wegen sinkenden Schülerzahlen, Klassen geschlossen und Lehrpersonen entlassen werden, z. B. in Schmitten. Auch können Kinder eines Jahrganges vom Angebot nicht profitieren. Ich bedaure die Verschiebung um ein Jahr. Die Arbeitsgruppe hat im Dezember 2006 ein Modell vorgelegt, das in der Vernehmlassung eine grosse Zustimmung gefunden hat. il

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